Das Jesus - Sutra

Antworten
wulfila
Gold-Rang-User
Gold-Rang-User
Beiträge: 176
Registriert: Sa 25. Dez 2010, 09:46
Wohnort: Thüringen
Kontaktdaten:

Das Jesus - Sutra

Beitrag von wulfila »

Es wurde in China gefunden

DAS SUTRA VON JESUS CHRISTUS
 
Kapitel1
 
1Zu jener Zeit lehrte der Messias die Gesetze Gottes, Jahwehs. 2Er sagte: Es gibt viele unterschiedliche Ansichten über den wahren Sinn der Sutras und darüber, wo Gott ist, was Gott ist und wie Gott offenbart wurde. 3Der Messias war von den Buddhas und Arhats [Jüngern des Buddha, die den Status von Halbgöttern erlangt hatten] umgeben. 4Er schaute hinab und sah das Leiden von allem Geborenen, und so fing er an zu lehren. 5Niemand hat Gott je gesehen. 6Niemand vermag Gott zu sehen. 7Fürwahr, Gott ist wie der Wind. 8Wer kann den Wind sehen? 9Gott ist nicht reglos, sondern er bewegt sich unablässig auf Erden. 10Er ist in allem und überall. "Die Menschheit lebt nur, weil sie von Gottes leben spendendem Atem erfüllt ist. 12Frieden tritt erst ein, wenn ihr sicher an eurem eigenen Ort ruhen könnt, wenn euer Herz und Geist in Gott ruhen. 13Tagein, tagaus existiert ihr dort in Zufriedenheit, offen dafür, euch führen zu lassen. 14Gott führt den Gläubigen zu jenem Ort der Zufriedenheit und großen Glückseligkeit. 15Alle großen Lehrer, so wie die Buddhas, werden von diesem Wind bewegt, und es gibt in der Welt keinen Ort, den dieser Wind nicht erreicht und zu dem er sich nicht hinbewegt. "Gottes Palast befindet sich an diesem Ort des Friedens und Glücks, doch er kennt das Leiden und alles, was auf der ganzen Welt geschieht. 17jeder auf der Welt weiß, wie der Wind bläst. 18Wir können es hören, sehen aber seinen Schatten nicht. 19Niemand weiß, wie er wirklich aussieht, ob er ein angenehmer Anblick ist oder nicht, und ebensowenig, ob er gelb, weiß oder gar blau ist. 20Niemand weiß, wo der Wind wohnt. 21Gott vermag mit Hilfe seines heiligen Geistes an einem Ort zu sein, doch wo dies ist oder wie man dort hinkommt, weiß niemand. 22Gott steht außerhalb des Zyklus von Tod und Geburt, jenseits der Bezeichnungen männlich und weiblich. 23Gott hat Himmel und Erde erschaffen. 24Die Kraft des Heiligen Geistes Gottes hat sich nie vollständig manifestiert. 25Diese Kraft vermag Langlebigkeit zu schenken und zur Unsterblichkeit zu führen. 26Wenn Menschen sich ängstigen, rufen sie nach dem Buddha. 27Viele Menschen sind beklagenswert unwissend. 28Gott ist eine heilige geistige Kraft. 29Gott ist den Gläubigen stets nah. 30Es gibt die Sutras. 31Menschen sagen, sie wüssten, wer Gott sei, doch das ist nicht wahr. 32Es liegt in der Natur des Buddha, Gnade zu schenken, und mit dieser Gnade wird auch ein tiefes, klares Verständnis vermittelt, das uns über die Torheit erhebt. 33Auf diese Weise kann jeder den Himmel erreichen, auch wenn er kein Gelehrter ist. 34Die Kraft des heiligen Geistes Gottes wirkt in jedem und führt alle zur vollständigen Entfaltung. 35Die ganze Existenz ist ein Akt der Gnade; jede physische Form ist geschaffen; von Gott stammt alles Sein. 36Alles wird geboren, stirbt, vergeht, kehrt zur Erde zurück und fährt fort zu leiden.
 
Kapitel 2
'Alle Lebenden, wisset in euren Herzen, dass dies so ist, und versteht durch die Kraft der Gnade, wie ihr das Gute tun könnt. 2Alles, was geboren wird, muß sterben. 3Alles, was lebt, existiert nur, weil die Winde ihm Leben schenken. 4Wenn die Zeit des Lebensendes gekommen ist, verlassen die Winde den Körper. 5Herz und Geist eines Menschen sind nicht ihr Eigen, sondern von den Winden geschaffen. 6Wenn die Winde den Körper verlassen, bricht eine Zeit großen Leids an, doch niemand vermag die Winde zu diesem Zeitpunkt zu sehen. 7Niemand kann sie sehen, denn sie haben keine Form und Farbe, weder Rot noch Grün noch irgendeine andere. 8Die Winde des Lebens sind unsichtbar. 9Der Pfad ist unbekannt. 10Ähnlich wollen die Menschen auch wissen, wo Gott ist. 11Der Pfad ist unbekannt, und deshalb ist es unmöglich, Gott zu sehen. 12Nur der Tugendhafte kann in die Gegenwart Gottes eintreten und Gott schauen. 13Nicht jeder vermag Gott zu sehen. 14Die Gesegneten und Glücklichen können die Nähe Gottes spüren, doch jene, die Böses tun, bleiben darin. 15Die Menschen müssen zunächst begreifen, dass es nicht möglich ist, Gott zu sehen, und dass er noch nie gesehen wurde. 16Deshalb erhebt sich die Frage: Wie kann man den rechten Weg üben, um gesegnet zu werden? 17Wenn sie den Weg der Erde, der Hölle meiden, können sie den Weg des Himmels erreichen. 18Doch selbst wenn sie den Weg des Himmels erreichen, können sie immer noch leicht auf den Weg des Bösen zurücksinken. 19Wenn das, was sie tun, nicht von Weisheit geprägt ist, folgen sie nicht dem Weg des Himmels. Alle Lebenden, begegnet dieser Gnade mit Hochachtung. 20Zwischen Himmel und Erde besteht eine große, eine sehr große Kluft. 21Manche Leben sind vom Bösen bestimmt. 22jene, die ihre Seele dem Dienst des Landes widmen, werden mit großem Reichtum belohnt, doch jene, die ein sündhaftes Leben führen und den Anweisungen der Macht des Himmels nicht folgen, werden nie Erfolg haben oder eine gute Position erreichen. 23Statt dessen werden sie ins Exil verbannt werden und in Schande sterben. Ist dies nicht die Macht des Himmels? 24All dieses Böse rührt von den ersten Wesen und vom Ungehorsam im fruchtbaren Garten her. 25Alle Lebewesen werden vom Karma früherer Leben beeinflußt. 26Gott litt schreckliche Qualen, damit alle vom Karma befreit werden würden, denn niemand vermag sich der Wirkung dieses Buddha‑Prinzips zu entziehen. 27Die Gutes tun, werden gesegnet und glücklich sein, doch jene, die Böses tun, werden leiden.
 
Kapitel 3
lTörichte Menschen schaffen hölzerne Statuen von Kamelen, Kühen, Pferden und dergleichen. 2Sie geben ihnen ein sehr lebensechtes Aussehen und verehren sie dann; doch dadurch erwachen sie nicht zum Leben. 3Wenn ihr all dies versteht, versteht ihr den Prozeß von Ursache und Wirkung des Karma. 4Dieses Geschenk erhalten nur menschliche Wesen. 5In der heutigen Welt gibt es so viele, die Bilder von Menschen, Gelehrten und Gurus schaffen. 6Sie glauben, dadurch würden sie Gott gleich; doch sie vermögen ihren Schöpfungen nicht das Leben zu schenken. 7Sie sind wirklich verwirrt! 8Sie stellen Statuen von Geistern aus Gold, Silber oder Bronze her und verehren diese. 9Sie stellen sogar hölzerne Statuen von Geistern, Menschen und Tieren her. 10Doch so sehr eine Statue eines Menschen auch einem lebenden Menschen ähnelt, die Statue eines Pferdes einem lebenden Pferd, die Statue einer Kuh einer lebenden Kuh und die Statue eines Esels einem lebenden Esel, alle diese Statuen können nicht gehen, nicht sprechen, nicht essen und nicht trinken. 11Sie haben kein Fleisch, keine Haut, keine Organe und keine Knochen. 120bwohl solche Statuen nicht reden können, möchte heute jeder mit ihnen sprechen. "Wenn ihr etwas esst, solltet ihr am Geschmack und am Geruch der Speise erkennen, ob sie gut oder schlecht ist. 14Nur jemand, der wahrhaft Gott verehrt, kann die Sutras lehren und ihre Texte erklären. 15jemand, der Strafe fürchtet, tut, was richtig ist, und empfiehlt anderen, dies ebenfalls zu tun. 16Gott liebt solche Menschen, und sie sind bekannt dafür, dass sie Gottes Gesetz folgen. 17Doch wenn jemand in seinem Herzen den rechten Weg kennt, dem er folgen sollte, aber trotzdem nicht Gutes tut und andere zu guten Taten auffordert, so akzeptiert Gott das nicht. 18Solche Menschen sind in Wohlleben und Illusionen gefangen. Sie stehen zu sehr im Bann der Erscheinungen, die Freuden des Lebens sind ihnen zu wichtig, und sie folgen dem falschen Pfad. 19Sie werden in den Händen von König Yama enden, dem Gott des jüngsten Gerichts und der Wiedergeburt. 20Doch selbst jene, welche die Lehren Gottes annehmen und oft sagen: »Ich gehorche Gott«, und die andere lehren, Gott zu gehorchen, sollten Gott fürchten. 2lAchtet jeden Tag darauf, ob ihr in die Irre geht. 22 Bedenket, dass alles Leben von Gott abhängt . 23jeder sollte durch Auflösen all seiner schlechten Taten die rechte Beziehung [zu Gott] suchen. 24Leben und Tod werden vom Heiligen Geist bestimmt, und jeder sollte Gott fürchten. 25Diese Furcht gleicht der Furcht vor dem Kaiser. Der Kaiser ist aufgrund früherer Leben, wer er ist, denn durch sie ist er in diese glückliche Situation gelangt. 27Er ist von Gott erwählt. Er kann sich nicht selbst Gott nennen, denn Gott hat ihm aufgetragen zu tun, was von ihm erwartet wird. 28Deshalb gehorchen die Menschen ihm, und dies ist recht und billig. Flieder sollte den Geboten gehorchen. 30Wenn jemand sich ihnen widersetzt, wird er bestraft. 31Weise Menschen verstehen dies und lehren andere, sich ebenfalls so zu verhalten. 32Dies sind die Menschen, die nach 33den Geboten leben. Wenn ihr Gott nicht fürchtet, werdet ihr nicht gerettet werden, selbst wenn ihr nach dem Gesetz des Buddha lebt. 34Vielmehr wird man euch zu den Verrätern zählen. 35Der dritte Aspekt ist, die eigenen Eltern zu fürchten. 361hr solltet eure Eltern ebenso ehren, wie ihr Gott und den Kaiser ehrt. 37Wenn ihr zwar den Kaiser ehrt, nicht aber eure Eltern, wird Gott euch nicht mit einem guten Geschick segnen.
 
Kapitel 4
1Unter diesen drei Aspekten ist der erste und wichtigste, Gott zu ehren. 2Der zweite ist, den Kaiser zu ehren. 3Der dritte ist, die eigenen Eltern zu ehren. 4Himmel und Erde folgen diesem Weg. 5Alles folgt dem Weg der Verehrung der Eltern; auf der ganzen Welt verdanken alle Wesen ihre Existenz ihren Eltern. 6Die geheiligten Geister haben bestimmt, dass der Kaiser als Kaiser geboren wird. 7Wir sollten Gott, den Heilig Einen, und den Kaiser fürchten. 8Fürchtet außerdem eure Eltern, und tut Gutes. 9Wenn ihr das Gesetz und die Gebote versteht, dann widersetzt euch ihnen nicht, sondern lehrt alle Menschen die wahre Religion. 10Der Buddha schafft die Bitterkeit und das Leiden des Buddha. 1 11Himmel und Erde sind so geschaffen, dass sie die Ursachen der Schöpfung klar erkennen lassen. 12Der Kaiser sollte die Verkörperung der Erleuchtung sein. 13Er tut, was zu tun von Natur aus recht ist. 14Das erste göttliche Gebot beinhaltet, dass alles, was existiert und Böses bewirkt, bestraft wird, insbesondere wenn es an Respekt vor den Alten mangelt. 15Das zweite Gebot fordert, die alten Eltern zu ehren und für sie zu sorgen. 16Die dies tun, folgen wahrhaft dem Weg des Himmels. 17Das dritte Gebot verpflichtet, anzuerkennen, dass wir unseren Eltern die Existenz verdanken. 18Nichts existiert ohne Eltern. 19Das vierte Gebot fordert, dass sich jeder, der die Gebote versteht, bemühen soll, gütig und rücksichtsvoll gegenüber allen zu sein und keinem Lebewesen etwas Böses anzutun. 20Das fünfte Gebot lautet, dass ein lebendes Wesen nicht nur selbst kein anderes töten, sondern auch andere dazu anhalten sollte, dies zu beherzigen. 21Das sechste Gebot lautet, dass niemand Ehebruch begehen oder andere dazu bringen sollte, dies zu tun. 22Das siebte Gebot fordert auf, nicht zu stehlen. 23Das achte Gebot sagt, dass niemand eines anderen Mannes Weib, Land, Anwesen oder Diener begehren sollte. 24Das neunte Gebot lautet, dass niemand aus Neid auf eines anderen Frau, Sohn, Haus oder Gold falsches Zeugnis gegen den Betreffenden ablegen soll. 25Das zehnte Gebot besagt, dass man Gott nur darbieten soll, was einem wirklich gehört. 26Es sind aber noch mehr Dinge zu beachten. 27Tyrannisiert niemanden, der schwächer ist als ihr. 28Schmähet niemanden, der mehr Macht hat als ihr. 291St jemand hungrig, solltet ihr euch um ihn kümmern, selbst wenn er euer Feind ist, und das Unrecht vergeben, das er euch angetan hat. 30Wenn jemand hart arbeitet, solltet ihr ihm helfen und ihn unterstützen. 31Kleidet die Nackten. 32Mißhandelt und betrügt eure Arbeiter nicht, vor allem wenn ihr ihnen keine gute Arbeit bieten könnt. 33Wenn ihr dies tut und sie nicht bezahlen könnt, bringt ihr Leid über ihre Familien. 34Wenn ihr seht, dass jemand seine Arbeiter schlecht behandelt, dann wisset, dass der heilige Geist den Betreffenden streng bestrafen wird. 35Wenn ein Armer euch um Geld bittet, dann gebt ihm großzügig. 36Wenn ihr kein Geld habt, dann seid so höflich, und erklärt ihm, warum ihr ihm nicht helfen könnt. 371St jemand schwer krank oder behindert, dann spottet nicht über ihn, denn sein Zustand ist die Folge von Karma, und darüber sollte man sich nicht lustig machen. 35Auch arme, in Lumpen gekleidete Menschen sollt ihr nicht auslachen. 39Nehmt weder durch Gewalt noch durch Täuschung etwas in Besitz. Wird jemand eingesperrt, dann sagt nur die Wahrheit. 40Versucht niemals, etwas durch unlautere Mittel zu erreichen. 41Wenn Alleinstehende, Witwen oder Waisen eine Klage erheben, sollte ihrem Streben nach Gerechtigkeit kein Hindernis in den Weg gestellt werden. 42Prahlt nicht, und schneidet nicht auf. 43Stiftet nicht zu Unfrieden an, indem ihr mit Worten oder Tätlichkeiten Streit anfangt, und ergreift nicht Partei für eine Seite gegen eine andere. 44Wer über Macht und Autorität verfügt, sollte diese nicht missbrauchen, um Dinge nach seinen Vorstellungen zu beeinflussen. Nutzt also euren Einfluss auf Autoritäten nicht, um eine Angelegenheit zu euren Gunsten zu entscheiden. 45Bleibt ruhig. 46Die den Geboten folgen, sollten mildtätig 47 und bescheiden sein. Wendet euch vom Bösen ab und dem Guten zu. 48Gutes zu tun bewahrt euch vor Leiden; tut deshalb allen gegenüber Gutes. 49Die dies tun und den Geboten folgen, kennen die Verpflichtungen. "Wenn ihr beim Studium der Sutras zum Glauben gelangt, habt ihr die Unterweisungen empfangen. 51Wenn ihr nur studiert, aber nicht glaubt, habt ihr die Unterweisungen nicht empfangen. 52Alles ruht letztendlich in Gott. 53Unsere heiligen Vorfahren, große wie kleine, werden am Ende vor uns stehen und über uns urteilen. 54Das erste ist, Gott zu gehorchen. 55Gott schützt alles, was lebt; alles lebt aufgrund seines Schutzes. 56Es ist verboten, auch nur um eines Opfers willen ein Leben zu vernichten, denn diese Lehren verbieten es, ein Leben zu beenden. 57Alles Opfern und Schlachten von Lämmern soll dazu dienen, den Segen und die Vergebung des Einen Heiligen zu erflehen. "Wenn irgendein lebendes Wesen sich nicht daran hält, indem es nichts Gutes tut oder insgeheim Böses tut, wird Gott es aufspüren. 59Gott blickt nicht mitfühlend auf jene, die sich von ihm abwenden und Böses tun. 60Gott antwortete, indem er kam, um die guten Werke zu fördern und das frühere Gesetz abzulösen.
 
Kapitel 5
1Auf Gottes Geheiß kam die Kühle Brise [der Heilige Geist] auf eine auserwählte junge Frau mit Namen Mo Yan herab, die keinen Mann hatte, und sie wurde daraufhin schwanger. 2Die ganze Welt sah dies und verstand, was Gott bewirkt hatte. 3Die Macht Gottes ist so groß, dass sie einem Geist einen Körper geben und ihn auf den klaren, reinen Pfad des Mitgefühls führen kann. IMo Yan gebar einen jungen und nannte ihn Ye Su. Er ist der Messias, und sein Vater ist die Kühle Brise. 5Manche Menschen behaupteten, sie verstünden nicht, wie dies möglich sei, und sie äußern, wenn die Kühle Brise Mo Yan geschwängert hätte, müsse solch ein Kind auf dem Grund der Welt geschaffen worden sein. 6Wenn der Kaiser etwas befiehlt, müssen alle gesetzestreuen Bürger ihm gehorchen. 7Gott schaut mitfühlend vom Himmel herab und herrscht über alles im Himmel und auf Erden. 8Als Ye Su, der Messias, geboren wurde, sah die ganze Welt ein leuchtendes Geheimnis am Himmel. 9jedermann konnte einen Stern so groß wie ein Wagenrad sehen. 10Dieses geheimnisvolle Licht leuchtete über dem Ort, wo Gott sich befand, denn zu diesem Zeitpunkt wurde der Eine in der Stadt Wen‑Ii‑shih‑ken [Jerusalem] geboren, im Hain von Bat Lam [Bethlehem]. "Nachdem fünf Jahre vergangen waren, begann der Messias zu sprechen. 12Er vollbrachte viele Wunder und gute Taten, während er das Gesetz predigte. 13Als er zwölf Jahre alt war, nahm er das Heilige Wort auf und fing an zu lehren.  14Er kam an einen Ort fließenden Wassers, Shu‑Nan [Jordan] genannt, auf dass ihm ein Name gegeben würde. "So traf er auf jemanden, der »der Bruder« genannt wurde. Dieser lebte in der Wüste und hatte seit seiner Geburt weder Fleisch gegessen noch Wein getrunken und sich stets ausschließlich von Pflanzen und Honig ernährt, die er sammelte. 16Zu jener Zeit kamen viele Menschen zum Messias, brachten ihm Geschenke und verehrten ihn. 17Diese Menschen waren zutiefst betrübt. 18Der Messias überbrachte ihnen die Unterweisungen. 19Als er wieder aus dem Wasser auftauchte, erschien die Kühle Brise vom Himmel, und eine Stimme verkündete: »Dies ist mein Sohn, gehorcht ihm.« 20Der Messias lehrte alle, dass der Weg Gottes der Weg des Himmels ist. 21Er sprach die Worte des heiligen Geistes und forderte die Menschen auf, vom Bösen abzulassen und Gutes zu tun. 22Damit begann er im Alter von zwölf Jahren, und er predigte, bis er zweiunddreißig Jahre alt war. 23Menschen, die in ihrem Leben Böses getan hatten, führte er auf den Weg des Guten, auf den Wahren Weg zurück. 24Er unterwies seine Anhänger, insbesondere seine zwölf jünger, und reiste heilend und lehrend durch das Land. 25Aus dieser Welt Geschiedene wurden wieder zum Leben erweckt. 26B1inde konnten wieder sehen. 27Verkrüppelte und Kranke wurden geheilt und konnten wieder gehen. 28Von Geistern Verfolgte wurden von ihren Peinigern befreit. 29Einige Kranke wurden durch bloßes Fragen geheilt, andere, indem sie nur sein Gewand berührten ‑ doch alle wurden geheilt. 30Jene, die Böses tun und die den Wahren Weg oder die Lehren der Religion Gottes nicht erkennen, und ebenso die Unreinen, können niemals wahrhaft gerettet werden, weder heute noch auch nur in dieser Generation. 31Die Gelehrten, die den Messias fürchteten, griffen ihn an und denunzierten ihn, doch das Volk glaubte an seine heiligen Lehren; deshalb war es nicht möglich, ihn gefangen zu nehmen. 32Die Bösen schmiedeten ein Komplott gegen ihn, indem sie vorgaben, für Wahrheit und Reinheit einzutreten. 33Sie versuchten, ihn zu verleumden, doch gelang es ihnen nicht, ihm eine Falle zu stellen. Deshalb wandten sie sich an den großen König Pilatus und forderten ihn auf, den Messias zu töten. 34Der Messias kümmerte sich um all dies nicht, sondern fuhr fort, dem Volk die wahre Religion zu verkünden und wie man Gutes tut. 35Auf diese Weise wurde er berühmt. 36Als er dreiunddreißig Jahre alt war, suchten die Bösen den großen König Pilatus auf, und es gelang ihnen, ihm ihr Anliegen vorzutragen und zu fordern, dass der Messias sterben müsse. 37Der große König jedoch sagte, er wolle ihn nicht töten, weil er nicht erkenne, dass jener eindeutig ein Verbrechen begangen habe. 38Die Übelwollenden blieben trotzdem bei ihrer Forderung, den Messias zu töten, wobei sie die Frage aufwarfen, was sonst geschehen sollte. 39Der große König Pilatus ließ Wasser herbeibringen und wusch seine Hände darin. 40So gab er den Bösen zu verstehen, dass er seine Hände von der ganzen Angelegenheit rein wasche. Die Bösen beharrten jedoch auf ihrem Anliegen, bis er schließlich keine andere Möglichkeit mehr sah, als den Messias zu töten. 41Der Messias gab seinen Körper um aller lebenden Wesen willen den Bösen hin. 42Deshalb weiß die ganze Welt, dass alles Leben so gefährdet ist wie die Flamme einer Kerze. 431n seinem Mitgefühl gab er sein Leben hin. 44Die Bösen brachten den Messias an einen abgeschiedenen Ort, und nachdem sie sein Haar gewaschen hatten, führten sie ihn an den Ort der Hinrichtung, der den Namen ChiChu [Golgotha] trägt. 45Sie hängten ihn an ein hölzernes Gerüst und zwei Verbrecher zu seinen beiden Seiten. 46Dort hing er fünf Stunden lang. 47Dies war am sechsten Tag, dem Tag der Reinigung und der pflanzlichen Speisen. 48Früh an jenem Morgen schien die Sonne hell, doch als die Sonne nach Westen zog, kam Dunkelheit über die Welt, die Erde bebte, die Berge erzitterten, die Gräber öffneten sich, und die Toten standen auf. 49Diejenigen, die dies sahen, glaubten, dass er der war, der zu sein er von sich behauptete. 5OWie kann irgend jemand dies nicht glauben? 51Jene, die sich diese Worte zu Herzen nehmen, sind wahre jünger des Messias. 52Aufgrund... [Der Text bricht hier ab.]
 
Antworten

Zurück zu „Apokryphen“