SINKENDES VERTRAUEN DER DEUTSCHEN IN DIE EU-POLITIK

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SINKENDES VERTRAUEN DER DEUTSCHEN IN DIE EU-POLITIK

Beitrag von DocNobbi »

SINKENDES VERTRAUEN DER DEUTSCHEN IN DIE EU-POLITIK

Posted by Religionsbehörde on Februar 23, 2011 ·
Am 25.01.2011 stellte die FAZ eine Umfrage des Allensbach-Institutes zum Thema EU vor. Unter anderem heißt es darin:


Es ist in diesem Zusammenhang wichtig, sich vor Augen zu führen, dass alle großen Grundsatzentscheidungen der europäischen Einigung der letzten 20 Jahre gegen den Willen der deutschen Bevölkerung durchgesetzt wurden: Die Einführung des Euro, die Aufnahme der neuen Mitgliedsländer in Ostmitteleuropa, die Aufnahme der Beitrittsverhandlungen mit der Türkei – dies alles wurde von den Deutschen mit sehr deutlichen Mehrheiten abgelehnt. Der grundsätzlichen Europa-Freundlichkeit der Bevölkerung schien dies über lange Zeit aber nicht zu schaden. Stets reagierten die Deutschen auf Fragen nach der allgemeinen Zustimmung zur europäischen Integration oder bei Assoziationstests zum Thema Europa gleichbleibend positiv.
Nun aber hat es den Anschein, als hätte die Finanzkrise die Geduld der Deutschen doch überstrapaziert. Während sich in den Tagen der Griechenland-Krise im vergangenen Frühjahr das Urteil über den Euro lediglich im Rahmen des aus früheren Jahren Bekannten verschlechterte, fiel das Ansehen der Europäischen Union als Ganzes binnen kürzester Zeit auf einen Tiefststand. Auf die Frage „Wie viel Vertrauen haben Sie zur Europäischen Union?“ hatte in den Jahren 2005 bis zum Frühjahr 2010 jeweils etwa die Hälfte der Befragten geantwortet, sie hätten ein „nicht so großes“ oder „kaum, gar kein Vertrauen“. Ein Drittel brachte der Gemeinschaft „sehr großes“ oder „großes“ Vertrauen entgegen. Dann aber, im Verlauf von zwei Monaten, wuchs die Zahl derer, die wenig oder kein Vertrauen in die EU hatten, von 51 auf 63 Prozent. Der Anteil derjenigen, die der Union das Vertrauen aussprachen, ging von 37 auf 26 Prozent zurück. Auf diesem Niveau haben sich die Zahlen seitdem gehalten. Man gewinnt den Eindruck eines Bergsturzes, eines ruckartigen Substanzverlustes, der nicht leicht wieder auszugleichen sein wird.
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