Freiheit
Freiheit
Nun möchte ich hier im Forum eure Meinung zu dem Begriff Freiheit zur Diskussion stellen.
Wie viel Freiheit bleibt mir, mein Handeln zu entscheiden?
Ist die absolute Freiheit nur eine Illusion?
„Wir tun nicht, was wir wollen; wir wollen was wir tun.“
„Wahlfreiheit beschreibt die Möglichkeit zur freien Entscheidung zwischen mehreren Handlungsmöglichkeiten. Willensfreiheit beschreibt die Fähigkeit des Menschen, willentlich zu handeln. Wir unterscheiden dabei zwischen einem bedingten und einem unbedingten Willen.“
In der Geschichte gibt es viele Beispiele für das Streben nach Freiheit. Die Grundbedürfnisse des Menschen sind seine Würde und Menschlichkeit. Ein Volk, das von einem Diktator unterdrückt wird, hat das Bestreben, sich von diesem Joch zu befreien. Ein Mensch, der im Gefängnis sitzt, möchte so schnell wie möglich wieder frei sein. Dieses Sehnen nach Freiheit ist notwendig, um vor sich selbst zu bestehen.
Mein Verlangen nach einem freien Willen ohne jegliche Einschränkung bedeutet aber, dass ich die volle Verantwortung für mein Handeln selbst tragen muss. Nur bedingt kann ich frei agieren, da ich in soziale Gesetze für Moral und Recht eingebunden bin. Es muss ja schließlich Gesetze geben, um uns vor Chaos und Anarchie zu schützen. Meine Willensbildung ist zwar eine Sache der Tat, sie muss aber vorher gut überlegt sein und dann zu einer Fähigkeit umgewandelt werden. Es gibt immer eine sogenannte „Wahlfreiheit“, bei der ich so oder auch anders entscheiden kann. Nur in meinen Gedanken und Träumen kann ich ganz frei und willkürlich sein.
Wenn ein anderer mir seinen Willen aufzwingen will, bin ich bemüht meine eigene Meinung zu vertreten. Wenn ich von meinem Glauben an die Allmacht Gottes überzeugt bin, kann ich durch friedfertige Taten ein Beispiel geben, muss aber nicht unbedingt andere bekehren. - Alle Menschen streben danach, aus freiem Willen im Einklang mit dem Universum oder Gott ihren Frieden zu finden. Jeder hat nun aber eine andere Vorstellung davon, da er geprägt ist von seinem Umfeld, seiner Tradition und seiner eigenen Entwicklung. Als Christen kennen wir: “Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ Bei Konfuzius heißt es: “Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu.“
Viele Grüße von Lilofee
Es ist ein Abenteuer, das eigene Paradies zu finden...
-
eNTe
- Co-Moderator
Re: Freiheit
Hallo Lilofee,
schön geschrieben!
Aber Du hast schon fast allen Diskussionsstoff ausgeschaltet. Man kann Dir meist nur noch zustimmen.
Frei ist sicher keiner.
Frei sein von allem geht nicht. Das Unfrei sein beginnt schon häufig in einem selbst.
Fast jeder ist gelegentlich hin und hergebeutelt zwischen einer Lust und der nächsten. Wie ein deutsches Sprichwort erzählt von einem verhungerten Esel, der sich zwischen zwei Heuhaufen stehend nicht entscheiden konnte.
schön geschrieben!
Aber Du hast schon fast allen Diskussionsstoff ausgeschaltet. Man kann Dir meist nur noch zustimmen.
Frei ist sicher keiner.
Frei sein von allem geht nicht. Das Unfrei sein beginnt schon häufig in einem selbst.
Fast jeder ist gelegentlich hin und hergebeutelt zwischen einer Lust und der nächsten. Wie ein deutsches Sprichwort erzählt von einem verhungerten Esel, der sich zwischen zwei Heuhaufen stehend nicht entscheiden konnte.
Re: Freiheit
Es gibt noch viele Argumente, die wir in diesem Thema erörtern können.
Wenn du nun sagst, du bist unfrei, so bist du gefangen in dir selbst. Dies bedeutet jedoch nicht, dass du nicht in deinem Rahmen einen gewissen Spielraum hast, die Dinge zu betrachten.
Du kannst natürlich einen bequemen Weg wählen, auf dem alle Schritte vorgegeben sind und dir deine eigenen Entscheidungen abgenommen werden. Dabei klammerst du dich zum Beispiel an die Kausalitäten der Naturwissenschaften. Du kennst aus der Physik die Entstehung der Materie, aus der Mathematik die Logik der Zahlen und aus der Biologie das Wachsen einer Zelle. In der Hirnforschung hat es neue Erkenntnisse gegeben und die Psychologen können das Unbewusste interpretieren. Selbst die geistigen Auseinandersetzungen der Philosophen kannst du nachvollziehen. All diese Dinge lassen sich beweisen und sind für dich die absolute Wahrheit.
Immer wieder kommst du aber in deinem Leben an eine Weggabelung, die dich fragen lässt, ob du nicht auch einen anderen Sinn des Lebens vor Augen haben kannst. Der andere Weg mag zwar beschwerlich und steinig sein, aber er führt dich zu einer ungeahnten Freiheit, die du nur begreifen kannst, wenn du Vertrauen und den Glauben an eine höhere Macht zulässt. Wenn du auch eins bist mit allen Naturgesetzen, so kannst du allein durch deinen Glauben die losgelöste Freiheit des Göttlichen in dir selbst erfahren.
Viele Grüße von Lilofee
Wenn du nun sagst, du bist unfrei, so bist du gefangen in dir selbst. Dies bedeutet jedoch nicht, dass du nicht in deinem Rahmen einen gewissen Spielraum hast, die Dinge zu betrachten.
Du kannst natürlich einen bequemen Weg wählen, auf dem alle Schritte vorgegeben sind und dir deine eigenen Entscheidungen abgenommen werden. Dabei klammerst du dich zum Beispiel an die Kausalitäten der Naturwissenschaften. Du kennst aus der Physik die Entstehung der Materie, aus der Mathematik die Logik der Zahlen und aus der Biologie das Wachsen einer Zelle. In der Hirnforschung hat es neue Erkenntnisse gegeben und die Psychologen können das Unbewusste interpretieren. Selbst die geistigen Auseinandersetzungen der Philosophen kannst du nachvollziehen. All diese Dinge lassen sich beweisen und sind für dich die absolute Wahrheit.
Immer wieder kommst du aber in deinem Leben an eine Weggabelung, die dich fragen lässt, ob du nicht auch einen anderen Sinn des Lebens vor Augen haben kannst. Der andere Weg mag zwar beschwerlich und steinig sein, aber er führt dich zu einer ungeahnten Freiheit, die du nur begreifen kannst, wenn du Vertrauen und den Glauben an eine höhere Macht zulässt. Wenn du auch eins bist mit allen Naturgesetzen, so kannst du allein durch deinen Glauben die losgelöste Freiheit des Göttlichen in dir selbst erfahren.
Viele Grüße von Lilofee
Es ist ein Abenteuer, das eigene Paradies zu finden...
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eNTe
- Co-Moderator
Re: Freiheit
Liebe Lilofee,
Du bist selbst nicht "frei" in Deiner Anschauung, hast sie nur in ein "modernes", ein anderes Mäntelchen gesteckt. Wie zum Beispiel den "steinigen" Weg. Normal nimmt ein Mensch mit gesunden Verstand immer das Bessere. Warum sollte er den steinigen Weg nehmen? Das ist ein Rest der Bibelpredigt:
Geht ein durch die enge Pforte, patach ha zor, liest man - heißt das nicht die Tür aufmachen?
Es wäre ziemlich dumm von einem Gott, wenn er den Leuten das Leben schwer macht, ihnen nicht die Freiheit zu spüren gibt. Wozu also das Bekehren?
Schieß nicht mit Kanonen auf Spatzen!Selbst die geistigen Auseinandersetzungen der Philosophen kannst du nachvollziehen. All diese Dinge lassen sich beweisen und sind für dich die absolute Wahrheit. Immer wieder kommst du aber in deinem Leben an eine Weggabelung, die dich fragen lässt, ob du nicht auch einen anderen Sinn des Lebens vor Augen haben kannst. Der andere Weg mag zwar beschwerlich und steinig sein, aber er führt dich zu einer ungeahnten Freiheit, die du nur begreifen kannst, wenn du Vertrauen und den Glauben an eine höhere Macht zulässt.
Du bist selbst nicht "frei" in Deiner Anschauung, hast sie nur in ein "modernes", ein anderes Mäntelchen gesteckt. Wie zum Beispiel den "steinigen" Weg. Normal nimmt ein Mensch mit gesunden Verstand immer das Bessere. Warum sollte er den steinigen Weg nehmen? Das ist ein Rest der Bibelpredigt:
Geht ein durch die enge Pforte, patach ha zor, liest man - heißt das nicht die Tür aufmachen?
Es wäre ziemlich dumm von einem Gott, wenn er den Leuten das Leben schwer macht, ihnen nicht die Freiheit zu spüren gibt. Wozu also das Bekehren?
Re: Freiheit
hallo Ente,
In keiner Weise will ich hier "bekehren". Ich schreibe lediglich meine Meinung.
Hast du nicht auch schon einmal ein Ziel angestrebt und dich dafür eingesetzt, sei es durch fleißiges Lernen oder geistiges Auseinandersetzen? Hat sich dieser Einsatz denn für dich gelohnt?
Im laufe meines Lebens habe ich mich mit vielen Weisheiten der Philosophen beschäftigt und dabei festgestellt, dass auch sie irgendwann an Grenzen kommen, die sie nicht erklären können.
viele Grüße von Lilofee
In keiner Weise will ich hier "bekehren". Ich schreibe lediglich meine Meinung.
Hast du nicht auch schon einmal ein Ziel angestrebt und dich dafür eingesetzt, sei es durch fleißiges Lernen oder geistiges Auseinandersetzen? Hat sich dieser Einsatz denn für dich gelohnt?
Im laufe meines Lebens habe ich mich mit vielen Weisheiten der Philosophen beschäftigt und dabei festgestellt, dass auch sie irgendwann an Grenzen kommen, die sie nicht erklären können.
viele Grüße von Lilofee
Es ist ein Abenteuer, das eigene Paradies zu finden...
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eNTe
- Co-Moderator
Re: Freiheit
Nicht ist spannender als diese Herausforderung, liebe Lilofee.vielen Weisheiten der Philosophen beschäftigt und dabei festgestellt, dass auch sie irgendwann an Grenzen kommen, die sie nicht erklären können.
Re: Freiheit
Vielleicht muss ich mich hier im Forum vorsichtiger ausdrücken, um keinen vor den Kopf zu stoßen. Da scheinbar einige Themen "festgefahren" sind , möchte ich hier noch etwas ergänzen.
Von Ente: “Es wäre ziemlich dumm von einem Gott, wenn er den Leuten das Leben schwer macht, ihnen nicht die Freiheit zu spüren gibt.“
Jeder Mensch hat das Diabolische in sich. Er wird immer wieder mit den „Bequemlichkeiten“ des Lebens gelockt. Es steht ihm frei, sich für oder gegen etwas zu entscheiden. - Gerade die Überwindung der Versuchung und das Vertrauen in Gott gibt doch aber Stärke und Zuversicht. Dabei ist Gott nicht mit menschlichen Maßstäben zu messen, da er allgegenwärtig und allmächtig ist. Wenn ich mich nun „freiwillig“ zu ihm bekenne, fühle ich mich in seiner Obhut frei von allen Zwängen.
In der heutigen Zeit ist es oft schwer geworden, der jüngeren Generation noch tiefgreifende Werte zu vermitteln. Die Fülle der äußeren Einflüsse blendet leider immer mehr und lässt kaum Raum für einen Glauben an Ideale oder göttliche Präsenz. –
viele Grüße von Lilofee
Es ist ein Abenteuer, das eigene Paradies zu finden...
Re: Freiheit
och liebe lillo,
so jung sind doch einige hier gar nicht, obwohl ihre avatare auf was moderneres hinweisen..
kann schon sein, dass wir hier in denkrichtungen eingefahren sind.
ausserdem schützt alter bekanntlicherweise nicht vor torheit.
deshalb gefällt ein anderer satz von dir besonders....
lilofee schreibt:
.Wenn ein anderer mir seinen Willen aufzwingen will, bin ich bemüht meine eigene Meinung zu vertreten. Wenn ich von meinem Glauben an die Allmacht Gottes überzeugt bin, kann ich durch friedfertige Taten ein Beispiel geben, muss aber nicht unbedingt andere bekehren. - Alle Menschen streben danach, aus freiem Willen im Einklang mit dem Universum oder Gott ihren Frieden zu finden. Jeder hat nun aber eine andere Vorstellung davon, da er geprägt ist von seinem Umfeld, seiner Tradition und seiner eigenen Entwicklung. Als Christen kennen wir: “Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ Bei Konfuzius heißt es: “Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu.“
-------------------------------------------
ich mag diese friedfertigkeit und allumfassende tolleranz daran-dieses verbinden wollen und akzeptieren wollen, niemand ausschliessen wollen............
ich find es bei deiner art immer wieder.
manchmal ist es mir ein bisschen zu ungenau auch- es erinnert mich bisschen an das gottesbild von esoterikern- wo gott eben der unpersönliche- allumfassende, nicht genauer festgenagelt wird- auf ein kreuz
z.b.(christen müssen halt immer darauf hinweisen- komm nicht drum herum)
o.k. vom thema abgekommen.
hier geht es um meinungsfreiheit und um glaubensfreiheit.
die christen stört,wenn ihr gott zerrissen wird in viele fetzen und
ungläubige stört es hier, wenn sie missioniert werden.
die frage ist- wie weit kann man da kompromisse eingehen.
niemand will sich eine andere meinung oder einen anderen glauben aufdrängen lassen.
man kann eben nur auswählen für sich, wo man was dazulernen kann im positiven oder durch abstossendes negatives.
freiheit heisst für mich also alles lesen zu dürfen, mich mit allem beschäftigen zu dürfen, mit allen hier schreiben zu dürfen und für mich auswählen zu dürfen was ich richtig finde und was nicht.
diskussionen mit sich entgegenkommen oder mit sich sein lassen , wenns nur unfruchtbar ist gegenseitig.
grüsse von pia
so jung sind doch einige hier gar nicht, obwohl ihre avatare auf was moderneres hinweisen..
kann schon sein, dass wir hier in denkrichtungen eingefahren sind.
ausserdem schützt alter bekanntlicherweise nicht vor torheit.
deshalb gefällt ein anderer satz von dir besonders....
lilofee schreibt:
.Wenn ein anderer mir seinen Willen aufzwingen will, bin ich bemüht meine eigene Meinung zu vertreten. Wenn ich von meinem Glauben an die Allmacht Gottes überzeugt bin, kann ich durch friedfertige Taten ein Beispiel geben, muss aber nicht unbedingt andere bekehren. - Alle Menschen streben danach, aus freiem Willen im Einklang mit dem Universum oder Gott ihren Frieden zu finden. Jeder hat nun aber eine andere Vorstellung davon, da er geprägt ist von seinem Umfeld, seiner Tradition und seiner eigenen Entwicklung. Als Christen kennen wir: “Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ Bei Konfuzius heißt es: “Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu.“
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ich mag diese friedfertigkeit und allumfassende tolleranz daran-dieses verbinden wollen und akzeptieren wollen, niemand ausschliessen wollen............
ich find es bei deiner art immer wieder.
manchmal ist es mir ein bisschen zu ungenau auch- es erinnert mich bisschen an das gottesbild von esoterikern- wo gott eben der unpersönliche- allumfassende, nicht genauer festgenagelt wird- auf ein kreuz
z.b.(christen müssen halt immer darauf hinweisen- komm nicht drum herum)
o.k. vom thema abgekommen.
hier geht es um meinungsfreiheit und um glaubensfreiheit.
die christen stört,wenn ihr gott zerrissen wird in viele fetzen und
ungläubige stört es hier, wenn sie missioniert werden.
die frage ist- wie weit kann man da kompromisse eingehen.
niemand will sich eine andere meinung oder einen anderen glauben aufdrängen lassen.
man kann eben nur auswählen für sich, wo man was dazulernen kann im positiven oder durch abstossendes negatives.
freiheit heisst für mich also alles lesen zu dürfen, mich mit allem beschäftigen zu dürfen, mit allen hier schreiben zu dürfen und für mich auswählen zu dürfen was ich richtig finde und was nicht.
diskussionen mit sich entgegenkommen oder mit sich sein lassen , wenns nur unfruchtbar ist gegenseitig.
grüsse von pia
Re: Freiheit
hallo Pia,
mit der "jungen Generation" meinte ich eigentlich die Jugendlichen, die gerade erst anfangen, über ihr Leben und ihren Glauben nachzudenken.
Beim Gespräch mit Konfirmanden fiel mir auf, dass viele sich garnicht bewusst sind, was Konfirmation wirklich bedeutet. Mitglied einer Kirchengemeinde zu sein ist für sie oft nicht interessant genug, da dort angeblich zu wenig geboten wird.
Da du in einem Bibelkreis arbeitest, sind dort bereits andere Voraussetzungen gegeben.
Es freut mich, in dir hier eine Gesprächspartnerin gefunden zu haben, die versucht, mich zu verstehen.
Viele Grüße von Lilofee
mit der "jungen Generation" meinte ich eigentlich die Jugendlichen, die gerade erst anfangen, über ihr Leben und ihren Glauben nachzudenken.
Beim Gespräch mit Konfirmanden fiel mir auf, dass viele sich garnicht bewusst sind, was Konfirmation wirklich bedeutet. Mitglied einer Kirchengemeinde zu sein ist für sie oft nicht interessant genug, da dort angeblich zu wenig geboten wird.
Da du in einem Bibelkreis arbeitest, sind dort bereits andere Voraussetzungen gegeben.
Es freut mich, in dir hier eine Gesprächspartnerin gefunden zu haben, die versucht, mich zu verstehen.
Viele Grüße von Lilofee
Es ist ein Abenteuer, das eigene Paradies zu finden...
-
Regina
- Co-Moderator
Re: Freiheit
Ich glaube nur in der Spontanität liegt die meißte Freiheit.
Regina
Regina
