Marleen hat geschrieben:Deinen Beitrag habe ich gelesen.
Die Bibelstellen sind aus dem AT.
Du hast doch auf Hathors Beitrag gescchrieben das mit Jesus Tod ein neues Gesetzt in die Welt gekommen ist
Was mich schon immer gewundert hat, Gott wird doch wohl gewusst haben das sich Menschen in späteren Jahren wohl Bluttransfusionen geben lassen würden?
Warum liess er dann seine Profeten nicht sagen, "Ihr dürft euer Blut nicht mit fremden Blut mischen? Aber die Rede im NT ist immer nur von Tier-Blut nicht essen.Oder Ersticktem nicht essen.Und in den 10 Geboten ist es auch nicht zu finden?
Lieber Gruss.
Marleen
Liebe Marleen,
was ich mir heute vorgenommen hatte, hat nun doch nicht geklappt, also schreib ich doch mal schnell zurück
Was ich bisher geschrieben habe, gehört sozusagen noch zur Vorgeschichte. Ich dachte man kann es vielleicht etwas besser nachvollziehen wenn man auch die Hintergründe kennt.
Es stimmt wir stehen nicht mehr unter dem mosaischen Gesetz. Aber das Blutverbot wurde im NT wiederholt und ist somit auch für Christen bindend. Kommt aber alles noch - Geduld
Kurz zu dem was Lukas geschrieben hat. Es stimmt, dass es einige ZJ gab, die es übergenau nahmen. Ist aber auch schon über 20 Jahre her. Offiziell wurde so etwas aber nie gefordert.
Mit der Zeit werde ich auf das eine oder andere noch eingehen. Beschriebenes Schlussszenario wird es aber sicher nicht geben.
Dann mal weiter:
Durfte Gottes Gesetz hinsichtlich des Blutes in Notfällen außer acht gelassen werden?
Die Bibel beantwortet die Frage mit Nein. Für Notfälle waren keine Ausnahmen vorgesehen. Ein Beispiel dafür ist das, was mit einigen israelitischen Soldaten in den Tagen König Sauls geschah. Nach einem langen Kampf trieb sie der Hunger dazu, Schafe und Rinder zu schlachten und „das Blut mitzuessen“. Sie waren hungrig und aßen das Blut nicht vorsätzlich, doch sie hatten es so eilig, das Fleisch zu essen, daß sie nicht darauf achteten, die Tiere richtig ausbluten zu lassen. Entschuldigte die Tatsache, daß dies ein „Notfall“ zu sein schien, ihr Verhalten? Im Gegenteil: Ihr von Gott ernannter König erkannte, daß sie ‘gegen Jehova gesündigt hatten, indem sie das Blut mitgegessen hatten’ (1. Samuel 14:31-35).
Gilt diese angebrachte Abneigung gegen Blut auch für Menschenblut?
Ja. Das ist auch völlig verständlich, denn Gottes Gesetz verbot, „Blut von irgendeiner Art“, „das Blut von irgendeiner Art Fleisch“, zu genießen (3. Mose 17:10, 14). Wie sehr die jüdische Nation dieses Gesetz achtete, zeigt ein Vorfall, der einige Juden betraf, die Jesus gefolgt waren und ihm zugehört hatten. Bei einer Gelegenheit sprach er sinnbildlich davon, daß man ‘sein Blut trinken’ werde, denn er wußte, dass sein Blut zur gegebenen Zeit vergossen werden mußte, d. h, dass er einen Opfertod sterben würde und daß dies für diejenigen, die an ihn glaubten und sein Opfer annähmen, Leben bedeuten würde (Johannes 6:53-58
Deshalb sagte Jesus zu ihnen: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohnes eßt und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch selbst. 54 Wer sich von meinem Fleisch nährt und mein Blut trinkt, hat ewiges Leben, und ich werde ihn am letzten Tag zur Auferstehung bringen; 55 denn mein Fleisch ist wahre Speise, und mein Blut ist wahrer Trank. 56 Wer sich von meinem Fleisch nährt und mein Blut trinkt, bleibt in Gemeinschaft mit mir und ich in Gemeinschaft mit ihm. 57 So, wie der lebendige Vater mich ausgesandt hat und ich des Vaters wegen lebe, so wird auch der, der sich von mir nährt, meinetwegen leben. 58 Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Es ist nicht wie [damals], als eure Vorväter aßen und dennoch starben. Wer sich von diesem Brot nährt, wird immerdar leben.“ ). Einige seiner jüdischen Jünger, die offensichtlich nicht erkannten, daß Jesus in Sinnbildern sprach, waren über seine Worte so erschüttert, daß sie ihm nicht mehr nachfolgten (Johannes 6:60-66
Daher sagten viele von seinen Jüngern, als sie dies hörten: „Diese Rede ist anstößig; wer kann sie anhören?“ 61 Jesus aber, der bei sich wußte, daß seine Jünger darüber murrten, sprach zu ihnen: „Veranlaßt euch dies zum Straucheln? 62 Was nun, wenn ihr den Menschensohn dahin auffahren seht, wo er zuvor war? 63 Der Geist ist es, der Leben gibt; das Fleisch ist von gar keinem Nutzen. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, sind Geist und sind Leben. 64 Aber es gibt einige unter euch, die nicht glauben.“ Jesus wußte nämlich von Anfang an, wer die waren, die nicht glaubten, und wer der war, der ihn verraten würde. 65 So sagte er weiter: „Darum habe ich zu euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, es werde ihm vom Vater gewährt.“
66 Deswegen wandten sich viele seiner Jünger ab, den hinter ihnen [liegenden] Dingen zu, und gingen nicht mehr mit ihm.). Der Gedanke daran, Menschenblut zu genießen, war für diese jüdischen Anbeter Gottes absolut widerwärtig.
WIE VERHÄLT ES SICH MIT CHRISTEN?
Das mosaische Gesetz wies auf das Kommen und den Opfertod des Messias hin. Daher waren nach Jesu Tod wahre Anbeter Gottes nicht mehr verpflichtet, das mosaische Gesetz zu halten (Römer 10:4
Denn Christus ist das Ende des GESETZES, jedem zur Gerechtigkeit, der Glauben ausübt.
; 6:14
Denn Sünde soll nicht Herr über euch sein, da ihr nicht unter Gesetz seid, sondern unter unverdienter Güte.; Kolosser 2:13, 14). Die Speisevorschriften des Gesetzes, zum Beispiel in bezug auf das Fett oder das Fleisch gewisser Tiere, waren nicht mehr gültig (3. Mose 7:25; 11:2-8 hier gehts um unreine Tiere).
Gilt das Blutverbot daher auch noch für Christen?
Diese Frage kam im Jahre 49 u. Z. zur Sprache, und zwar auf einer Tagung der Apostel und der älteren Männer von Jerusalem, die als eine zentrale Ältestenschaft für alle Christen dienten. Diese Tagung war anberaumt worden, weil eine Frage bezüglich der Beschneidung aufgetaucht war. Auf diesem Apostelkonzil wurde beschlossen, dass sich die Nichtjuden, die das Christentum annahmen, nicht beschneiden lassen mußten. Im Laufe der Besprechung machte Jakobus, ein Halbbruder Jesu, die Anwesenden auf andere notwendige Dinge aufmerksam, die seiner Ansicht nach unbedingt in der Entscheidung eingeschlossen sein sollten, nämlich „sich von Dingen [zu] enthalten, die durch Götzen befleckt sind, und von Hurerei und von Erwürgtem und von Blut“ (Apostelgeschichte 15:19-21). Er verwies dabei auf die Schriften des Moses, aus denen hervorgeht, daß Gott schon vor Einführung des Gesetzesbundes unsittliche Geschlechtsbeziehungen und Götzendienst sowie den Blutgenuß mißbilligte, wozu das Essen von Fleisch gehörte, das von erdrosselten, nicht ausgebluteten Tieren stammte (1. Mose 9:3, 4; 19:1-25; 34:31; 35:2-4).
Die Entscheidung des Konzils wurde den Christenversammlungen in einem Brief mitgeteilt. Sie gehört nun zur Bibel und ist ein Bestandteil der inspirierten Schriften, die nützlich sind „zum Lehren . . ., zum Richtigstellen der Dinge“ (2. Timotheus 3:16, 17). Die Entscheidung lautete:„Der heilige Geist und wir selbst haben es für gut befunden, euch keine weitere Bürde aufzuerlegen als folgende notwendigen Dinge: euch der Dinge zu enthalten, die Götzen geopfert wurden, sowie des Blutes und des Erwürgten und der Hurerei. Wenn ihr euch vor diesen Dingen sorgfältig bewahrt, wird es euch wohlgehen“ (Apostelgeschichte 15:28, 29).
Obwohl Christen nicht unter dem mosaischen Gesetz standen, war es „notwendig“, dass sie sich des Blutes enthielten. War dies lediglich die persönliche Meinung der Apostel? Keineswegs. Wie sie erklärten, war diese Entscheidung im Einklang mit Gottes heiligem Geist gefällt worden.
Das Gebot, ‘sich des Blutes zu enthalten’, war nicht lediglich eine Speisevorschrift, sondern ein schwerwiegendes sittliches Erfordernis. Das geht daraus hervor, daß es dem Erfordernis gleichgestellt wurde, ‘sich des Götzendienstes und der Hurerei zu enthalten’.
So für heute mal bis hierher. Morgen oder übermorgen gehts dann weiter mit den ersten Christen und ihrer Einstellung über das Blut.
Alles Liebe
Maggie