Fragen an eine Zeugin Jehovas

Baptisten, Neuapostolisch, Zeugen jehovas, Mormonen.. etc...
Marleen
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Re: Fragen an eine Zeugin Jehovas

Beitrag von Marleen »

Herzlichen Dank liebe maggie für deinen Beitrag. Ich lese später alles ausführlich.
Bei uns liegt kein Schnee mehr weil es in der Nacht etwas geregnet hat. Heute ist der Himmel etwas heller geworden.
Ich hoffe wir treffen uns noch bevor das WE einbricht.
Lichtgeführter Gruß.
Marleen :girl:
Marleen
Co-Moderator

Re: Fragen an eine Zeugin Jehovas

Beitrag von Marleen »

Deinen Beitrag habe ich gelesen.
Die Bibelstellen sind aus dem AT.
Du hast doch auf Hathors Beitrag gescchrieben das mit Jesus Tod ein neues Gesetzt in die Welt gekommen ist ;)
Was mich schon immer gewundert hat, Gott wird doch wohl gewusst haben das sich Menschen in späteren Jahren wohl Bluttransfusionen geben lassen würden?
Warum liess er dann seine Profeten nicht sagen, "Ihr dürft euer Blut nicht mit fremden Blut mischen? Aber die Rede im NT ist immer nur von Tier-Blut nicht essen.Oder Ersticktem nicht essen.Und in den 10 Geboten ist es auch nicht zu finden?

Lieber Gruss.
Marleen
Lukas
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Re: Fragen an eine Zeugin Jehovas

Beitrag von Lukas »

Es ist noch gar nicht so lange her, da weigerten sich viele Zeugen Jehovas standhaft, einen Hot Dog zu essen, weil darin angeblich Blutplasma enthalten sei. Gleichzeitig kursierten die wildesten Gerüchte, welche Produkte "wahre Christen" ebenfalls meiden sollten, weil zu ihrer Herstellung Bestandteile des Blutes verwendet werden.

Ganz anders die heutige Situation: Jehovas Zeugen lehnen zwar weiterhin ab, sich im Ernstfall eine Bluttransfusion geben zu lassen. Aber wer die Literatur aus dem Wachtturm-Verlag aufmerksam verfolgt, merkt schnell, dass man in der Weltzentrale der Zeugen Jehovas zielstrebig daran arbeitet, dem Thema Blut die Brisanz zu nehmen.

War früher das Blut mit all seinen Bestandteilen, außer dem Wasser, für einen Zeugen Jehovas tabu, so hat sich die Situation im Laufe der Jahre grundlegend geändert. Kaum bemerkt vom durchschnittlichen Wachtturm-Leser hat nämlich die Wachtturm-Gesellschaft einen Blut-Bestandteil nach dem anderen "freigegeben". Zuerst das Globulin, dann die Gerinnungsfaktoren, danach die Plasma-Proteine und im Juni 2000 schließlich auch das Hämoglobin.

Mit anderen Worten, ein Zeuge Jehovas darf mittlerweile 97-98% aller Blutbestandteile zu sich nehmen. Eine Tatsache, die den meisten Zeugen Jehovas unbekannt sein dürfte. Und mit der die offizielle Doktrin ad absurdum geführt wird, nach der sich Zeugen Jehovas des Blutes enthalten, weil die Bibel dies verbiete. Mit anderen Worten: es deutet alles darauf hin, dass die Wachtturm-Gesellschaft heute nur noch ein Rückzugsgefecht führt, mit dem das Ziel verfolgt wird, einen möglichst weichen Ausstieg aus dem generellen Bluttransfusions-Verbot zu erreichen.

Vermutlich wird der gemeine Zeuge Jehovas schon in wenigen Jahren im Brustton der Überzeugung abstreiten, dass es jemals so etwas wie ein "Verbot" von Bluttransfusionen gegeben hat (schließlich behauptet er ja heute schon, das sei eine rein persönliche Gewissensentscheidung). Und im Wachtturm des Jahres 2012 wird dann vielleicht zu lesen sein, dass früher "einige" den treuen und verständigen Sklaven missverstanden hatten und weit übers Ziel hinaus geschossen sind.

Lukas,exzj.
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Re: Fragen an eine Zeugin Jehovas

Beitrag von DocNobbi »

:ups: :? . da habe ich ja bis jetzt etwas versäumt...??!!
Prüfe, was du hörst oder liest, mit Herz und Verstand -
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maggie
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Re: Fragen an eine Zeugin Jehovas

Beitrag von maggie »

Marleen hat geschrieben:Deinen Beitrag habe ich gelesen.
Die Bibelstellen sind aus dem AT.
Du hast doch auf Hathors Beitrag gescchrieben das mit Jesus Tod ein neues Gesetzt in die Welt gekommen ist ;)
Was mich schon immer gewundert hat, Gott wird doch wohl gewusst haben das sich Menschen in späteren Jahren wohl Bluttransfusionen geben lassen würden?
Warum liess er dann seine Profeten nicht sagen, "Ihr dürft euer Blut nicht mit fremden Blut mischen? Aber die Rede im NT ist immer nur von Tier-Blut nicht essen.Oder Ersticktem nicht essen.Und in den 10 Geboten ist es auch nicht zu finden?

Lieber Gruss.
Marleen
Liebe Marleen,

was ich mir heute vorgenommen hatte, hat nun doch nicht geklappt, also schreib ich doch mal schnell zurück :)
Was ich bisher geschrieben habe, gehört sozusagen noch zur Vorgeschichte. Ich dachte man kann es vielleicht etwas besser nachvollziehen wenn man auch die Hintergründe kennt.
Es stimmt wir stehen nicht mehr unter dem mosaischen Gesetz. Aber das Blutverbot wurde im NT wiederholt und ist somit auch für Christen bindend. Kommt aber alles noch - Geduld ;)
Kurz zu dem was Lukas geschrieben hat. Es stimmt, dass es einige ZJ gab, die es übergenau nahmen. Ist aber auch schon über 20 Jahre her. Offiziell wurde so etwas aber nie gefordert.
Mit der Zeit werde ich auf das eine oder andere noch eingehen. Beschriebenes Schlussszenario wird es aber sicher nicht geben.

Dann mal weiter:

Durfte Gottes Gesetz hinsichtlich des Blutes in Notfällen außer acht gelassen werden?
Die Bibel beantwortet die Frage mit Nein. Für Notfälle waren keine Ausnahmen vorgesehen. Ein Beispiel dafür ist das, was mit einigen israelitischen Soldaten in den Tagen König Sauls geschah. Nach einem langen Kampf trieb sie der Hunger dazu, Schafe und Rinder zu schlachten und „das Blut mitzuessen“. Sie waren hungrig und aßen das Blut nicht vorsätzlich, doch sie hatten es so eilig, das Fleisch zu essen, daß sie nicht darauf achteten, die Tiere richtig ausbluten zu lassen. Entschuldigte die Tatsache, daß dies ein „Notfall“ zu sein schien, ihr Verhalten? Im Gegenteil: Ihr von Gott ernannter König erkannte, daß sie ‘gegen Jehova gesündigt hatten, indem sie das Blut mitgegessen hatten’ (1. Samuel 14:31-35).

Gilt diese angebrachte Abneigung gegen Blut auch für Menschenblut?
Ja. Das ist auch völlig verständlich, denn Gottes Gesetz verbot, „Blut von irgendeiner Art“, „das Blut von irgendeiner Art Fleisch“, zu genießen (3. Mose 17:10, 14). Wie sehr die jüdische Nation dieses Gesetz achtete, zeigt ein Vorfall, der einige Juden betraf, die Jesus gefolgt waren und ihm zugehört hatten. Bei einer Gelegenheit sprach er sinnbildlich davon, daß man ‘sein Blut trinken’ werde, denn er wußte, dass sein Blut zur gegebenen Zeit vergossen werden mußte, d. h, dass er einen Opfertod sterben würde und daß dies für diejenigen, die an ihn glaubten und sein Opfer annähmen, Leben bedeuten würde (Johannes 6:53-58Deshalb sagte Jesus zu ihnen: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohnes eßt und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch selbst. 54 Wer sich von meinem Fleisch nährt und mein Blut trinkt, hat ewiges Leben, und ich werde ihn am letzten Tag zur Auferstehung bringen; 55 denn mein Fleisch ist wahre Speise, und mein Blut ist wahrer Trank. 56 Wer sich von meinem Fleisch nährt und mein Blut trinkt, bleibt in Gemeinschaft mit mir und ich in Gemeinschaft mit ihm. 57 So, wie der lebendige Vater mich ausgesandt hat und ich des Vaters wegen lebe, so wird auch der, der sich von mir nährt, meinetwegen leben. 58 Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Es ist nicht wie [damals], als eure Vorväter aßen und dennoch starben. Wer sich von diesem Brot nährt, wird immerdar leben.“ ). Einige seiner jüdischen Jünger, die offensichtlich nicht erkannten, daß Jesus in Sinnbildern sprach, waren über seine Worte so erschüttert, daß sie ihm nicht mehr nachfolgten (Johannes 6:60-66Daher sagten viele von seinen Jüngern, als sie dies hörten: „Diese Rede ist anstößig; wer kann sie anhören?“ 61 Jesus aber, der bei sich wußte, daß seine Jünger darüber murrten, sprach zu ihnen: „Veranlaßt euch dies zum Straucheln? 62 Was nun, wenn ihr den Menschensohn dahin auffahren seht, wo er zuvor war? 63 Der Geist ist es, der Leben gibt; das Fleisch ist von gar keinem Nutzen. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, sind Geist und sind Leben. 64 Aber es gibt einige unter euch, die nicht glauben.“ Jesus wußte nämlich von Anfang an, wer die waren, die nicht glaubten, und wer der war, der ihn verraten würde. 65 So sagte er weiter: „Darum habe ich zu euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, es werde ihm vom Vater gewährt.“
66 Deswegen wandten sich viele seiner Jünger ab, den hinter ihnen [liegenden] Dingen zu, und gingen nicht mehr mit ihm.
). Der Gedanke daran, Menschenblut zu genießen, war für diese jüdischen Anbeter Gottes absolut widerwärtig.

WIE VERHÄLT ES SICH MIT CHRISTEN?
Das mosaische Gesetz wies auf das Kommen und den Opfertod des Messias hin. Daher waren nach Jesu Tod wahre Anbeter Gottes nicht mehr verpflichtet, das mosaische Gesetz zu halten (Römer 10:4Denn Christus ist das Ende des GESETZES, jedem zur Gerechtigkeit, der Glauben ausübt.
; 6:14Denn Sünde soll nicht Herr über euch sein, da ihr nicht unter Gesetz seid, sondern unter unverdienter Güte.; Kolosser 2:13, 14). Die Speisevorschriften des Gesetzes, zum Beispiel in bezug auf das Fett oder das Fleisch gewisser Tiere, waren nicht mehr gültig (3. Mose 7:25; 11:2-8 hier gehts um unreine Tiere).

Gilt das Blutverbot daher auch noch für Christen?
Diese Frage kam im Jahre 49 u. Z. zur Sprache, und zwar auf einer Tagung der Apostel und der älteren Männer von Jerusalem, die als eine zentrale Ältestenschaft für alle Christen dienten. Diese Tagung war anberaumt worden, weil eine Frage bezüglich der Beschneidung aufgetaucht war. Auf diesem Apostelkonzil wurde beschlossen, dass sich die Nichtjuden, die das Christentum annahmen, nicht beschneiden lassen mußten. Im Laufe der Besprechung machte Jakobus, ein Halbbruder Jesu, die Anwesenden auf andere notwendige Dinge aufmerksam, die seiner Ansicht nach unbedingt in der Entscheidung eingeschlossen sein sollten, nämlich „sich von Dingen [zu] enthalten, die durch Götzen befleckt sind, und von Hurerei und von Erwürgtem und von Blut“ (Apostelgeschichte 15:19-21). Er verwies dabei auf die Schriften des Moses, aus denen hervorgeht, daß Gott schon vor Einführung des Gesetzesbundes unsittliche Geschlechtsbeziehungen und Götzendienst sowie den Blutgenuß mißbilligte, wozu das Essen von Fleisch gehörte, das von erdrosselten, nicht ausgebluteten Tieren stammte (1. Mose 9:3, 4; 19:1-25; 34:31; 35:2-4).
Die Entscheidung des Konzils wurde den Christenversammlungen in einem Brief mitgeteilt. Sie gehört nun zur Bibel und ist ein Bestandteil der inspirierten Schriften, die nützlich sind „zum Lehren . . ., zum Richtigstellen der Dinge“ (2. Timotheus 3:16, 17). Die Entscheidung lautete:„Der heilige Geist und wir selbst haben es für gut befunden, euch keine weitere Bürde aufzuerlegen als folgende notwendigen Dinge: euch der Dinge zu enthalten, die Götzen geopfert wurden, sowie des Blutes und des Erwürgten und der Hurerei. Wenn ihr euch vor diesen Dingen sorgfältig bewahrt, wird es euch wohlgehen“ (Apostelgeschichte 15:28, 29).
Obwohl Christen nicht unter dem mosaischen Gesetz standen, war es „notwendig“, dass sie sich des Blutes enthielten. War dies lediglich die persönliche Meinung der Apostel? Keineswegs. Wie sie erklärten, war diese Entscheidung im Einklang mit Gottes heiligem Geist gefällt worden.
Das Gebot, ‘sich des Blutes zu enthalten’, war nicht lediglich eine Speisevorschrift, sondern ein schwerwiegendes sittliches Erfordernis. Das geht daraus hervor, daß es dem Erfordernis gleichgestellt wurde, ‘sich des Götzendienstes und der Hurerei zu enthalten’.

So für heute mal bis hierher. Morgen oder übermorgen gehts dann weiter mit den ersten Christen und ihrer Einstellung über das Blut.

Alles Liebe
Maggie
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Re: Fragen an eine Zeugin Jehovas

Beitrag von DocNobbi »

Lukas hat geschrieben:E

War früher das Blut mit all seinen Bestandteilen, außer dem Wasser, für einen Zeugen Jehovas tabu, so hat sich die Situation im Laufe der Jahre grundlegend geändert. Kaum bemerkt vom durchschnittlichen Wachtturm-Leser hat nämlich die Wachtturm-Gesellschaft einen Blut-Bestandteil nach dem anderen "freigegeben". Zuerst das Globulin, dann die Gerinnungsfaktoren, danach die Plasma-Proteine und im Juni 2000 schließlich auch das Hämoglobin.

Mit anderen Worten, ein Zeuge Jehovas darf mittlerweile 97-98% aller Blutbestandteile zu sich nehmen. Eine Tatsache, die den meisten Zeugen Jehovas unbekannt sein dürfte. Und mit der die offizielle Doktrin ad absurdum geführt wird, nach der sich Zeugen Jehovas des Blutes enthalten, weil die Bibel dies verbiete. Mit anderen Worten: es deutet alles darauf hin, dass die Wachtturm-Gesellschaft heute nur noch ein Rückzugsgefecht führt, mit dem das Ziel verfolgt wird, einen möglichst weichen Ausstieg aus dem generellen Bluttransfusions-Verbot zu erreichen.

VLukas,exzj.
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Re: Fragen an eine Zeugin Jehovas

Beitrag von DocNobbi »

Das Verbot, Blut zu genießen, leiten sie von Gottes Geboten für Noah ab. Mehr als 400 Mal erwähne die Bibel das Blut von Mensch und Kreatur. Und trotz manchen Entgegenkommens - die Sekte lässt "Hemopure" zu, eine gereinigte Form von Kuhblut -, ist Sünde für sie "nicht verhandelbar. (...) Wer das Leben als Geschenk des Schöpfers versteht, wird nicht versuchen, Leben zu erhalten, indem er Blut zu sich nimmt." Diese Gewissheit begründen Amerikas Zeugen Jehovahs auf ihrer Web-Seite in halbwissenschaftlichen Abhandlungen ausführlich: Die Entdeckung des Blutkreislaufs durch William Harvey (vermutlich nicht verwandt mit dem Kläger) 1483 dient ihnen, Martin Luthers Warnung vor dem ganz besonderen Saft, das Trinken von Kinderblut des sterbenden Louis XI., ungezählte Bibelstellen. Auch eine deutsche Schrift namens "Herz Kreislauf" vom August 1987 argumentiert für sie. Das Patientenrecht auf Selbstbestimmung, heißt es da, habe Vorrang vor dem Prinzip der Lebenserhaltung.

Krankheiten wie Aids und Skandale, die mit dem Handel von Blut zusammenhängen, zeigen: Bluttransfusionen sind ins Gerede gekommen. Allerdings gelten Personen, die Fremdbluttransfusionen aus religiösen Gründen ablehnen, vielerorts als Außenseiter. Die Alternativen zu dieser Art Behandlung sind in der Öffentlichkeit kaum bekannt, obwohl in der Medizin seit Jahren ein Trend zu blutlosen Operations- und Therapietechniken zu beobachten ist.
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Marleen
Co-Moderator

Re: Fragen an eine Zeugin Jehovas

Beitrag von Marleen »

Es gibt ja auch Blutersatzmittel.
Das ZJ in Verruf gekommen sind, liegt daran das viele Zeugen wegen Blutverweigerung gestorben sind darunter besonders Kinder.
Viele Zeugen haben Transfusionen genommen, sind dadurch ausgeschlossen worden, haben bereut und sind wieder aufgenommen worden, habe ich mal in einem Rapport gelesen.Obs stimmt kann nur maggie wissen :?
Marleen
maggie
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Re: Fragen an eine Zeugin Jehovas

Beitrag von maggie »

Hallo miteinander,

ich werde jetzt doch erst mal auf die "Zwischenrufe" ;) eingehen.
Erstensmal was Lukas sagte, Blut als solches war verboten, außer dem Wasser....
Habe noch nie von einer Blutwassertransfusion gehört. Das Wasser ohne irgendwelche Bestandteile wird doch meines Wissens nicht verwendet. Und das Plasma, was ja eigentlich das Wasser mit etlichen Bestandteilen ist, wird als Hauptbestandteil des Blutes unter JZ sind verwendet.
Früher gab es nur Behandlungen mit Vollblut. Da gab es einfach keine Überlegungen, kann ich das nun verwenden oder nicht.
Im Laufe der Jahre und Jahrzehnte gab es ja erhebliche Fortschritte innerhalb der Medizin und Forschung und nun wird praktisch das Blut in alle seine Bestandteile zerlegt und für die verschiedensten Behandlungen verwendet. Da sich die ZJ auf dem Gebiet der Medizin natürlich auch gut informieren und es auch etliche Ärzte und Forscher unter den ZJ gibt, ergab sich mit der Zeit die Frage was die Behandlung mit Blutbestandteilen noch mit einer Vollbluttransfusion zu tun hat.
Das sich die JZ langsam und leise aus dem Blutverbot ausschleichen und keiner Bescheid weiß, ist eine Falschdarstellung .
Mindestens einmal im Jahr werden alle in einem Vortrag über Fortschritte der Medizin und über die Behandlung mit Blut und Alternativbehandlungen und OP- Mthoden usw. genauesten informiert. Alles gibt es auch immer wieder schriftlich zum Nachlesen. Jeder wird immer über alles informiert. Wer anwesend ist , zuhört, liest, ist immer auf dem neuesten Stand. Außerdem kann jeder mit jeden Fragen zu den "Ältesten" oder anderen die sich besonders gut auskennen, kommen, da es ja doch ein komplizierteres Thema ist und nicht jedermann liegt. Außerdem arbeiten wir sehr intensiv mit den Ärzten der jeweiligen Umgebung zusammen.
Tatsache ist, dass eine Behandlung mit Vollblut nach wie vor völlig abgelehnt wird, auch die Behandlung mit den Hauptbestandteilen des Blutes, also Blutplasma, Erythrozyten, Leukozyten und Thrombozyten.
Alle diese Bestandteile können heute ja wiederum in weitere oft winzige Bestandteile zerlegt werden.
Albumin z.B ( was ja auch in natürlicher Form in Pflanzen, Nahrungsmitteln wie Milch und Eiern, sowie in der Muttermilch vorkommen) wird in Volumenersatzmittel zur Behandlung von Schocks und schweren Verbrennungen verwendet. Kleinstmengen werden in vielen anderen Präparaten als Hilfstoffe verwendet.
Immunglobuline, die ja zum Teil auch in Impfungen verwendet werden oder in Gegenmitteln bei Schlangenbissen. Gerinnungsfaktoren, die u.a zur Behandlung von Blutern eingesetzt werden oder Interferone z.B . All diese Fraktionen sind Gewissensenscheidungen. Jeder ZJ kann selber entscheiden ob er diese Behandlungen in Anspruch nehmen möchte oder nicht. Die meisten tun es . Einige möchten es nicht. Da wird kein Dogma draus gemacht. Es ist also nicht wie in irgendeiner Sekte, wo auch Kleinigkeiten vorgeschrieben werden.

Dann was Nobbi postete ( die Quelle würde mich mal Interessieren).
Wir sind eine anerkannte Religionsgemeinschaft und keine Sekte. Bei Noah wurde das Blutverbot das erstemal ausgesprochen, dann viele Male wiederholt. Auch im NT in der Apostelgeschichte wurde es wiederholt und ist damit auch für Christen bindet. Für alle die sich an die Bibel halten wollen , nicht nur für JZ. Hatte ich aber schon geschrieben.
Hemopure wird aus einer Fraktion nämlich aus gereinigtem Hämoglobin des Kuhblutes gewonnen. Ist somit also eine Gewissensentscheidung.
Es gibt übrigens sehr viele Alternativbehandlungsmethoden, die in der Regel viel effektiver, gesünder und vorallem nebenwirkungsfreier sind.
Damit sind wir bei Marleens Einwand, das angeblich so viele sterben, weil sie kein Blut bekommen.
Eines der gößten Unfallkranhäuser der USA ( muss es erst raussuchen). Dort sagte der Chef, dass sie alleine 1000de JZ jährlich versorgen. Er sagte es gibt keine höhere Sterblichkeit bei JZ im Vergleich zu andersgläubigen. Da es eben viel Alternativen gibt.
Tatsache ist, dass es immer sehr aufgebauscht wird, wenn ein JZ sirbt, angeblich weil er kein Blut genommen hat. Vor ein paar wenigen Jahren, starb eine junge Mutter kurz nach der Geburt, weil man eine Blutung nicht zum Stillstand bringen konnte. Tatsache ist, dass die Ärzte sagten, die Frau wäre auf jeden gestorben ob sie nun Blut bekommen hätte oder nicht. Genauso ein junger Familienvater der einen Motorradunfall hatte. Die Hauptschlagader war u.a. zerrissen. Auch hier hätte ihm eine Behandlung nicht das Leben gerettet, laut Aussagen von Ärzten.
Sehr stark aufgebauscht wurde auch der Tod eines Säugling vor einigen Jahren in Österrreich.
Das ging durch alle Medien und die JZ wurden wieder mal nach allen Regeln der Kunst zerrissen.
Es war so schlimm, dass extra ein Faltblatt herausgegeben wurde zur Richtigstellung.
Das Kind kam mit einer Rhesusunverträglichkeit zur Welt und wurde behandelt und reagierte gut auf die Behandlung. Nach 10 Tagen bekam das Baby einen Myokardinfarkt an dem es starb.
Die Eltern verweigerten keine Behandlung der Ärzte. Es wurde behandelt wie alle anderen Kinder auch, ohne Blut. Und so ist es in sehr vielen Fällen. ZJ arbeiten sehr kooperativ mit den Ärzten zusammen und akzeptieren auch alle Alternativbeandlungen. Sie tun alles für ihre Kinder und sich, um die bestmöglichen Behandlungen zu bekommen. Die bestmögliche Behandlung ist in der Regel nicht die mit Blut. Darauf werde ich aber noch eingehen.
Ist sicherlich passiert, dass sich einige ZJ Blut geben ließen und später bereuten. Mir persönlich ist kein solcher Fall bekannt.

Bis daher mal
Alles Liebe
Maggie
maggie
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Re: Fragen an eine Zeugin Jehovas

Beitrag von maggie »

entschuldigt, wollte schreiben Plasma wird NICHT verwendet. Immer diese Fehler - sorry. Hoffe es kommt nicht noch öfter so entstellend vor - ganz zerknirscht guck :( . Bitte melden, wenn ihr sowas lest :winken:
grüßle maggie
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