Fragen an eine Zeugin Jehovas
Re: Fragen an eine Zeugin Jehovas
Welchen Standpunkt nimmt das Christentum zu der Frage ein, ob menschliches Leben durch Blut gerettet werden darf?
Jesus war ein Mann, der seine Lauterkeit bewahrte, weshalb er in so hohem Ansehen steht. Er wußte, daß der Schöpfer verboten hatte, Blut in sich aufzunehmen, und daß dieses Gesetz bindend war. Folglich besteht guter Grund, zu glauben, daß Jesus das Gesetz bezüglich des Blutes selbst unter Druck beachten würde. Jesus „tat keine Sünde, und in seinem Munde fand sich kein Trug“ (1. Petrus 2:22, Pattloch-Bibel). Dadurch gab er seinen Nachfolgern ein Beispiel, auch ein Beispiel in bezug auf den Respekt vor dem Leben und dem Blut.
Man beachte, was geschah, als Jahre nach Jesu Tod die Frage aufkam, ob jemand, wenn er ein Christ wird, alle Gesetze Israels halten müsse. Bei einem Konzil der christlichen leitenden Körperschaft, zu der u. a. die Apostel gehörten, wurde die Sache besprochen. Jesu Halbbruder Jakobus bezog sich auf Schriften, in denen die an Noah und an die Nation Israel gerichteten Gebote bezüglich des Blutes aufgezeichnet waren. Würden sie für Christen bindend sein? (Apostelgeschichte 15:1-21).
Das Konzil sandte seine Entscheidung an alle Versammlungen: Christen brauchten das mosaische Gesetz nicht zu halten, aber es war notwendig, sich „von Dingen zu enthalten, die Götzen geopfert wurden, sowie von Blut und von Erwürgtem [nicht ausgeblutetes Fleisch] und von Hurerei“ (Apostelgeschichte 15:22-29). Die Apostel gaben nicht lediglich rituelle Anweisungen oder Ernährungsrichtlinien. Der Erlaß umriß grundlegende ethische Normen, die für die ersten Christen bindend waren. Etwa ein Jahrzehnt später anerkannten sie, daß sie sich immer noch „bewahren sollten vor dem, was Götzen geopfert worden ist, wie auch vor Blut und . . . vor Hurerei“ (Apostelgeschichte 21:25).
Bekanntlich gehen Millionen Menschen zur Kirche. Die meisten würden wahrscheinlich dem zustimmen, daß es zur christlichen Sittenlehre gehört, keine Götzen anzubeten und keine schwere Unsittlichkeit zu begehen. Es verdient indes auch unsere Beachtung, daß die Apostel das Blutverbot auf dasselbe hohe moralische Niveau stellten wie das Verbot, die erwähnten Missetaten zu begehen. Ihr Erlaß schloß mit den Worten: „Wenn ihr euch vor diesen Dingen sorgfältig bewahrt, wird es euch gutgehen. Bleibt gesund!“ (Apostelgeschichte 15:29).
Der apostolische Erlaß galt lange Zeit als bindend. Eusebius berichtet von einer jungen Frau, die, bevor sie gegen Ende des 2. Jahrhunderts unter Folter starb, feststellte, daß es Christen „nicht einmal gestattet [ist], das Blut unvernünftiger Tiere zu genießen“. Sie machte nicht von einem „Recht auf den Tod“ Gebrauch. Sie wollte leben, aber sie war nicht bereit, hinsichtlich ihrer Grundsätze Kompromisse zu machen. Achten wir nicht Personen, die Grundsätze über persönliche Vorteile stellen?
Der Wissenschaftler Joseph Priestley kam zu dem Schluß: „Das an Noah ergangene Verbot, Blut zu essen, scheint für seine ganze Nachkommenschaft bindend zu sein . . . Deuten wir dieses Verbot der Apostel mit Hilfe der Praxis der Urchristen, denen man kaum unterstellen kann, sie hätten dessen Wesen und Ausmaß nicht richtig verstanden, dann bleibt uns nur die Schlußfolgerung, daß es absolut und unablösbar sein sollte; denn jahrhundertelang aß kein einziger Christ Blut.“
Jesus war ein Mann, der seine Lauterkeit bewahrte, weshalb er in so hohem Ansehen steht. Er wußte, daß der Schöpfer verboten hatte, Blut in sich aufzunehmen, und daß dieses Gesetz bindend war. Folglich besteht guter Grund, zu glauben, daß Jesus das Gesetz bezüglich des Blutes selbst unter Druck beachten würde. Jesus „tat keine Sünde, und in seinem Munde fand sich kein Trug“ (1. Petrus 2:22, Pattloch-Bibel). Dadurch gab er seinen Nachfolgern ein Beispiel, auch ein Beispiel in bezug auf den Respekt vor dem Leben und dem Blut.
Man beachte, was geschah, als Jahre nach Jesu Tod die Frage aufkam, ob jemand, wenn er ein Christ wird, alle Gesetze Israels halten müsse. Bei einem Konzil der christlichen leitenden Körperschaft, zu der u. a. die Apostel gehörten, wurde die Sache besprochen. Jesu Halbbruder Jakobus bezog sich auf Schriften, in denen die an Noah und an die Nation Israel gerichteten Gebote bezüglich des Blutes aufgezeichnet waren. Würden sie für Christen bindend sein? (Apostelgeschichte 15:1-21).
Das Konzil sandte seine Entscheidung an alle Versammlungen: Christen brauchten das mosaische Gesetz nicht zu halten, aber es war notwendig, sich „von Dingen zu enthalten, die Götzen geopfert wurden, sowie von Blut und von Erwürgtem [nicht ausgeblutetes Fleisch] und von Hurerei“ (Apostelgeschichte 15:22-29). Die Apostel gaben nicht lediglich rituelle Anweisungen oder Ernährungsrichtlinien. Der Erlaß umriß grundlegende ethische Normen, die für die ersten Christen bindend waren. Etwa ein Jahrzehnt später anerkannten sie, daß sie sich immer noch „bewahren sollten vor dem, was Götzen geopfert worden ist, wie auch vor Blut und . . . vor Hurerei“ (Apostelgeschichte 21:25).
Bekanntlich gehen Millionen Menschen zur Kirche. Die meisten würden wahrscheinlich dem zustimmen, daß es zur christlichen Sittenlehre gehört, keine Götzen anzubeten und keine schwere Unsittlichkeit zu begehen. Es verdient indes auch unsere Beachtung, daß die Apostel das Blutverbot auf dasselbe hohe moralische Niveau stellten wie das Verbot, die erwähnten Missetaten zu begehen. Ihr Erlaß schloß mit den Worten: „Wenn ihr euch vor diesen Dingen sorgfältig bewahrt, wird es euch gutgehen. Bleibt gesund!“ (Apostelgeschichte 15:29).
Der apostolische Erlaß galt lange Zeit als bindend. Eusebius berichtet von einer jungen Frau, die, bevor sie gegen Ende des 2. Jahrhunderts unter Folter starb, feststellte, daß es Christen „nicht einmal gestattet [ist], das Blut unvernünftiger Tiere zu genießen“. Sie machte nicht von einem „Recht auf den Tod“ Gebrauch. Sie wollte leben, aber sie war nicht bereit, hinsichtlich ihrer Grundsätze Kompromisse zu machen. Achten wir nicht Personen, die Grundsätze über persönliche Vorteile stellen?
Der Wissenschaftler Joseph Priestley kam zu dem Schluß: „Das an Noah ergangene Verbot, Blut zu essen, scheint für seine ganze Nachkommenschaft bindend zu sein . . . Deuten wir dieses Verbot der Apostel mit Hilfe der Praxis der Urchristen, denen man kaum unterstellen kann, sie hätten dessen Wesen und Ausmaß nicht richtig verstanden, dann bleibt uns nur die Schlußfolgerung, daß es absolut und unablösbar sein sollte; denn jahrhundertelang aß kein einziger Christ Blut.“
Re: Fragen an eine Zeugin Jehovas
WIE STEHT ES MIT DER MEDIZINISCHEN VERWENDUNG VON BLUT?
Erstreckt sich das biblische Blutverbot auch auf medizinische Anwendungen, wie z. B. Bluttransfusionen, die zur Zeit Noahs, Mose und der Apostel natürlich nicht bekannt waren?
Die heutigen Behandlungsmethoden, bei denen Blut verwendet wird, gab es damals nicht, doch der medizinische Gebrauch von Blut ist nicht neu. Rund 2 000 Jahre sah man in Ägypten und anderswo „das Blut als beste Arznei gegen Lepra an“. Ein Arzt berichtete über die Therapie, der König Esar-Haddons Sohn unterzogen wurde, als die Nation Assyrien auf technologischem Gebiet führend war: „[Dem Prinzen] geht es viel besser; der König, mein Herr, kann glücklich sein. Beginnend vom 22. Tag, gebe ich [ihm] Blut zu trinken, und er wird [es] 3 Tage lang trinken. Drei weitere Tage werde ich [ihm] zur inneren Anwendung [Blut] geben.“ Esar-Haddon hatte Verbindung zu den Israeliten. Doch da die Israeliten Gottes Gesetz besaßen, hätten sie niemals Blut als Arznei getrunken.
Gebrauchte man Blut zur Zeit des Römischen Reiches zu medizinischen Zwecken? Der Naturforscher Plinius (ein Zeitgenosse der Apostel) und Aretaios, ein Arzt des 2. Jahrhunderts, schildern, daß Menschenblut zur Behandlung von Epilepsie benutzt wurde. Später schrieb Tertullian: „. . . und ebenso diejenigen, die beim Kampfspiel in der Arena das Blut der getöteten Verbrecher . . . mit gierigen Zügen einschlürfen, um damit die Fallsucht zu heilen.“ Er stellte sie den Christen gegenüber, die „nicht einmal Tierblut unter die zum Genuß erlaubten Speisen rechnen . . . Deshalb legt ihr ja, wenn ihr die Christen auf die Probe stellen wollt, ihnen auch Würste vor, die mit Tierblut gefüllt sind — offenbar in der festen Gewißheit, daß deren Genuß bei ihnen verboten ist.“ Somit nahmen es die ersten Christen eher in Kauf zu sterben, als Blut zu sich zu nehmen.
„In seiner alltäglicheren Form kam das Blut als Ingredienz in Medizin und Magie nie aus der Mode“, heißt es in dem Buch Fleisch und Blut — Eine Kulturgeschichte des Kannibalismus von Reay Tannahill. „1483 z. B. lag Ludwig XI. von Frankreich im Sterben. ‚Jeden Tag verschlechterte sich sein Zustand, und selbst die ungewöhnlichen Arzneien schlugen nicht an; er trank nämlich das Blut von gewissen Kindern und hoffte sehr, dadurch wieder gesund zu werden.‘ “
Was ist über Bluttransfusionen zu sagen? Zu Anfang des 16. Jahrhunderts begann man, damit zu experimentieren. Thomas Bartholin (1616—1680), Professor für Anatomie an der Universität von Kopenhagen, machte folgende Einwendung: „Diejenigen, die den Gebrauch von Menschenblut als inneres Heilmittel für Krankheiten einführen, scheinen es zu mißbrauchen und scheinen schwer zu sündigen. Kannibalen verurteilt man. Warum verabscheuen wir nicht diejenigen, die ihren Schlund mit Menschenblut besudeln? Ähnlich verhält es sich mit der Aufnahme von Fremdblut aus einer aufgeschnittenen Vene, sei es nun durch den Mund oder durch Transfusionsinstrumente. Die Urheber dieser Operation haben das göttliche Gesetz gegen sich, das das Essen von Blut verbietet.“
Folglich haben denkende Menschen vergangener Jahrhunderte erkannt, daß sich das biblische Gesetz nicht nur auf die Aufnahme von Blut durch den Mund bezieht, sondern auch auf die Blutaufnahme über die Venen. Bartholin kam zu dem Schluß: „Jede Methode der [Blut-]Aufnahme dient ein und demselben Zweck, nämlich der Ernährung oder Heilung eines kranken Körpers durch dieses Blut.“
Dieser Überblick trägt vielleicht dazu bei, den unveräußerlichen religiösen Standpunkt der Zeugen Jehovas zu verstehen. Für sie ist das Leben von großem Wert, und sie sind an einer guten ärztlichen Behandlung interessiert. Aber sie sind fest entschlossen, dem unveränderlichen Maßstab Gottes nicht zuwiderzuhandeln: Wer das Leben als Gabe des Schöpfers respektiert, versucht nicht, es durch die Aufnahme von Blut zu erhalten.
Dennoch wird seit Jahren behauptet, Blut rette Leben. Ärzte berichten von Fällen, in denen jemand nach einem akuten Blutverlust Blut übertragen wurde und er sich dann schnell erholte. Es erhebt sich also die Frage: „Wie vernünftig oder unvernünftig ist das aus medizinischer Sicht?“ Es werden medizinische Beweise angeführt, um eine Behandlung mit Blut zu rechtfertigen. Daher ist man es sich selbst schuldig, die Tatsachen zu ermitteln, um nach hinreichender Aufklärung eine Entscheidung bezüglich des Blutes zu treffen.
[Fußnoten]
Martin Luther wies auf die Bedeutung des apostolischen Erlasses hin: „Wollen wir nu eine Kirchen haben nach diesem Concilio, . . . so müssen wir nu lehren und treiben, daß kein Fürst, Herr, Bürger noch Baur, hinfurt Gänse, Rehe, Hirs [Hirsche], Schweinefleisch im Schwarzen [in schwarzer, d. i. Blutbrühe] esse . . . Und sonderlich müssen die Bürger und Baurn kein Rothwurst oder Blutwurst essen.“
„Gott und Menschen betrachten Dinge in ganz unterschiedlichem Lichte. Was uns wichtig erscheint, ist in den Augen der allumfassenden Weisheit recht oft von keinem Wert; und was uns geringfügig vorkommt, ist häufig von außergewöhnlicher Bedeutung für Gott. So war es von Anfang an“ (Alexander Pirie, 1787, „Eine Untersuchung bezüglich der Rechtmäßigkeit des Blutgenusses“).
Erstreckt sich das biblische Blutverbot auch auf medizinische Anwendungen, wie z. B. Bluttransfusionen, die zur Zeit Noahs, Mose und der Apostel natürlich nicht bekannt waren?
Die heutigen Behandlungsmethoden, bei denen Blut verwendet wird, gab es damals nicht, doch der medizinische Gebrauch von Blut ist nicht neu. Rund 2 000 Jahre sah man in Ägypten und anderswo „das Blut als beste Arznei gegen Lepra an“. Ein Arzt berichtete über die Therapie, der König Esar-Haddons Sohn unterzogen wurde, als die Nation Assyrien auf technologischem Gebiet führend war: „[Dem Prinzen] geht es viel besser; der König, mein Herr, kann glücklich sein. Beginnend vom 22. Tag, gebe ich [ihm] Blut zu trinken, und er wird [es] 3 Tage lang trinken. Drei weitere Tage werde ich [ihm] zur inneren Anwendung [Blut] geben.“ Esar-Haddon hatte Verbindung zu den Israeliten. Doch da die Israeliten Gottes Gesetz besaßen, hätten sie niemals Blut als Arznei getrunken.
Gebrauchte man Blut zur Zeit des Römischen Reiches zu medizinischen Zwecken? Der Naturforscher Plinius (ein Zeitgenosse der Apostel) und Aretaios, ein Arzt des 2. Jahrhunderts, schildern, daß Menschenblut zur Behandlung von Epilepsie benutzt wurde. Später schrieb Tertullian: „. . . und ebenso diejenigen, die beim Kampfspiel in der Arena das Blut der getöteten Verbrecher . . . mit gierigen Zügen einschlürfen, um damit die Fallsucht zu heilen.“ Er stellte sie den Christen gegenüber, die „nicht einmal Tierblut unter die zum Genuß erlaubten Speisen rechnen . . . Deshalb legt ihr ja, wenn ihr die Christen auf die Probe stellen wollt, ihnen auch Würste vor, die mit Tierblut gefüllt sind — offenbar in der festen Gewißheit, daß deren Genuß bei ihnen verboten ist.“ Somit nahmen es die ersten Christen eher in Kauf zu sterben, als Blut zu sich zu nehmen.
„In seiner alltäglicheren Form kam das Blut als Ingredienz in Medizin und Magie nie aus der Mode“, heißt es in dem Buch Fleisch und Blut — Eine Kulturgeschichte des Kannibalismus von Reay Tannahill. „1483 z. B. lag Ludwig XI. von Frankreich im Sterben. ‚Jeden Tag verschlechterte sich sein Zustand, und selbst die ungewöhnlichen Arzneien schlugen nicht an; er trank nämlich das Blut von gewissen Kindern und hoffte sehr, dadurch wieder gesund zu werden.‘ “
Was ist über Bluttransfusionen zu sagen? Zu Anfang des 16. Jahrhunderts begann man, damit zu experimentieren. Thomas Bartholin (1616—1680), Professor für Anatomie an der Universität von Kopenhagen, machte folgende Einwendung: „Diejenigen, die den Gebrauch von Menschenblut als inneres Heilmittel für Krankheiten einführen, scheinen es zu mißbrauchen und scheinen schwer zu sündigen. Kannibalen verurteilt man. Warum verabscheuen wir nicht diejenigen, die ihren Schlund mit Menschenblut besudeln? Ähnlich verhält es sich mit der Aufnahme von Fremdblut aus einer aufgeschnittenen Vene, sei es nun durch den Mund oder durch Transfusionsinstrumente. Die Urheber dieser Operation haben das göttliche Gesetz gegen sich, das das Essen von Blut verbietet.“
Folglich haben denkende Menschen vergangener Jahrhunderte erkannt, daß sich das biblische Gesetz nicht nur auf die Aufnahme von Blut durch den Mund bezieht, sondern auch auf die Blutaufnahme über die Venen. Bartholin kam zu dem Schluß: „Jede Methode der [Blut-]Aufnahme dient ein und demselben Zweck, nämlich der Ernährung oder Heilung eines kranken Körpers durch dieses Blut.“
Dieser Überblick trägt vielleicht dazu bei, den unveräußerlichen religiösen Standpunkt der Zeugen Jehovas zu verstehen. Für sie ist das Leben von großem Wert, und sie sind an einer guten ärztlichen Behandlung interessiert. Aber sie sind fest entschlossen, dem unveränderlichen Maßstab Gottes nicht zuwiderzuhandeln: Wer das Leben als Gabe des Schöpfers respektiert, versucht nicht, es durch die Aufnahme von Blut zu erhalten.
Dennoch wird seit Jahren behauptet, Blut rette Leben. Ärzte berichten von Fällen, in denen jemand nach einem akuten Blutverlust Blut übertragen wurde und er sich dann schnell erholte. Es erhebt sich also die Frage: „Wie vernünftig oder unvernünftig ist das aus medizinischer Sicht?“ Es werden medizinische Beweise angeführt, um eine Behandlung mit Blut zu rechtfertigen. Daher ist man es sich selbst schuldig, die Tatsachen zu ermitteln, um nach hinreichender Aufklärung eine Entscheidung bezüglich des Blutes zu treffen.
[Fußnoten]
Martin Luther wies auf die Bedeutung des apostolischen Erlasses hin: „Wollen wir nu eine Kirchen haben nach diesem Concilio, . . . so müssen wir nu lehren und treiben, daß kein Fürst, Herr, Bürger noch Baur, hinfurt Gänse, Rehe, Hirs [Hirsche], Schweinefleisch im Schwarzen [in schwarzer, d. i. Blutbrühe] esse . . . Und sonderlich müssen die Bürger und Baurn kein Rothwurst oder Blutwurst essen.“
„Gott und Menschen betrachten Dinge in ganz unterschiedlichem Lichte. Was uns wichtig erscheint, ist in den Augen der allumfassenden Weisheit recht oft von keinem Wert; und was uns geringfügig vorkommt, ist häufig von außergewöhnlicher Bedeutung für Gott. So war es von Anfang an“ (Alexander Pirie, 1787, „Eine Untersuchung bezüglich der Rechtmäßigkeit des Blutgenusses“).
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Re: Fragen an eine Zeugin Jehovas
Dieses Thema habe ich gestern tatsächlich übersehen.
Hallo maggie, im Web erscheinen viele Abhandlungen über euch Zeugen Jehovas.
Wie gehst du mit der Tatsache um, daß ZJ bis 1928 Weihnachten im Bethel feierten und heute dieses Fest als heidnisch dargestellt wird?
Gruß.
CC
Hallo maggie, im Web erscheinen viele Abhandlungen über euch Zeugen Jehovas.
Wie gehst du mit der Tatsache um, daß ZJ bis 1928 Weihnachten im Bethel feierten und heute dieses Fest als heidnisch dargestellt wird?
Gruß.
CC
Dass Menschen dir wohlgesinnt sind,ist mehr wert als Reichtum.
Re: Fragen an eine Zeugin Jehovas
Hallo CC,
Sagen wir mal so, ich ich finde es gut, dass die ZJ dazu stehen Fehler gemacht zu haben.
Ich habe den Artikel gerade gelesen, den du aus dem goldenen Zeitalter reingesetzt hast. Den kannte ich noch nicht. Ja, das zeigt wirklich sehr stark, dass sich die Denkweise mit den Jahren ziemlich geändert hat.
Aber eigentlich ist das kein Wunder. Die Bibel sagt, dass es Gott seinen Dienern erst nach und nach ermöglicht, seinen Vorsatz zu verstehen. Sprüche 4:18 vergleicht es mit dem Licht der Morgendämmerung.
Einen Gegenstand kann man im Dunkeln entweder gar nicht oder nur schemenhaft erkennen. Je heller es aber wird, um so mehr Einzelheiten kann man erkennen. Bis hin zur Farbe
Ich weiß jetzt nicht wie gläubig du bist und was für ein Verhältnis du zur Bibel hast. Wenn du Christ bist, glaubst du vermutlich auch, dass die Apostel damals auf dem richtigen Weg waren, weil sie mit Jesus gegangen sind und ihm treu nachfolgten. Und trotzdem sagte Jesus zu ihnen in Johannes 16:12" Ich habe euch noch vieles zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen." Sie glaubten z.B auch dass Jesus noch zu ihrer Zeit als König regieren würde, was ja nachweislich nicht der Fall war und Jesus so auch nie gesagt hatte. Aber sie hatten das Grundlegende verstanden, nur gewisse Einzelheiten noch nicht.
Bei den JZ ist es im Prinzip das Gleiche. Unsere grundlegenden Glaubensansichten haben sich nie geändert.Nur als Bsp. haben sie schon immer gelehrt, dass es keine Feuerhölle gibt, dass die Seele sterblich ist, dass Gott keine Dreieinigkeit ist, dass Jesus unsichtbar wiederkommt und dass Gottes Königreich die einzigste wahre Hoffnung für die Menschheit ist.
Aber gewisse Einzelheiten oder Verfahrensweisen wurden eben allmählich besser verstanden. Und dann waren JZ bereit umzudenken. Und das finde ich gut. Ich finde gut , dass nicht auf etwas beharrt wird, nur weil es schon immer so war, wenn sich eindeutig herausstellt, dass etwas unbiblisch ist.
leider wird das immer wieder kritisiert, aber ich finde dass sich da eigentlich eine sehr positive Eigenschaft zeigt, wenn man bereit ist eine Aussage zu verbessern und zuzugeben, dass man vorher noch nicht das richtige Verständnis hatte. Ich finde da gehört eine große Portion Demut dazu, seinen Stolz herunterzuschlucken und zuzugeben, dass man nicht perfekt ist und man dann gemäß besserer Erkenntnis handelt und lehrt.
Von daher habe ich keine Probleme mit deinem genannten Thema, sondern bin froh zu einer Religionsgemeinschaft zu gehören, die bereit ist umzudenken, wenn wirklich erforderlich.
Liebe Grüße
Maggie
Sagen wir mal so, ich ich finde es gut, dass die ZJ dazu stehen Fehler gemacht zu haben.
Ich habe den Artikel gerade gelesen, den du aus dem goldenen Zeitalter reingesetzt hast. Den kannte ich noch nicht. Ja, das zeigt wirklich sehr stark, dass sich die Denkweise mit den Jahren ziemlich geändert hat.
Aber eigentlich ist das kein Wunder. Die Bibel sagt, dass es Gott seinen Dienern erst nach und nach ermöglicht, seinen Vorsatz zu verstehen. Sprüche 4:18 vergleicht es mit dem Licht der Morgendämmerung.
Einen Gegenstand kann man im Dunkeln entweder gar nicht oder nur schemenhaft erkennen. Je heller es aber wird, um so mehr Einzelheiten kann man erkennen. Bis hin zur Farbe
Ich weiß jetzt nicht wie gläubig du bist und was für ein Verhältnis du zur Bibel hast. Wenn du Christ bist, glaubst du vermutlich auch, dass die Apostel damals auf dem richtigen Weg waren, weil sie mit Jesus gegangen sind und ihm treu nachfolgten. Und trotzdem sagte Jesus zu ihnen in Johannes 16:12" Ich habe euch noch vieles zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen." Sie glaubten z.B auch dass Jesus noch zu ihrer Zeit als König regieren würde, was ja nachweislich nicht der Fall war und Jesus so auch nie gesagt hatte. Aber sie hatten das Grundlegende verstanden, nur gewisse Einzelheiten noch nicht.
Bei den JZ ist es im Prinzip das Gleiche. Unsere grundlegenden Glaubensansichten haben sich nie geändert.Nur als Bsp. haben sie schon immer gelehrt, dass es keine Feuerhölle gibt, dass die Seele sterblich ist, dass Gott keine Dreieinigkeit ist, dass Jesus unsichtbar wiederkommt und dass Gottes Königreich die einzigste wahre Hoffnung für die Menschheit ist.
Aber gewisse Einzelheiten oder Verfahrensweisen wurden eben allmählich besser verstanden. Und dann waren JZ bereit umzudenken. Und das finde ich gut. Ich finde gut , dass nicht auf etwas beharrt wird, nur weil es schon immer so war, wenn sich eindeutig herausstellt, dass etwas unbiblisch ist.
leider wird das immer wieder kritisiert, aber ich finde dass sich da eigentlich eine sehr positive Eigenschaft zeigt, wenn man bereit ist eine Aussage zu verbessern und zuzugeben, dass man vorher noch nicht das richtige Verständnis hatte. Ich finde da gehört eine große Portion Demut dazu, seinen Stolz herunterzuschlucken und zuzugeben, dass man nicht perfekt ist und man dann gemäß besserer Erkenntnis handelt und lehrt.
Von daher habe ich keine Probleme mit deinem genannten Thema, sondern bin froh zu einer Religionsgemeinschaft zu gehören, die bereit ist umzudenken, wenn wirklich erforderlich.
Liebe Grüße
Maggie
Re: Fragen an eine Zeugin Jehovas
Bluttransfusionen — Wie sicher?
Bevor sich ein denkender Mensch einer ernsten medizinischen Behandlung unterzieht, informiert er sich darüber, welcher Nutzen und welche Risiken damit verbunden sind. Wie verhält es sich in dieser Hinsicht mit Bluttransfusionen? In der Medizin sind sie heute ein gängiges Mittel. Viele Ärzte, die an ihren Patienten echt interessiert sind, werden kaum zögern, Blut zu verabreichen. Blut wird sogar als Lebensspender bezeichnet.
Millionen Menschen haben entweder Blut gespendet oder haben Blut übertragen bekommen. In den Jahren 1986/87 gab es in Kanada 1,3 Millionen Spender bei einer Bevölkerung von 25 Millionen. „[Im] letzten Jahr, für das Angaben zur Verfügung stehen, wurden allein in den Vereinigten Staaten zwischen 12 Millionen und 14 Millionen Einheiten Blut für Transfusionen verwendet“ (The New York Times, 18. Februar 1990).
„Blut hatte schon immer etwas ‚Magisches‘ an sich“, bemerkt Dr. Louise J. Keating. „In den ersten 46 Jahren hielten sowohl die Ärzte als auch die Öffentlichkeit die Blutversorgung für ungefährlicher, als sie es wirklich war“ (Cleveland Clinic Journal of Medicine, Mai 1989). Wie war die Situation damals, und wie ist sie heute?
Noch vor 30 Jahren wurde Pathologen und Angestellten von Blutbanken gesagt: „Blut ist wie Dynamit! Es kann viel Gutes bewirken oder großen Schaden anrichten. Die transfusionsbedingte Mortalität entspricht der einer Äthernarkose oder einer Blinddarmoperation. Es soll annähernd ein Todesfall auf 1 000 bis 3 000 oder vielleicht 5 000 Transfusionen kommen. Für den Bereich London ist ein Todesfall je 13 000 Einheiten transfundiertes Blut gemeldet worden“ (New York State Journal of Medicine, 15. Januar 1960).
Sind die Gefahren mittlerweile beseitigt worden, so daß die Transfusionen jetzt unbedenklich sind? Man kommt nicht umhin zu sagen, daß jedes Jahr bei Hunderttausenden ungünstige Nebenwirkungen nach der Verabreichung von Blut auftreten; und viele sterben. Angesichts des zuvor Gesagten denkt man vielleicht an Krankheiten, die durch Blut übertragen werden. Bevor wir darauf eingehen, sollen einige weniger bekannte Risiken betrachtet werden.
Bevor sich ein denkender Mensch einer ernsten medizinischen Behandlung unterzieht, informiert er sich darüber, welcher Nutzen und welche Risiken damit verbunden sind. Wie verhält es sich in dieser Hinsicht mit Bluttransfusionen? In der Medizin sind sie heute ein gängiges Mittel. Viele Ärzte, die an ihren Patienten echt interessiert sind, werden kaum zögern, Blut zu verabreichen. Blut wird sogar als Lebensspender bezeichnet.
Millionen Menschen haben entweder Blut gespendet oder haben Blut übertragen bekommen. In den Jahren 1986/87 gab es in Kanada 1,3 Millionen Spender bei einer Bevölkerung von 25 Millionen. „[Im] letzten Jahr, für das Angaben zur Verfügung stehen, wurden allein in den Vereinigten Staaten zwischen 12 Millionen und 14 Millionen Einheiten Blut für Transfusionen verwendet“ (The New York Times, 18. Februar 1990).
„Blut hatte schon immer etwas ‚Magisches‘ an sich“, bemerkt Dr. Louise J. Keating. „In den ersten 46 Jahren hielten sowohl die Ärzte als auch die Öffentlichkeit die Blutversorgung für ungefährlicher, als sie es wirklich war“ (Cleveland Clinic Journal of Medicine, Mai 1989). Wie war die Situation damals, und wie ist sie heute?
Noch vor 30 Jahren wurde Pathologen und Angestellten von Blutbanken gesagt: „Blut ist wie Dynamit! Es kann viel Gutes bewirken oder großen Schaden anrichten. Die transfusionsbedingte Mortalität entspricht der einer Äthernarkose oder einer Blinddarmoperation. Es soll annähernd ein Todesfall auf 1 000 bis 3 000 oder vielleicht 5 000 Transfusionen kommen. Für den Bereich London ist ein Todesfall je 13 000 Einheiten transfundiertes Blut gemeldet worden“ (New York State Journal of Medicine, 15. Januar 1960).
Sind die Gefahren mittlerweile beseitigt worden, so daß die Transfusionen jetzt unbedenklich sind? Man kommt nicht umhin zu sagen, daß jedes Jahr bei Hunderttausenden ungünstige Nebenwirkungen nach der Verabreichung von Blut auftreten; und viele sterben. Angesichts des zuvor Gesagten denkt man vielleicht an Krankheiten, die durch Blut übertragen werden. Bevor wir darauf eingehen, sollen einige weniger bekannte Risiken betrachtet werden.
Re: Fragen an eine Zeugin Jehovas
BLUT UND DAS IMMUNSYSTEM
Zu Anfang des 20. Jahrhunderts haben Wissenschaftler das Verständnis über die bewundernswerte Komplexität des Blutes vertieft. Man fand heraus, daß es verschiedene Blutgruppen gibt. Bei Transfusionen ist es entscheidend festzustellen, ob sich das Blut des Spenders mit dem des Empfängers verträgt. Wenn jemand mit der Blutgruppe A Blut der Blutgruppe B erhält, kann eine folgenschwere hämolytische Reaktion auftreten. Dadurch können bei dem Betreffenden viele rote Blutkörperchen zerstört werden, und demzufolge kann schnell der Tod eintreten. Zwar wird routinemäßig die Blutgruppe bestimmt und die Kreuzprobe durchgeführt, aber Irrtümer kommen vor. Jedes Jahr sterben Menschen an hämolytischen Reaktionen.
Die Problematik der Unverträglichkeit geht weit über die verhältnismäßig wenigen Blutgruppen hinaus, die in den Krankenhäusern routinemäßig bestimmt werden. Wieso? Nun, in dem Artikel „Bluttransfusion: Gebrauch, Mißbrauch und Gefahren“ schreibt Dr. Douglas H. Posey jr.: „Vor fast 30 Jahren hat Sampson die Bluttransfusion als ein relativ gefährliches Verfahren beschrieben . . . [Seither] sind mindestens 400 weitere Rote-Blutkörperchen-Antigene erkannt und charakterisiert worden. Ohne Zweifel wird die Zahl weiter zunehmen, da die Membran der roten Zellen außerordentlich komplex ist“ (Journal of the National Medical Association, Juli 1989).
Die Auswirkung transfundierten Blutes auf das Abwehr- oder Immunsystem des Körpers wird derzeit erforscht. Was könnte dies für einen selbst oder für einen Verwandten bedeuten, wenn eine Operation erforderlich wird?
Bei der Transplantation eines Herzens, einer Leber oder eines anderen Organs ist es möglich, daß das Immunsystem des Empfängers das fremde Gewebe erkennt und abstößt. Eine Transfusion ist jedoch nichts anderes als eine Gewebstransplantation. Sogar Blut der „richtigen“ Blutgruppe kann das Immunsystem schwächen. Pathologen haben auf einer Konferenz herausgestellt, daß in Hunderten von medizinischen Veröffentlichungen „auf einen Zusammenhang zwischen Bluttransfusionen und Immunreaktionen aufmerksam gemacht wird“ (“Case Builds Against Transfusions”, Medical World News, 11. Dezember 1989).
Eine vorrangige Aufgabe des Immunsystems ist es, bösartige Zellen oder Krebszellen aufzuspüren und zu zerstören. Könnte eine unterdrückte Immunität zu Krebs und somit zum Tod führen? Man beachte zwei Berichte.
Die Zeitschrift Cancer (15. Februar 1987) berichtete über Ergebnisse einer Studie aus den Niederlanden: „Bei Patienten mit Darmkrebs war eindeutig eine ungünstige Auswirkung der Transfusion auf die Langzeit-Überlebensrate zu beobachten. In dieser Gruppe betrug die kumulative 5-Jahres-Überlebensrate 48 % für Transfusionsempfänger und 74 % für Nichttransfundierte.“ Ärzte der Universität von Südkalifornien beobachteten den Gesundheitszustand von hundert Patienten, die an Krebs operiert worden waren. „Die Rückfallquote für alle Krebserkrankungen am Kehlkopf betrug 14 % bei denjenigen, die kein Blut, und 65 % bei denjenigen, die Blut erhalten hatten. Bei Krebserkrankungen der Mundhöhle, der Rachenhöhle und Nase oder der Nebenhöhlen betrug die Rückfallquote 31 %, wenn keine Transfusionen, und 71 %, wenn Transfusionen verabreicht wurden“ (Annals of Otology, Rhinology & Laryngology, März 1989).
Was besagen solche Studien im Hinblick auf Transfusionen? In dem Artikel „Bluttransfusionen und Krebsoperationen“ kommt Dr. John S. Spratt zu dem Schluß: „Der Krebschirurg muß eventuell Spezialist für blutlose Chirurgie werden“ (The American Journal of Surgery, September 1986).
Eine weitere vorrangige Aufgabe des Immunsystems ist die Infektionsabwehr. Daher ist es verständlich, daß gemäß einigen Studien Patienten, die Blut erhalten haben, infektionsanfälliger sind als andere. Dr. P. I. Tartter führte eine Untersuchung über Dickdarmoperationen durch. Von den Transfusionsempfängern zogen sich 25 Prozent Infektionen zu, verglichen mit 4 Prozent bei denjenigen, die keine Transfusionen erhalten hatten. Er berichtet: „Es konnte ein Zusammenhang zwischen Bluttransfusionen und Infektionskomplikationen hergestellt werden bei Transfusionen vor, während oder nach der Operation. . . . Das postoperative Infektionsrisiko stieg mit der Zahl der verabreichten Bluteinheiten“ (The British Journal of Surgery, August 1988). Die Anwesenden bei dem 1989er Treffen der American Association of Blood Banks erfuhren folgendes: Während bei 23 Prozent derjenigen, denen beim Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenks Fremdblut übertragen wurde, Infektionen auftraten, hatten diejenigen, die kein Blut erhielten, überhaupt keine Infektionen.
Über die Auswirkungen von Bluttransfusionen schrieb Dr. John A. Collins: „Es wäre in der Tat eine Ironie, wenn sich in bezug auf eine ‚Behandlung‘, für die kaum Beweise vorliegen, daß sie irgend etwas bewirkt, anschließend herausstellte, daß sie eines der hauptsächlichen Probleme solcher Patienten verstärken würde“ (World Journal of Surgery, Februar 1987).
Zu Anfang des 20. Jahrhunderts haben Wissenschaftler das Verständnis über die bewundernswerte Komplexität des Blutes vertieft. Man fand heraus, daß es verschiedene Blutgruppen gibt. Bei Transfusionen ist es entscheidend festzustellen, ob sich das Blut des Spenders mit dem des Empfängers verträgt. Wenn jemand mit der Blutgruppe A Blut der Blutgruppe B erhält, kann eine folgenschwere hämolytische Reaktion auftreten. Dadurch können bei dem Betreffenden viele rote Blutkörperchen zerstört werden, und demzufolge kann schnell der Tod eintreten. Zwar wird routinemäßig die Blutgruppe bestimmt und die Kreuzprobe durchgeführt, aber Irrtümer kommen vor. Jedes Jahr sterben Menschen an hämolytischen Reaktionen.
Die Problematik der Unverträglichkeit geht weit über die verhältnismäßig wenigen Blutgruppen hinaus, die in den Krankenhäusern routinemäßig bestimmt werden. Wieso? Nun, in dem Artikel „Bluttransfusion: Gebrauch, Mißbrauch und Gefahren“ schreibt Dr. Douglas H. Posey jr.: „Vor fast 30 Jahren hat Sampson die Bluttransfusion als ein relativ gefährliches Verfahren beschrieben . . . [Seither] sind mindestens 400 weitere Rote-Blutkörperchen-Antigene erkannt und charakterisiert worden. Ohne Zweifel wird die Zahl weiter zunehmen, da die Membran der roten Zellen außerordentlich komplex ist“ (Journal of the National Medical Association, Juli 1989).
Die Auswirkung transfundierten Blutes auf das Abwehr- oder Immunsystem des Körpers wird derzeit erforscht. Was könnte dies für einen selbst oder für einen Verwandten bedeuten, wenn eine Operation erforderlich wird?
Bei der Transplantation eines Herzens, einer Leber oder eines anderen Organs ist es möglich, daß das Immunsystem des Empfängers das fremde Gewebe erkennt und abstößt. Eine Transfusion ist jedoch nichts anderes als eine Gewebstransplantation. Sogar Blut der „richtigen“ Blutgruppe kann das Immunsystem schwächen. Pathologen haben auf einer Konferenz herausgestellt, daß in Hunderten von medizinischen Veröffentlichungen „auf einen Zusammenhang zwischen Bluttransfusionen und Immunreaktionen aufmerksam gemacht wird“ (“Case Builds Against Transfusions”, Medical World News, 11. Dezember 1989).
Eine vorrangige Aufgabe des Immunsystems ist es, bösartige Zellen oder Krebszellen aufzuspüren und zu zerstören. Könnte eine unterdrückte Immunität zu Krebs und somit zum Tod führen? Man beachte zwei Berichte.
Die Zeitschrift Cancer (15. Februar 1987) berichtete über Ergebnisse einer Studie aus den Niederlanden: „Bei Patienten mit Darmkrebs war eindeutig eine ungünstige Auswirkung der Transfusion auf die Langzeit-Überlebensrate zu beobachten. In dieser Gruppe betrug die kumulative 5-Jahres-Überlebensrate 48 % für Transfusionsempfänger und 74 % für Nichttransfundierte.“ Ärzte der Universität von Südkalifornien beobachteten den Gesundheitszustand von hundert Patienten, die an Krebs operiert worden waren. „Die Rückfallquote für alle Krebserkrankungen am Kehlkopf betrug 14 % bei denjenigen, die kein Blut, und 65 % bei denjenigen, die Blut erhalten hatten. Bei Krebserkrankungen der Mundhöhle, der Rachenhöhle und Nase oder der Nebenhöhlen betrug die Rückfallquote 31 %, wenn keine Transfusionen, und 71 %, wenn Transfusionen verabreicht wurden“ (Annals of Otology, Rhinology & Laryngology, März 1989).
Was besagen solche Studien im Hinblick auf Transfusionen? In dem Artikel „Bluttransfusionen und Krebsoperationen“ kommt Dr. John S. Spratt zu dem Schluß: „Der Krebschirurg muß eventuell Spezialist für blutlose Chirurgie werden“ (The American Journal of Surgery, September 1986).
Eine weitere vorrangige Aufgabe des Immunsystems ist die Infektionsabwehr. Daher ist es verständlich, daß gemäß einigen Studien Patienten, die Blut erhalten haben, infektionsanfälliger sind als andere. Dr. P. I. Tartter führte eine Untersuchung über Dickdarmoperationen durch. Von den Transfusionsempfängern zogen sich 25 Prozent Infektionen zu, verglichen mit 4 Prozent bei denjenigen, die keine Transfusionen erhalten hatten. Er berichtet: „Es konnte ein Zusammenhang zwischen Bluttransfusionen und Infektionskomplikationen hergestellt werden bei Transfusionen vor, während oder nach der Operation. . . . Das postoperative Infektionsrisiko stieg mit der Zahl der verabreichten Bluteinheiten“ (The British Journal of Surgery, August 1988). Die Anwesenden bei dem 1989er Treffen der American Association of Blood Banks erfuhren folgendes: Während bei 23 Prozent derjenigen, denen beim Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenks Fremdblut übertragen wurde, Infektionen auftraten, hatten diejenigen, die kein Blut erhielten, überhaupt keine Infektionen.
Über die Auswirkungen von Bluttransfusionen schrieb Dr. John A. Collins: „Es wäre in der Tat eine Ironie, wenn sich in bezug auf eine ‚Behandlung‘, für die kaum Beweise vorliegen, daß sie irgend etwas bewirkt, anschließend herausstellte, daß sie eines der hauptsächlichen Probleme solcher Patienten verstärken würde“ (World Journal of Surgery, Februar 1987).
Re: Fragen an eine Zeugin Jehovas
Harmagedon.
Ich habe eine Frage dazu.
Maggi warum glaubt ihr das nur ZJ in Harmagedon gerettet werden?
Fridolin
Ich habe eine Frage dazu.
Maggi warum glaubt ihr das nur ZJ in Harmagedon gerettet werden?
Fridolin
Glück und Glas, wie leicht bricht das.
Re: Fragen an eine Zeugin Jehovas
Liebe Fridolin,
ich beantworte wahrscheinlich am Montag. Werde jetzt erst mal noch was zum Blut hier reinsetzen. Das geht schnell, weil ich es nur kopieren muss. Bis bald. Liebe Grüße Maggie
FREI VON KRANKHEITEN ODER GEFAHRENTRÄCHTIG?
Gewissenhaften Ärzten und vielen Patienten bereitet es Sorgen, daß man durch Bluttransfusionen krank werden kann. Um welche Krankheit handelt es sich dabei? Es gibt nicht nur eine Krankheit; es gibt sogar viele.
Nachdem die bekannteren Krankheiten besprochen worden sind, wendet man sich in der Publikation Techniques of Blood Transfusion (1982) „anderen transfusionsbedingten Infektionskrankheiten zu“, wie Syphilis, Zytomegalie und Malaria. Dann heißt es: „Auch werden unter den Krankheiten, die durch Bluttransfusionen übertragen werden, verschiedene andere genannt, wie Herpesinfektionen, infektiöse Mononukleose (Epstein-Barr-Virus), Toxoplasmose, Trypanosomiasis [Afrikanische Schlafkrankheit und Chagas-Krankheit], Leishmaniose, Brucellose [undulierendes Fieber], Typhus, Filariose, Masern, Salmonellose und Colorado-Zeckenfieber.“
In der Tat wird die Liste solcher Krankheiten immer länger. Vielleicht sind einem Schlagzeilen aufgefallen wie „Lyme-Borreliose durch Transfusion? Unwahrscheinlich, aber Experten sind vorsichtig“. Wie unbedenklich ist das Blut eines Spenders, in dem Lyme-Borreliose nachzuweisen ist? Die Angehörigen eines Gesundheitsausschusses wurden gefragt, ob sie solches Blut akzeptieren würden. „Alle verneinten dies, obwohl keiner empfahl, Blut von solchen Spendern aus dem Verkehr zu ziehen.“ Wie sollte die Öffentlichkeit über Blutkonserven denken, die Fachleute ihrerseits nicht annehmen würden? (The New York Times, 18. Juli 1989).
Ein weiterer Grund zur Sorge ist, daß Blut, das in einem Land gesammelt wird, in dem eine bestimmte Krankheit verbreitet ist, weit entfernt davon verwendet wird, wo weder die Öffentlichkeit noch die Ärzte mit dieser Gefahr rechnen. Da heute immer mehr Menschen in ferne Länder reisen, darunter Flüchtlinge und Auswanderer, steigt das Risiko, daß ein Blutprodukt eine fremdartige Krankheit in sich birgt.
Überdies machte ein Facharzt für Infektionskrankheiten auf folgendes aufmerksam: „Die Blutvorräte müssen vielleicht untersucht werden, um die Übertragung verschiedener Krankheiten zu verhindern, die bisher nicht als ansteckend galten, wie Leukämie, Lymphom und die Alzheimersche Krankheit“ (Transfusion Medicine Reviews, Januar 1989).
Diese Risiken sind zwar beängstigend, aber andere sind noch viel beängstigender.
ich beantworte wahrscheinlich am Montag. Werde jetzt erst mal noch was zum Blut hier reinsetzen. Das geht schnell, weil ich es nur kopieren muss. Bis bald. Liebe Grüße Maggie
FREI VON KRANKHEITEN ODER GEFAHRENTRÄCHTIG?
Gewissenhaften Ärzten und vielen Patienten bereitet es Sorgen, daß man durch Bluttransfusionen krank werden kann. Um welche Krankheit handelt es sich dabei? Es gibt nicht nur eine Krankheit; es gibt sogar viele.
Nachdem die bekannteren Krankheiten besprochen worden sind, wendet man sich in der Publikation Techniques of Blood Transfusion (1982) „anderen transfusionsbedingten Infektionskrankheiten zu“, wie Syphilis, Zytomegalie und Malaria. Dann heißt es: „Auch werden unter den Krankheiten, die durch Bluttransfusionen übertragen werden, verschiedene andere genannt, wie Herpesinfektionen, infektiöse Mononukleose (Epstein-Barr-Virus), Toxoplasmose, Trypanosomiasis [Afrikanische Schlafkrankheit und Chagas-Krankheit], Leishmaniose, Brucellose [undulierendes Fieber], Typhus, Filariose, Masern, Salmonellose und Colorado-Zeckenfieber.“
In der Tat wird die Liste solcher Krankheiten immer länger. Vielleicht sind einem Schlagzeilen aufgefallen wie „Lyme-Borreliose durch Transfusion? Unwahrscheinlich, aber Experten sind vorsichtig“. Wie unbedenklich ist das Blut eines Spenders, in dem Lyme-Borreliose nachzuweisen ist? Die Angehörigen eines Gesundheitsausschusses wurden gefragt, ob sie solches Blut akzeptieren würden. „Alle verneinten dies, obwohl keiner empfahl, Blut von solchen Spendern aus dem Verkehr zu ziehen.“ Wie sollte die Öffentlichkeit über Blutkonserven denken, die Fachleute ihrerseits nicht annehmen würden? (The New York Times, 18. Juli 1989).
Ein weiterer Grund zur Sorge ist, daß Blut, das in einem Land gesammelt wird, in dem eine bestimmte Krankheit verbreitet ist, weit entfernt davon verwendet wird, wo weder die Öffentlichkeit noch die Ärzte mit dieser Gefahr rechnen. Da heute immer mehr Menschen in ferne Länder reisen, darunter Flüchtlinge und Auswanderer, steigt das Risiko, daß ein Blutprodukt eine fremdartige Krankheit in sich birgt.
Überdies machte ein Facharzt für Infektionskrankheiten auf folgendes aufmerksam: „Die Blutvorräte müssen vielleicht untersucht werden, um die Übertragung verschiedener Krankheiten zu verhindern, die bisher nicht als ansteckend galten, wie Leukämie, Lymphom und die Alzheimersche Krankheit“ (Transfusion Medicine Reviews, Januar 1989).
Diese Risiken sind zwar beängstigend, aber andere sind noch viel beängstigender.
Re: Fragen an eine Zeugin Jehovas
Hallo,
auch hier möchte ich die Frage stellen, ob Interesse daran besteht, dass ich weiter in Bezug auf das Thema Bluttransfusionen auch aus medizinischer Sicht, Texte hier reinsetze. Das Thema ist ja sehr komplex und gerade aus medizinischer Sicht eigentlich auch für jeden wichtig und sollte es daher auch interessant sein.
Mache es auch hier gerne aber eben nur wenn gewünscht.
Vielleicht könnt ihr euch kurz melden wenn ich weiter machen soll.
Lieben Gruß
Maggie
auch hier möchte ich die Frage stellen, ob Interesse daran besteht, dass ich weiter in Bezug auf das Thema Bluttransfusionen auch aus medizinischer Sicht, Texte hier reinsetze. Das Thema ist ja sehr komplex und gerade aus medizinischer Sicht eigentlich auch für jeden wichtig und sollte es daher auch interessant sein.
Mache es auch hier gerne aber eben nur wenn gewünscht.
Vielleicht könnt ihr euch kurz melden wenn ich weiter machen soll.
Lieben Gruß
Maggie
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wulfila
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Re: Fragen an eine Zeugin Jehovas
Man lernt immer was dazu - muss deine Meinung ja nicht teilen.
Blut ist ein ganz besonderer Saft - und es gibt (entschuldige wenn ich das einer von JZ sage) in vielen okkult-magischen Zirkeln einen Aufgabenkreis, der sich mit der magisch-mystischen Verwandlung des Blutes beschäftigt. Durch den Nazionalszialismus und vor allem dem okkulten Rassismus sind diese Wege zwar offiziell etwas verschrieen - aber sie machen immer noch Sinn.
JZ lehnen zwar Okkultismus ab - aber du bist ja hier einem Forum, wo solche Meinungen auch vertreten werden,
Blut ist ein ganz besonderer Saft - und es gibt (entschuldige wenn ich das einer von JZ sage) in vielen okkult-magischen Zirkeln einen Aufgabenkreis, der sich mit der magisch-mystischen Verwandlung des Blutes beschäftigt. Durch den Nazionalszialismus und vor allem dem okkulten Rassismus sind diese Wege zwar offiziell etwas verschrieen - aber sie machen immer noch Sinn.
JZ lehnen zwar Okkultismus ab - aber du bist ja hier einem Forum, wo solche Meinungen auch vertreten werden,
