Fragen an eine Zeugin Jehovas

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maggie
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Re: Fragen an eine Zeugin Jehovas

Beitrag von maggie »

wulfila hat geschrieben:Man lernt immer was dazu - muss deine Meinung ja nicht teilen.

Blut ist ein ganz besonderer Saft - und es gibt (entschuldige wenn ich das einer von JZ sage) in vielen okkult-magischen Zirkeln einen Aufgabenkreis, der sich mit der magisch-mystischen Verwandlung des Blutes beschäftigt. Durch den Nazionalszialismus und vor allem dem okkulten Rassismus sind diese Wege zwar offiziell etwas verschrieen - aber sie machen immer noch Sinn.

JZ lehnen zwar Okkultismus ab - aber du bist ja hier einem Forum, wo solche Meinungen auch vertreten werden,
ok, dann mache ich auch hier gerne weiter.

Stimmt, gemäß der Bibel lehnen wir Okkultismus ab. Aber dennoch würde mich interessieren, was ich mir unter der magisch-mystischen Verwandlung des Blutes vorstellen muss.
Brauchst dich auch nicht entschuldigen sowas vor einer ZJ zu sagen :) . Warum auch :? :winken:

LG
Maggie
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Re: Fragen an eine Zeugin Jehovas

Beitrag von maggie »

DIE AIDS-PANDEMIE
„Aids hat die Einstellung der Ärzte und Patienten gegenüber Blut für immer verändert. ‚Und das ist gar nicht so schlecht‘, sagten die Ärzte anläßlich einer Konferenz zum Thema Bluttransfusion, die von den National Institutes of Health durchgeführt wurde“ (Washington Post, 5. Juli 1988).
Die Aids-Pandemie (erworbene Immunschwäche) hat den Menschen mit aller Macht die Gefahr bewußtgemacht, daß man sich durch Blut Infektionskrankheiten zuziehen kann. Millionen sind heute infiziert. Aids gerät zusehends außer Kontrolle. Und es verläuft praktisch zu 100 Prozent tödlich.
Aids wird verursacht durch das humane Immunschwächevirus (HIV), das durch Blut übertragen werden kann. Die moderne Aidsseuche trat 1981 zutage. Schon im darauffolgenden Jahr wußten die Gesundheitsexperten, daß das Virus wahrscheinlich über Blutprodukte weitergegeben wird. Heute gibt man zu, daß Blutbanken und pharmazeutische Unternehmen saumselig reagiert haben, sogar noch nachdem Tests zur Verfügung gestanden haben, mit denen HIV-Antikörper im Blut nachzuweisen waren. Die Überprüfung von Spenderblut setzte schließlich 1985 ein, aber selbst dann wurden keine Blutprodukte erfaßt, die bereits im Handel waren.
Danach wurde der Öffentlichkeit versichert: „Das Blut ist jetzt sicher.“ Später wurde jedoch enthüllt, daß es bei Aids eine „Scheingesundheitsperiode“ gibt. Nach der Infektion können Monate vergehen, bis sich nachweisbare Antikörper bilden. Jemand könnte, ohne zu wissen, daß er Virusträger ist, Blut spenden, auf das der Test nicht anspricht. Das ist bereits geschehen. Personen, denen solches Blut übertragen worden ist, sind an Aids erkrankt.
Das Bild wurde immer düsterer. Die Zeitschrift The New England Journal of Medicine (1. Juni 1989) berichtete über „schlummernde HIV-Infektionen“. Es wurde nachgewiesen, daß jemand jahrelang Aidsvirusträger sein kann, ohne daß das Virus durch die gegenwärtigen indirekten Nachweisverfahren aufzuspüren ist. Manche würden solch seltene Fälle gern herunterspielen, doch sie belegen, „daß das Risiko einer Aidsübertragung durch Blut oder Blutbestandteile nicht völlig zu beseitigen ist“ (Patient Care, 30. November 1989). Die bestürzende Schlußfolgerung: Ein negatives Testergebnis darf nicht als Gesundheitsattest gedeutet werden. Wie viele werden sich noch durch Blut mit Aids infizieren?
wulfila
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Re: Fragen an eine Zeugin Jehovas

Beitrag von wulfila »

maggie hat geschrieben: Aber dennoch würde mich interessieren, was ich mir unter der magisch-mystischen Verwandlung des Blutes vorstellen muss.
Die erste Stufe hast du im "Wunder zu Kanaa" - wo das Wasser in Wein verwandelt wird. Wein reift im Schatten der Blätter (der Erde), so wie die Seele ihre Erdaktivitäten braucht um zu reifen.
Der Wein wird im der Kommunion - die Messe ist schon ein magiches Ritual - zum Blut Christi.
Wenn die Messe als Ritual gesehen wird, dann spielen Worte, Töne Klänge eine Rolle dabei. Also Mantren, Tonfolgen, Rythmen usw. Und so kannst du dir auch die okkult-magische Arbeit am eigenen Blut vorstellen.

Näheres aber nur über pn

lg
maggie
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Re: Fragen an eine Zeugin Jehovas

Beitrag von maggie »

„DIE NÄCHSTE KATASTROPHE? ODER DROHEN VIELE KATASTROPHEN?“
Menschen in Erdbebengebieten wissen, welches Gefühl es ist, einer Katastrophe entronnen zu sein, doch damit rechnen zu müssen, daß irgendwann die nächste hereinbrechen könnte. In dem Dilemma um das Blut weiß niemand, wie viele „Beben“ sich noch ereignen werden.
Das Aidsvirus wurde HIV genannt, aber einige Experten bezeichnen es jetzt als HIV-1. Warum? Weil sie auf einen anderen Aidsvirustyp gestoßen sind: HIV-2. Es kann ebenfalls Aidssymptome hervorrufen und ist in manchen Gebieten weit verbreitet. Überdies wird es „nicht immer durch die Tests, die bei uns in Gebrauch sind, entdeckt“, meldet die New York Times (27. Juni 1989). „Die neuen Entdeckungen . . . erschweren es den Blutbanken, sicher zu sein, daß eine Spende unbedenklich ist.“
Wie verhält es sich mit entfernten Verwandten des Aidsvirus? Ein US-Präsidialausschuß sagte, daß ein solches Virus „für die Ursache von T-Zell-Leukämie/Lymphom und einer schweren Nervenkrankheit gehalten wird“. Dieses Virus befindet sich bereits unter den Blutspendern und kann durch Blut verbreitet werden. Man fragt sich nur zu Recht: Wie wirkungsvoll sind die Untersuchungen der Blutbanken, was diese anderen Viren betrifft?
In Wirklichkeit bleibt es abzuwarten, wie viele durch Blut übertragbare Viren in den Blutkonserven lauern. „Die unbekannten können mehr Sorge bereiten als die bekannten“, schreibt Dr. Harold T. Meryman. „Übertragbare Viren mit Inkubationszeiten von vielen Jahren werden schwerlich mit Transfusionen in Zusammenhang gebracht werden können, und noch schwieriger wird es sein, sie nachzuweisen. Die HTLV-Gruppe ist bestimmt nur die erste, die ans Tageslicht gekommen ist“ (Transfusion Medicine Reviews, Juli 1989). „Eine Anzahl neu unterbreiteter oder beschriebener Transfusionsrisiken hat in den 80er Jahren die Aufmerksamkeit erregt . . .; die Aidsepidemie allein wäre schon schlimm genug. Man braucht nicht viel Phantasie zu haben, um vorhersagen zu können, daß andere ernst zu nehmende Viruskrankheiten existieren und durch homologe Transfusionen übertragen werden“ (Limiting Homologous Exposure: Alternative Strategies, 1989).
Bislang haben sich so viele „Erdbeben“ ereignet, daß die Centers for Disease Control empfehlen, „generell vorsichtig zu sein“. Das bedeutet, Angestellte im medizinischen Bereich sollten damit rechnen, daß jeder Patient mit HIV und mit anderen im Blut befindlichen Krankheitserregern infiziert sein kann. Aus gutem Grund überdenken Angehörige des Gesundheitswesens und die Allgemeinheit ihre Ansicht über das Blut.

[Fußnote]
Man kann nicht davon ausgehen, daß alles Blut getestet wird. Zum Beispiel unterstanden Anfang 1989 ungefähr 80 Prozent der brasilianischen Blutbanken weder der staatlichen Kontrolle, noch wurde auf Aids getestet.

„Annähernd 1 von 100 Transfusionen geht mit Fieber, Schüttelfrost oder Urtikaria [Nesselausschlag] einher. . . . Annähernd 1 von 6 000 Erythrozytentransfusionen führt zu einer hämolytischen Transfusionsreaktion. Dabei handelt es sich um eine ernste Immunreaktion, die akut eintreten kann oder einige Tage nach der Transfusion; sie kann zu akutem Nierenversagen, zum Schock, zu intravaskulärer Koagulation und sogar zum Tod führen“ (Konferenz der National Institutes of Health [NIH], 1988).

Der dänische Wissenschaftler Niels Jerne war einer der Nobelpreisträger für Medizin des Jahres 1984. Auf die Frage, warum er eine Bluttransfusion abgelehnt habe, sagte er: „Das Blut eines Menschen ist mit seinen Fingerabdrücken zu vergleichen — es gibt kein Blut, das einem anderen genau gleicht.“

BLUT, LEBERSCHÄDEN UND . . .
„Ironischerweise ist durch Blut übertragenes Aids nie so gefährlich gewesen wie andere Krankheiten — zum Beispiel Hepatitis“, schrieb die Washington Post.
Ja, überaus viele sind an Hepatitis, für die es keine bestimmte Therapie gibt, schwer erkrankt und gestorben. Gemäß dem U.S.News & World Report (1. Mai 1989) ziehen sich in den USA etwa 5 Prozent derjenigen, die Blut erhalten, Hepatitis zu — 175 000 Menschen im Jahr. Ungefähr die Hälfte bleibt chronisch infiziert, und mindestens jeder 5. erkrankt an Leberzirrhose oder an Leberkrebs. Schätzungsweise 4 000 von ihnen sterben daran. Wenn ein Jumbo-Jet abstürzt und alle Passagiere ums Leben kommen, macht das große Schlagzeilen. Aber 4 000 Tote sind so viele, wie umkämen, wenn jeden Monat ein vollbesetzter Jumbo abstürzte.
Ärzten war schon lange bekannt, daß eine weniger gefährliche Hepatitis (Typ A) durch verunreinigte Nahrung und unsauberes Wasser verbreitet wird. Danach erkannten sie, daß eine schwerere Form durch Blut übertragen wird, und es gab keine Möglichkeit, das Blut daraufhin zu untersuchen. Schließlich fanden hervorragende Wissenschaftler heraus, wie die „Fingerabdrücke“ dieses Virus (Typ B) nachzuweisen sind. Anfang der 70er Jahre wurde das Blut in einigen Ländern daraufhin untersucht. Die Blutkonserven schienen nun unbedenklich zu sein und die Zukunft für das Blut ungetrübt. War es wirklich so?
Es dauerte nicht lange, bis man feststellte, daß Tausende, denen untersuchtes Blut gegeben wurde, immer noch an Hepatitis erkrankten. Viele stellten fest, daß ihre Leber nach schwächender Krankheit stark geschädigt war. Wie konnte dies geschehen, da doch das Blut untersucht worden war? Das Blut enthielt einen weiteren Erreger, den Erreger der Non-A-non-B-Hepatitis (NANB). Ein Jahrzehnt lang waren Transfusionen damit behaftet — 8 bis 17 Prozent der Transfusionsempfänger in Israel, Italien, Japan, Schweden, Spanien und in den USA wurden damit infiziert.
Dann verkündeten die Schlagzeilen: „Geheimnisvolles Hepatitis-Non-A-non-B-Virus endlich isoliert“; „Mysteriöser Erreger im Blut gefaßt“. Wiederum hieß es: „Der nicht faßbare Erreger ist jetzt gefunden“. Im April 1989 wurde die Öffentlichkeit darüber unterrichtet, daß ein Test für NANB, jetzt Hepatitis C genannt, zur Verfügung stehe.
Die Frage erhebt sich, ob diese Entwarnung verfrüht ist. Tatsächlich haben italienische Forscher über ein anderes Hepatitisvirus berichtet, einen Mutanten, der für ein Drittel der Fälle verantwortlich sein könnte. „Einige Autoritäten befürchten“, hieß es im Health Letter der Medizinischen Fakultät der Harvarduniversität (November 1989), „daß A, B, C und D nicht die letzten Buchstaben im Alphabet der Hepatitisviren sind; es können noch andere zutage treten.“ In der New York Times (13. Februar 1990) war zu lesen: „Experten haben den starken Verdacht, daß weitere Viren Hepatitis auslösen können; wenn sie entdeckt werden, werden sie als E-Virus und so weiter bezeichnet werden.“
Steht den Blutbanken eine weitere lange Suche nach Tests bevor, um das Blut sicher zu machen? Mit Bezug auf das Kostenproblem machte ein Leiter des Amerikanischen Roten Kreuzes folgende beunruhigende Äußerung: „Wir können einfach nicht einen Test nach dem anderen für jeden Infektionserreger, der übertragen werden könnte, hinzufügen“ (Medical World News, 8. Mai 1989).
Selbst der Hepatitis-B-Test kann versagen; viele ziehen sich die Krankheit immer noch durch Blut zu. Werden überdies die Menschen mit dem angekündigten Hepatitis-C-Test zufrieden sein? The Journal of the American Medical Association (5. Januar 1990) zeigte, daß Antikörper gegen diese Krankheit eventuell erst nach einem Jahr durch den Test nachweisbar sind. In der Zwischenzeit ziehen sich Personen, denen Blut transfundiert wird, vielleicht Leberschäden zu und sterben.

Die Chagas-Krankheit ist ein anschauliches Beispiel dafür, wie Krankheiten zu weit entfernt lebenden Menschen gelangen. Die Zeitung „The Medical Post“ (16. Januar 1990) berichtet, daß 10 bis 12 Millionen Menschen in Lateinamerika chronisch infiziert sind. Die Krankheit wird als „eine der bedeutendsten Transfusionsgefahren in Südamerika“ bezeichnet. Eine Raubwanze beißt einem schlafenden Opfer ins Gesicht, saugt Blut auf, und infektiöser Kot gelangt in die Wunde. Das Opfer kann jahrelang Träger der Chagas-Krankheit sein (und in der Zwischenzeit Blut gespendet haben), bevor sich tödliche Herzerkrankungen einstellen.
Warum sollte man auf entfernten Kontinenten darüber besorgt sein? In der „New York Times“ (23. Mai 1989) berichtete Dr. L. K. Altman über Patienten mit transfusionsbedingter Chagas-Krankheit, an der einer gestorben war. Dr. Altman fügte hinzu: „Weitere Fälle sind vielleicht unbemerkt geblieben, weil . . . [die Ärzte hier] mit der Chagas-Krankheit nicht vertraut sind und sich auch nicht bewußt sind, daß sie durch Transfusionen übertragen werden kann.“ Ja, Blut kann ein Transportmittel sein, mit dem Krankheiten große Entfernungen zurücklegen.

Dr. Knud Lund-Olesen schrieb: „Da . . . bestimmte Angehörige von Risikogruppen freiwillig Blut spenden, weil sie dann automatisch auf Aids untersucht werden, meine ich, ist es begründet, in bezug auf die Einwilligung in eine Bluttransfusion Zurückhaltung zu üben. Jehovas Zeugen verweigern dies seit Jahren. Haben sie in die Zukunft gesehen?“ („Ugeskrift for Læger“ [Ärztliche Wochenschrift], 26. September 1988).

Der Papst überlebte die auf ihn abgefeuerten Schüsse. Nachdem er das Krankenhaus verlassen hatte, wurde er erneut für zwei Monate aufgenommen „und litt sehr schwer“. Der Grund: eine möglicherweise tödlich verlaufende Zytomegalieinfektion durch das Blut, das ihm übertragen worden war.
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Re: Fragen an eine Zeugin Jehovas

Beitrag von DocNobbi »

Liebe Maggie, Dein obriger Bericht ist zweifellos korrekt.

Es ist richtig, dass mit Bluttransfusionen der Aidsvirus weitergegeben werden kann....

Auch sind bei der modernen Medizin die Blutkonserven gar nicht mehr so notwendig wie früher.

Aber neben diesen Punkten bleibt für mich die Frage offen:
ist dies der Grund, warum generell Blutübertragungen nach der Schrift verboten sein sollen ? :?
Prüfe, was du hörst oder liest, mit Herz und Verstand -
und behalte das Gute !
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Re: Fragen an eine Zeugin Jehovas

Beitrag von norbert51de »

wulfila hat geschrieben:
maggie hat geschrieben: Aber dennoch würde mich interessieren, was ich mir unter der magisch-mystischen Verwandlung des Blutes vorstellen muss.
Die erste Stufe hast du im "Wunder zu Kanaa" - wo das Wasser in Wein verwandelt wird. Wein reift im Schatten der Blätter (der Erde), so wie die Seele ihre Erdaktivitäten braucht um zu reifen.
Der Wein wird im der Kommunion - die Messe ist schon ein magiches Ritual - zum Blut Christi.
Wenn die Messe als Ritual gesehen wird, dann spielen Worte, Töne Klänge eine Rolle dabei. Also Mantren, Tonfolgen, Rythmen usw. Und so kannst du dir auch die okkult-magische Arbeit am eigenen Blut vorstellen.

Näheres aber nur über pn

lg
Liebe Wulfila,

was du über die magische Verwandlung des Weines in das Blut Christi während einer Messe schreibst, ist für mich durchaus stimmig.

Doch was möchtest Du denn mit magischen Praktiken an deinem eigenen Blut verändern?

Heisst es nicht, dass der Mensch das Blut Christi trinken müsse, um sein Leben in sich zu haben? Dazu ist aber nicht mehr als das heilige Abendmahl in einer Messe notwendig - abgesehen vom innigen Gebet zu Christus, damit sein Blut in uns wirksam werden kann.

Vielleicht kannst Du das etwas genauer erläutern?

Liebe Grüße,
Norbert (nicht der Nobbi)
Gott segne Euch alle!
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Re: Fragen an eine Zeugin Jehovas

Beitrag von wulfila »

Gern - aber nur über pn. Das sind einfach Themen die persönlich werden und sowas gehört in einen geschützten Raum.

lg
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Re: Fragen an eine Zeugin Jehovas

Beitrag von norbert51de »

wulfila hat geschrieben:Gern - aber nur über pn. Das sind einfach Themen die persönlich werden und sowas gehört in einen geschützten Raum.

lg
Prima, dann warte ich auf deine PN.

Liebe Grüße,
Norbert
Gott segne Euch alle!
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Re: Fragen an eine Zeugin Jehovas

Beitrag von wulfila »

Du willst was von mir.
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Re: Fragen an eine Zeugin Jehovas

Beitrag von maggie »

DocNobbi hat geschrieben:Liebe Maggie, Dein obriger Bericht ist zweifellos korrekt.

Es ist richtig, dass mit Bluttransfusionen der Aidsvirus weitergegeben werden kann....

Auch sind bei der modernen Medizin die Blutkonserven gar nicht mehr so notwendig wie früher.

Aber neben diesen Punkten bleibt für mich die Frage offen:
ist dies der Grund, warum generell Blutübertragungen nach der Schrift verboten sein sollen ? :?
Lieber Nobbi,

vielleicht magst du weiter vorne nochmal nachlesen, da habe ich das eigentlich anhand der Bibel gezeigt.

Wenn nicht zufriedenstellend, bitte nochmal nachfragen :)


Ausgezeichnete Alternativen zur Transfusion
Vielleicht kommt der Gedanke auf: „Transfusionen sind zwar gefährlich. Aber gibt es denn irgendwelche ausgezeichneten Alternativen?“ Eine gute Frage. Und beachte auch den Ausdruck „ausgezeichnet“.
Jeder, auch Jehovas Zeugen, wünscht sich eine wirksame, kunstgerechte medizinische Betreuung. Dr. Grant E. Steffen führte zwei Hauptelemente an: „Eine ausgezeichnete medizinische Betreuung ergibt sich daraus, daß durch die einzelnen Elemente jener Betreuung legitime medizinische und nichtmedizinische Ziele erreicht werden können“ (The Journal of the American Medical Association, 1. Juli 1988). Zu den „nichtmedizinischen Zielen“ gehört es, der Moral oder dem biblischen Gewissen des Patienten nicht zuwiderzuhandeln (Apostelgeschichte 15:28, 29).
Können schwierige medizinische Probleme ohne die Verwendung von Blut legitim und wirksam bewältigt werden? Erfreulicherweise lautet die Antwort: Ja.
Obwohl die meisten Chirurgen beteuert haben, sie hätten nur dann Blut verabreicht, wenn es unumgänglich gewesen sei, hat die Verwendung von Blut seit der epidemischen Ausbreitung von Aids rapide abgenommen. In einem Leitartikel in Mayo Clinic Proceedings (September 1988) hieß es, es sei „einer der wenigen Vorteile der Seuche“ gewesen, daß sie „auf seiten der Ärzte und Patienten zu verschiedenen Strategien geführt hat, Bluttransfusionen zu vermeiden“. Ein Vertreter einer Blutbank erklärt: „Verändert hat sich die Intensität der Botschaft, die Empfänglichkeit der Kliniker für die Botschaft (aufgrund eines gestiegenen Risikobewußtseins) und die Forderung, Alternativen in Betracht zu ziehen“ (Transfusion Medicine Reviews, Oktober 1989).
Man beachte: Es gibt Alternativen. Dies wird verständlich, wenn wir betrachten, warum Blut transfundiert wird.
Das Hämoglobin der roten Blutkörperchen transportiert den Sauerstoff, der für eine gute Gesundheit und zum Leben nötig ist. Wenn jemand eine größere Menge Blut verloren hat, liegt es nahe, dieses einfach zu ersetzen. Normalerweise enthalten 100 Milliliter Blut 14 bis 15 Gramm Hämoglobin. (Ein anderes Konzentrationsmaß ist der Hämatokrit, der allgemein bei ungefähr 45 Prozent liegt.) Als anerkannte „Regel“ galt, daß einem Patienten vor der Operation Blut transfundiert wird, wenn sein Hämoglobinwert unter 10 (Hämatokrit unter 30 Prozent) lag. Die schweizerische Zeitschrift Vox Sanguinis (März 1987) berichtete, daß „65 % der . . . [Anästhesisten] zur Bedingung machten, daß Patienten vor einer geplanten Operation einen Hämoglobinwert von 10 g/dl haben“.
Im Jahre 1988 stellte Professor Howard L. Zauder auf einer Konferenz zum Thema Bluttransfusion die Frage: „Wie sind wir auf diese ‚magische Zahl‘ gekommen?“ Er sagte deutlich: „Die Ätiologie [der ursächliche Zusammenhang] der Forderung, daß ein Patient vor der Narkose 10 Gramm Hämoglobin (Hgb) haben müsse, ist überdeckt von Tradition, eingehüllt in Dunkel und weder durch klinische noch durch experimentelle Beweise erhärtet.“ Man stelle sich vor, daß bei Tausenden von Patienten aufgrund einer unklaren, nicht erhärteten Forderung Blut übertragen wurde.
Man mag sich fragen: „Warum ist ein Hämoglobinwert von 14 normal, wenn man mit viel weniger auskommen kann?“ Nun, man hat eine beträchtliche Reserve, was die Sauerstofftransportkapazität betrifft, so daß man zum Beispiel stets Sport treiben oder schwere Arbeit verrichten kann. Studien bei anämischen Patienten ergeben sogar, daß „es schwierig ist, selbst bei einem niedrigen Hämoglobinwert von nur 7 g/dl eine verminderte Belastbarkeit festzustellen. Andere haben Beweise für eine nur mäßig beeinträchtigte Funktion gefunden“ (Contemporary Transfusion Practice, 1987).
Erwachsene vermögen sich einem niedrigen Hämoglobinwert anzupassen. Aber wie verhält es sich bei Kindern? Dr. James A. Stockman III sagt: „Mit wenigen Ausnahmen kommt es bei zu früh geborenen Kindern im ersten bis zum dritten Monat zu einem Abfall des Hämoglobins. . . . Die Indikationen für eine Transfusion auf der Säuglingsstation sind nicht gut definiert. In der Tat scheinen viele Kleinkinder bemerkenswert niedrige Hämoglobinkonzentrationen ohne offensichtliche klinische Schwierigkeiten zu tolerieren“ (Pediatric Clinics of North America, Februar 1986).
Solche Aussagen bedeuten nicht, daß nichts unternommen werden müßte, wenn jemand bei einem Unfall oder einer Operation eine größere Menge Blut verliert. Bei einem großen und schnellen Blutverlust sinkt der Blutdruck, und es kann zum Schock kommen. Zunächst muß die Blutung gestillt und das Volumen aufgefüllt werden. Dadurch wird ein Schock verhindert, und die noch vorhandenen roten Blutkörperchen und die übrigen Blutbestandteile bleiben in Fluß.
Der Volumenersatz kann ohne Blut oder Blutplasma erfolgen. Verschiedene blutlose Flüssigkeiten sind wirkungsvolle Volumenexpander. Die einfachste ist Kochsalzlösung; sie ist sowohl billig als auch mit dem Blut verträglich. Es gibt ferner Flüssigkeiten mit besonderen Eigenschaften, zum Beispiel Dextran, Haemaccel und Ringer-Laktat-Lösung. Hydroxyäthylstärke (HÄS) ist ein neuerer Volumenexpander, und „er kann ohne Bedenken empfohlen werden für Patienten [mit Brandverletzungen], die Einwände gegen Blutprodukte haben“ (Journal of Burn Care & Rehabilitation, Januar/Februar 1989). Solche Flüssigkeiten haben bestimmte Vorteile. „Kristalloide Lösungen [wie Kochsalz und Ringer-Laktat], Dextran und HÄS sind relativ atoxisch und billig, schnell verfügbar, können bei Zimmertemperatur gelagert werden, erfordern keine Verträglichkeitstests und bergen nicht das Risiko von transfusionsbedingten Infektionskrankheiten“ (Blood Transfusion Therapy—A Physician’s Handbook, 1989).
Man mag sich jedoch fragen: „Warum sind blutfreie Ersatzflüssigkeiten so wirksam, da doch rote Blutkörperchen erforderlich sind, um den Sauerstoff in alle Teile des Körpers zu transportieren?“ Wie bereits erwähnt, hat der Körper Sauerstofftransportreserven. Bei einem Blutverlust setzt ein wunderbarer Ausgleichsmechanismus ein. Das Herz pumpt mit jedem Schlag mehr Blut. Da das verlorengegangene Blut durch eine geeignete Flüssigkeit ersetzt worden ist, fließt das jetzt verdünnte Blut leichter, sogar in den kleinen Blutgefäßen. Zufolge von chemischen Veränderungen wird mehr Sauerstoff an die verschiedenen Gewebe abgegeben. Diese Anpassungen sind so wirksam, daß die Sauerstoffversorgung nur auf 75 Prozent des Normalwertes absinkt, wenn nur noch die Hälfte der roten Blutkörperchen vorhanden ist. Ein Patient verbraucht in Ruhe nur 25 Prozent des in seinem Blut verfügbaren Sauerstoffs. Zudem setzen die meisten Narkosemittel den Sauerstoffbedarf des Körpers herab.
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