Fragen an eine Zeugin Jehovas

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norbert51de
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Re: Fragen an eine Zeugin Jehovas

Beitrag von norbert51de »

wulfila hat geschrieben:Das hattest du doch schon geschrieben - dass du hier nur zitierst. Aber du zitierst, also scheinst du dieser Meinung zu sein.

Warum soll das Zitat auf mich zutreffen? Weil ich nicht in deinen Schablonen denke?

Im übrigen - für mich ist die Bibel keine Glaubensgrundlage, davon her muss ich sie nicht kennen und auch nicht zitieren.

alles liebe
Lieber Wulfila,

natürlich darfst Du glauben was du willst.

Doch wenn Du mich etwas fragst und gleichzeitig sagst, du möchtest keine Bibelzitate, da du das Buch ja kennen würdest, und dann eine Aussage nicht als Zitat erkennst, dann offenbarst Du deine Unkenntnis.

Das Zitat ist ein logischer Satz:

WENN das Auge verfinstert ist, WIE GROSS muss dann die Finsternis in Dir sein?

Also, wenn Dein Auge verfinstert ist, dann ist auch bei dir die Finsternis in deiner Seele riesengross.

OB aber dein Auge verfinstert ist, ist eine andere Frage. Man kann davon ausgehen, dass dies der Fall ist bei allen inkarnierten Menschen. Ausnahmen davon gibt es wohl auch, das sind dann Menschen, die sich einer geistigen Entwicklung hin zu Gott unterzogen haben und deren Seelen inzwischen so hell leuchten, dass sie mit diesem Licht andere Menschen heilen können. Und andere Dinge tun können, die Jesus seinen Nachfolgern verheissen hat.

Auf diesem Niveau bist Du aber noch nicht angekommen, das kann man an deinen Aussagen klar erkennen.

Es stellt sich eine weitere Frage: Ob du eine geistige Entwicklung durchlaufen möchtest, in der du Gott dem Vater und Gott dem Sohn die Ehre geben willst.

Die Frage kann ich nur stellen, aber nicht für dich beantworten.
Ich kann sie aber für mich beantworten.

Liebe Grüße,
Norbert
Gott segne Euch alle!
maggie
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Re: Fragen an eine Zeugin Jehovas

Beitrag von maggie »

DAS EINZIGE BLUT, DAS LEBEN RETTET
Wie zuvor erwähnt, hat Gott der ganzen Menschheit den Blutgenuß verboten. Warum? Weil Blut Leben darstellt (1. Mose 9:3-6Jedes sich regende Tier, das am Leben ist, möge euch zur Speise dienen. Wie im Fall der grünen Pflanzen gebe ich euch gewiß das alles. 4 Nur Fleisch mit seiner Seele — seinem Blut — sollt ihr nicht essen. 5 Und außerdem werde ich euer Blut, das eurer Seelen, zurückfordern. Von der Hand jedes lebenden Geschöpfes werde ich es zurückfordern; und von der Hand des Menschen, von der Hand eines jeden, der sein Bruder ist, werde ich die Seele des Menschen zurückfordern. 6 Wer Menschenblut vergießt, dessen eigenes Blut wird durch Menschen vergossen werden, denn im Bilde Gottes hat er den Menschen gemacht. ). Er erklärte dies ausführlicher in der Gesetzessammlung, die er den Israeliten gab. Als der Gesetzesbund in Kraft gesetzt wurde, verwendete man das Blut geopferter Tiere auf dem Altar (2. Mose 24:3-8Dann kam Moses und erzählte dem Volk alle Worte Jehovas und alle richterlichen Entscheidungen, und alles Volk antwortete mit e i n e r Stimme und sprach: „Alle Worte, die Jehova geredet hat, wollen wir tun.“ 4 Demgemäß schrieb Moses alle Worte Jehovas nieder. Dann stand er am Morgen früh auf und baute am Fuß des Berges einen Altar und zwölf Säulen gemäß den zwölf Stämmen Israels. 5 Danach sandte er junge Männer von den Söhnen Israels, und sie brachten Brandopfer dar und opferten Stiere als Schlachtopfer, als Gemeinschaftsschlachtopfer für Jehova. 6 Dann nahm Moses die Hälfte des Blutes und tat es in Schalen, und die Hälfte des Blutes sprengte er auf den Altar. 7 Schließlich nahm er das Buch des Bundes und las es vor den Ohren des Volkes. Dann sagten sie: „Alles, was Jehova geredet hat, wollen wir tun und befolgen.“ 8 Da nahm Moses das Blut und sprengte es auf das Volk und sprach: „Hier ist das Blut des Bundes, den Jehova mit euch hinsichtlich all dieser Worte geschlossen hat.“
). Einige Gesetze verdeutlichten, daß alle Menschen unvollkommen sind; sie sind sündig, wie es die Bibel erklärt. Gott sagte den Israeliten, daß sie durch die Tieropfer, die sie ihm darbrachten, die Notwendigkeit anerkennen konnten, ihre Sünden zudecken zu lassen (3. Mose 4:4-7Und er soll den Stier an den Eingang des Zeltes der Zusammenkunft vor Jehova bringen und soll seine Hand auf den Kopf des Stieres legen, und er soll den Stier vor Jehova schlachten. 5 Und der Priester, der gesalbte, soll etwas von dem Blut des Stieres nehmen und es in das Zelt der Zusammenkunft bringen; 6 und der Priester soll seinen Finger in das Blut tauchen und etwas von dem Blut siebenmal vor Jehova vor den Vorhang der heiligen Stätte spritzen. 7 Und der Priester soll etwas von dem Blut auf die Hörner des Altars des wohlriechenden Räucherwerkes vor Jehova tun, der im Zelt der Zusammenkunft ist, und alles übrige Blut des Stieres wird er an den Sockel des Brandopferaltars gießen, der sich am Eingang des Zeltes der Zusammenkunft befindet.
, 13-18Wenn nun die ganze Gemeinde Israel einen Fehler begeht, und die Sache ist vor den Augen der Versammlung verborgen gewesen, indem sie eines von all den Dingen getan haben, die nach Jehovas Geboten nicht getan werden sollten, und so schuldig geworden sind, 14 und die Sünde, die sie dagegen begangen haben, ist bekanntgeworden, dann soll die Versammlung einen jungen Stier zu einem Sündopfer darbringen und soll ihn vor das Zelt der Zusammenkunft führen. 15 Und die älteren Männer der Gemeinde sollen vor Jehova ihre Hände auf den Kopf des Stieres legen, und der Stier soll vor Jehova geschlachtet werden.
16 Dann soll der Priester, der gesalbte, etwas von dem Blut des Stieres in das Zelt der Zusammenkunft bringen. 17 Und der Priester soll seinen Finger in etwas von dem Blut tauchen und es siebenmal vor Jehova vor den Vorhang spritzen. 18 Und er wird etwas von dem Blut auf die Hörner des Altars tun, welcher vor Jehova ist, der sich im Zelt der Zusammenkunft befindet; und alles übrige Blut wird er an den Sockel des Brandopferaltars gießen, der am Eingang des Zeltes der Zusammenkunft ist.
, 22-30Wenn ein Vorsteher sündigt, und er begeht unabsichtlich eines von all den Dingen, die nach den Geboten Jehovas, seines Gottes, nicht getan werden sollten, und ist so schuldig geworden, 23 oder seine Sünde, die er gegen das Gebot begangen hat, ist ihm bekanntgegeben worden, dann soll er als seine Opfergabe ein Ziegenböckchen bringen, ein fehlerloses. 24 Und er soll seine Hand auf den Kopf des jungen Bockes legen und ihn an dem Ort schlachten, an dem man das Brandopfer vor Jehova jeweils schlachtet. Es ist ein Sündopfer. 25 Und der Priester soll mit seinem Finger etwas von dem Blut des Sündopfers nehmen und es auf die Hörner des Brandopferaltars tun, und er wird das übrige seines Blutes an den Sockel des Brandopferaltars gießen. 26 Und er wird all sein Fett auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen gleich dem Fett des Gemeinschaftsschlachtopfers; und der Priester soll für ihn Sühne leisten für seine Sünde, und so soll ihm vergeben werden.
27 Und wenn irgendeine Seele vom Volk des Landes unabsichtlich sündigt, indem der Betreffende eines von den Dingen tut, die nach Jehovas Geboten nicht getan werden sollten, und er wird tatsächlich schuldig, 28 oder seine Sünde, die er begangen hat, ist ihm bekanntgegeben worden, dann soll er für seine Sünde, die er begangen hat, als seine Opfergabe ein Zicklein, ein fehlerloses, bringen. 29 Und er soll seine Hand auf den Kopf des Sündopfers legen und das Sündopfer an demselben Ort wie das Brandopfer schlachten. 30 Und der Priester soll mit seinem Finger etwas von seinem Blut nehmen und es auf die Hörner des Brandopferaltars tun, und er wird alles übrige seines Blutes an den Sockel des Altars gießen.
). Zwar forderte Gott dies damals von ihnen — er verlangt so etwas von wahren Anbetern heute nicht mehr —, aber es hat in der jetzigen Zeit für uns lebenswichtige Bedeutung.
Gott selbst erläuterte den Grundsatz, der jenen Opfern zugrunde lag: „Die Seele [oder das Leben] des Fleisches ist im Blut, und ich selbst habe es für euch auf den Altar gegeben, damit Sühne geleistet wird für eure Seelen, denn das Blut ist es, das Sühne leistet durch die Seele darin. Darum habe ich zu den Söhnen Israels gesagt: ‚Keine Seele von euch soll Blut essen‘ “ (3. Mose 17:11, 12).
Am Sühnetag, einem damaligen Festtag, brachte Israels Hoherpriester das Blut von Opfertieren in das Allerheiligste des Tempels — der Mittelpunkt der Gottesanbetung. Durch dieses Vorgehen wurde Gott symbolisch gebeten, die Sünden des Volkes zuzudecken (3. Mose 16:3-6Mit folgendem sollte Aaron an die heilige Stätte kommen: mit einem jungen Stier für ein Sündopfer und einem Widder für ein Brandopfer. 4 Er sollte das heilige lange Leinengewand anziehen, und die leinenen Beinkleider sollten auf sein Fleisch kommen, und er sollte sich mit der leinenen Schärpe gürten und sich den leinenen Turban umwinden. Es sind heilige Kleider. Und er soll sein Fleisch im Wasser baden und sie anziehen.
5 Und von der Gemeinde der Söhne Israels sollte er zwei Ziegenböckchen für ein Sündopfer und einen Widder für ein Brandopfer nehmen.
6 Und Aaron soll den Sündopferstier, der für ihn selbst ist, darbringen, und er soll zugunsten seiner selbst und seines Hauses Sühne leisten.
, 11-16Und Aaron soll den Sündopferstier, der für ihn selbst ist, darbringen und zugunsten seiner selbst und seines Hauses Sühne leisten; und er soll den Sündopferstier, der für ihn selbst ist, schlachten.
12 Und er soll das Feuerbecken voll brennender Feuerkohlen vom Altar vor Jehova nehmen und seine beiden hohlen Hände voll feinen wohlriechenden Räucherwerks, und er soll sie innerhalb des Vorhangs bringen. 13 Auch soll er das Räucherwerk auf das Feuer vor Jehova legen, und die Wolke des Räucherwerks soll den Deckel der Lade überdecken, der auf dem ZEUGNIS ist, damit er nicht stirbt.
14 Und er soll etwas von dem Blut des Stieres nehmen und es mit seinem Finger vor den Deckel hin spritzen, ostwärts, und er wird etwas von dem Blut mit seinem Finger siebenmal vor den Deckel spritzen.
15 Und er soll den Bock des Sündopfers, der für das Volk ist, schlachten, und er soll sein Blut innerhalb des Vorhangs bringen und mit seinem Blut ebenso tun, wie er mit dem Blut des Stieres getan hat; und er soll es gegen den Deckel und vor den Deckel spritzen.
16 Und er soll für die heilige Stätte Sühne leisten hinsichtlich der Unreinheiten der Söhne Israels und hinsichtlich ihrer Auflehnungen in allen ihren Sünden; und auf diese Weise sollte er für das Zelt der Zusammenkunft tun, das inmitten ihrer Unreinheiten bei ihnen weilt.
). Die Opfer beseitigten in Wirklichkeit nicht alle Sünden, weshalb sie jedes Jahr aufs neue dargebracht werden mußten. Dennoch lieferte dieser Gebrauch des Blutes ein bedeutungsvolles Muster.
Eine Hauptlehre der Bibel ist, daß Gott schließlich ein einziges vollkommenes Opfer beschaffen würde, das die Sünden aller Gläubigen vollständig sühnen könnte. Man nennt es das Lösegeld, und es bezieht sich auf das Opfer des vorhergesagten Messias oder Christus.
Die Bibel vergleicht die Rolle des Messias mit dem, was am Sühnetag geschah: „Als . . . Christus als Hoherpriester der guten Dinge kam, die sich eingestellt haben, durch das größere und vollkommenere Zelt [oder den Tempel], das nicht mit Händen gemacht . . . ist, begab er sich, nein, nicht mit dem Blut von Ziegenböcken und von jungen Stieren, sondern mit seinem eigenen Blut ein für allemal an die heilige Stätte [in den Himmel] und erlangte eine ewige Befreiung für uns. Ja, fast alle Dinge werden mit Blut gereinigt nach dem GESETZ, und ohne Blutvergießen gibt es keine Vergebung“ (Hebräer 9:11, 12, 22).
Es liegt demnach auf der Hand, weshalb wir Gottes Ansicht über das Blut teilen müssen. In Übereinstimmung mit seinem Recht als Schöpfer entscheidet er über den alleinigen Verwendungszweck. Für die Israeliten in alter Zeit mag es gesundheitlich von Nutzen gewesen sein, kein Tier- oder Menschenblut zu sich zu nehmen, aber das war nicht das Wichtigste (Jesaja 48:17Dies ist, was Jehova, dein Rückkäufer, der Heilige Israels, gesprochen hat: „Ich, Jehova, bin dein Gott, der [dir] zum Nutzen dich lehrt, der dich auf den Weg treten läßt, auf dem du wandeln solltest.
). Es war nicht in erster Linie deshalb für sie verboten, sich durch Blut am Leben zu erhalten, weil das gesundheitsschädlich gewesen wäre, sondern weil es für Gott als unheilig galt. Sie mußten sich des Blutes enthalten, nicht weil es verunreinigt war, sondern weil es kostbar war zur Vergebung von Sünden.
Der Apostel Paulus erklärte folgendes über das Lösegeld: „Durch ihn [Christus] haben wir die Befreiung durch Lösegeld mittels des Blutes dieses einen, ja die Vergebung unserer Verfehlungen, gemäß dem Reichtum seiner unverdienten Güte“ (Epheser 1:7). Das hier benutzte ursprüngliche griechische Wort wird richtigerweise mit „Blut“ wiedergegeben, doch eine Reihe von Bibelübersetzungen setzen statt dessen fälschlicherweise das Wort „Tod“ ein. Dadurch könnte den Lesern entgehen, daß die Ansicht unseres Schöpfers über das Blut und den Opferwert, den er ihm beimißt, betont wird.
Das Thema der Bibel dreht sich um die Tatsache, daß Christus als vollkommenes Lösegeld starb, aber nicht tot blieb. Gemäß dem Muster, das Gott am Sühnetag schuf, wurde Jesus zu himmlischem Leben auferweckt, um „vor der Person Gottes für uns zu erscheinen“. Dort bot er den Wert seines Opferblutes dar (Hebräer 9:24Denn Christus begab sich nicht an eine mit Händen gemachte heilige Stätte, die ein Abbild der Wirklichkeit ist, sondern in den Himmel selbst, um nun vor der Person Gottes für uns zu erscheinen.
). Die Bibel betont, daß wir jegliche Handlungsweise meiden müssen, durch die sozusagen ‘der Sohn Gottes mit Füßen getreten und sein Blut als von gewöhnlichem Wert geachtet wird’. Nur dadurch können wir ein gutes Verhältnis zu Gott und Frieden mit ihm bewahren (Hebräer 10:29Einer wieviel strengeren Strafe, denkt ihr, wird der wert geachtet werden, der den Sohn Gottes mit Füßen getreten und der das Blut des Bundes, durch das er geheiligt worden ist, als von gewöhnlichem Wert geachtet und der den Geist der unverdienten Güte durch Verachtung gröblich verletzt hat?
; Kolosser 1:20und durch ihn alle [anderen] Dinge wieder mit sich zu versöhnen, indem Frieden gemacht wurde durch das Blut, [das er] am Marterpfahl [vergoß], es seien die Dinge auf der Erde oder die Dinge in den Himmeln.
).
maggie
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Re: Fragen an eine Zeugin Jehovas

Beitrag von maggie »

ERFREUE DICH EINES LEBENS, DAS DURCH BLUT GERETTET WURDE
Wenn wir verstehen, was Gott über das Blut sagt, werden wir vor seinem lebensrettenden Wert Hochachtung haben. Die Heilige Schrift beschreibt Christus als denjenigen, „der uns liebt und der uns durch sein eigenes Blut von unseren Sünden erlöst hat“ (Offenbarung 1:5und von Jesus Christus, [der] „Der treue Zeuge“ [ist], „Der Erstgeborene von den Toten“ und „Der Herrscher über die Könige der Erde“.
Ihm, der uns liebt und der uns durch sein eigenes Blut von unseren Sünden erlöst hat —
; Johannes 3:16Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen einziggezeugten Sohn gab, damit jeder, der Glauben an ihn ausübt, nicht vernichtet werde, sondern ewiges Leben habe.
). Ja, durch Jesu Blut können wir völlige und bleibende Vergebung unserer Sünden erlangen. Der Apostel Paulus schrieb: „Wir . . . [werden], da wir jetzt durch sein Blut gerechtgesprochen worden sind, durch ihn vor dem Zorn gerettet werden.“ Auf diese Weise kann Leben durch Blut dauerhaft gerettet werden (Römer 5:9Desto mehr werden wir somit, da wir jetzt durch sein Blut gerechtgesprochen worden sind, durch ihn vor dem Zorn gerettet werden.
; Hebräer 9:14wieviel mehr wird das Blut des Christus, der durch ewigen Geist sich selbst ohne Makel Gott dargebracht hat, unser Gewissen von toten Werken reinigen, damit wir [dem] lebendigen Gott heiligen Dienst darbringen können?
).
Vor langer Zeit gab uns Jehova Gott die Zusicherung, daß sich durch Christus ‘alle Familien der Erde segnen können’ (1. Mose 22:18). Dieser Segen schließt ein, daß aus der Erde wieder ein Paradies wird. Dann wird die gottesfürchtige Menschheit nicht länger mit Krankheit, Alter und Tod behaftet sein; sie wird sich großartiger Segnungen erfreuen, die bei weitem die vorübergehende Hilfe übertreffen, die uns Ärzte heute bieten können. Die wunderbare Verheißung lautet: „Er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen“ (Offenbarung 21:4).
Wie weise ist es doch, sich alle Bestimmungen Gottes zu Herzen zu nehmen! Dazu gehört es, seinen Geboten hinsichtlich des Blutes zu gehorchen und es auch in Notfällen nicht zu mißbrauchen. So werden wir nicht lediglich für den Augenblick leben. Vielmehr werden wir hohe Achtung vor dem Leben bekunden, einschließlich unserer Zukunftsaussichten: ewiges Leben in menschlicher Vollkommenheit.
maggie
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Re: Fragen an eine Zeugin Jehovas

Beitrag von maggie »

GROSSE CHIRURGISCHE EINGRIFFE MÖGLICH
Obwohl es Chirurgen oft abgelehnt haben, Zeugen zu behandeln, weil durch deren Einstellung zur Verwendung von Blutprodukten „dem Arzt die Hände gebunden“ schienen, vertreten heute viele Ärzte die Ansicht, daß es sich dabei lediglich um eine zusätzliche Schwierigkeit handelt, die eine besonders hohe Anforderung an ihr Können stellt. Da die Zeugen nichts gegen Salzlösungen oder kolloidale Ersatzflüssigkeiten, Elektrokaustik, hypotone Anästhesie oder Hypothermie einwenden, sind diese Verfahren erfolgreich praktiziert worden. Gegenwärtige und künftige Anwendungen von Hydroxyäthylstärke, intravenösen Eisendextraninjektionen hoher Dosis und des Ultraschallskalpells sind vielversprechend und stoßen auf keine religiösen Einwände. Und wenn sich der neuentwickelte Fluorkohlenwasserstoff Fluosol-DA8 als ein sicherer und wirksamer Blutersatzstoff erweist, wird seine Verwendung dem Glauben der Zeugen nicht entgegenstehen.
Im Jahre 1977 berichteten D. A. Ott und D. A. Cooley9 über 542 Herzkranzgefäßoperationen, die ohne Bluttransfusion an Zeugen vorgenommen wurden, und schlußfolgerten, daß diese Operationen „mit einem annehmbar geringen Risiko“ durchgeführt werden könnten. In Erwiderung auf unsere Anfrage hielt Cooley vor kurzem einen statistischen Rückblick auf 1 026 Operationen, davon 22 Prozent an Minderjährigen, und kam zu dem Schluß, „daß das Risiko bei Operationen an Patienten aus der Gruppe der Zeugen Jehovas im Grunde nicht größer ist als bei anderen“. Michael E. DeBakey, M. D., teilte mit, „daß in der Mehrzahl der Fälle [von Zeugen Jehovas] das Risiko einer Operation ohne Bluttransfusionen nicht größer ist als bei Patienten, denen wir Blut übertragen“ (persönliche Mitteilung, März 1981). Veröffentlichungen berichten auch von erfolgreichen größeren urologischen und orthopädischen Operationen. G. Dean MacEwen, M. D., und J. Richard Bowen, M. D., schrieben, daß hintere Wirbelfusionen „erfolgreich an 20 minderjährigen Zeugen vorgenommen wurden“ (unveröffentlichte Quelle, August 1981). Sie fügten hinzu: „Der Chirurg muß die Philosophie entwickeln, das Recht des Patienten, eine Bluttransfusion zu verweigern, zu respektieren und dennoch chirurgische Eingriffe auf eine Weise vorzunehmen, die dem Patienten Sicherheit bietet.“
H. Herbsman berichtet über Erfolge bei einer Anzahl von Fällen (Jugendliche eingeschlossen) „mit enormem Blutverlust infolge von Unfällen“. Er räumt ein, daß die „Zeugen etwas im Nachteil sind, was die Bedingungen für das Blut anbelangt. Dessenungeachtet ist es völlig klar, daß wir Alternativen zur Bluttransfusion haben.“ Er macht die Beobachtung, daß viele Chirurgen aus „Furcht vor rechtlichen Folgen“ davor zurückschrecken, Zeugen als Patienten anzunehmen. Aber er zeigt, daß das keine berechtigte Sorge ist.
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Re: Fragen an eine Zeugin Jehovas

Beitrag von maggie »

DIE HERAUSFORDERUNG AN DEN ARZT
Es ist verständlich, daß die Behandlung von Zeugen Jehovas ein Dilemma für den Arzt mit sich zu bringen scheint, der sich der Erhaltung des Lebens und der Gesundheit verpflichtet fühlt, indem er alle ihm zur Verfügung stehenden Verfahren einsetzt. In der Einleitung einer Artikelserie über größere Operationen an Zeugen räumte J. P. Harvey1 ein: „Ich ärgere mich über die Glaubensansichten, die meine Arbeit stören könnten.“ Aber er fügte hinzu: „Vielleicht vergessen wir zu schnell, daß die Chirurgie eine Kunst ist, die von den persönlichen Fertigkeiten einzelner abhängt. Fertigkeiten können verbessert werden.“
Professor Bolooki sprach von einem beunruhigenden Bericht, der besage, daß eines der größten Unfallkrankenhäuser in der Dade County (Florida, USA) „von vornherein die Behandlung“ von Zeugen Jehovas ablehne. Er wies darauf hin, daß „bei dieser Gruppe von Patienten die meisten chirurgischen Eingriffe mit einem geringeren Risiko verbunden sind als sonst“. Er führte weiter aus: „Obwohl die Chirurgen meinen mögen, daß sie eines Instrumentes der modernen Medizin beraubt werden, . . . bin ich davon überzeugt, daß sie, wenn sie diese Patienten operieren würden, eine Menge lernen würden.“
Statt die Behandlung von Patienten, die Zeugen Jehovas sind, als Problem zu betrachten, sehen immer mehr Ärzte die Situation als eine medizinische Herausforderung an. Um der Herausforderung zu begegnen, haben sie für diese Patientengruppe eine Verfahrensweise entwickelt, die in zahlreichen medizinischen Zentren des ganzen Landes akzeptiert wird. Diese Ärzte sorgen dadurch für eine Behandlung, die dem allgemeinen Wohlbefinden des Patienten am meisten nützt. B. Gardner machte die Beobachtung: „Wem würde es etwas nützen, wenn das körperliche Gebrechen des Patienten geheilt, aber sein geistiges Leben für Gott seiner Meinung nach geschädigt und er demzufolge ein Leben führen würde, das sinnlos und vielleicht schlimmer als der Tod wäre?“
Die Zeugen erkennen, daß ihre standhaft vertretene Überzeugung, medizinisch gesehen, die Behandlung riskanter und komplikationsreicher macht. Demzufolge bringen sie im allgemeinen ungewöhnliche Wertschätzung für ihre Behandlung zum Ausdruck. Außer daß sie den Vorzug eines starken Glaubens und Lebenswillens haben, arbeiten sie gern mit den Ärzten und dem Krankenhauspersonal zusammen. Somit stehen der Patient und der Arzt vereint dieser einzigartigen Herausforderung gegenüber.
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Re: Fragen an eine Zeugin Jehovas

Beitrag von maggie »

Blut: Wessen Entscheidung und wessen Gewissen?
J. Lowell Dixon, M. D.
Nachdruck mit freundlicher Genehmigung des New York State Journal of Medicine, 1988; 88:463—464, Copyright by Medical Society of the State of New York. Nachstehend die deutsche Übersetzung.

ÄRZTE sind verpflichtet, ihre Kenntnisse, ihre Fähigkeiten und ihre Erfahrung im Kampf gegen Krankheit und Tod einzusetzen. Doch was, wenn ein Patient eine empfohlene Behandlung ablehnt? Das wird wahrscheinlich der Fall sein, wenn der Patient ein Zeuge Jehovas ist und bei der Behandlung Vollblut, Erythrozytenkonzentrate, Plasma oder Blutplättchen verwendet werden sollen.
Sofern es um den Gebrauch von Blut geht, mag ein Arzt der Meinung sein, dem engagierten Mediziner seien die Hände gebunden, wenn sich der Patient für eine Behandlung ohne Blut entscheidet. Man darf jedoch nicht vergessen, daß sich auch Patienten, die keine Zeugen Jehovas sind, häufig gegen die Vorschläge ihres Arztes entscheiden. Gemäß Appelbaum und Roth lehnten 19 Prozent der Patienten in Lehrkrankenhäusern zumindest eine Behandlung oder ein Verfahren ab, und das, obwohl 15 Prozent der Ablehnungen „potentiell lebensgefährlich waren“.
Aufgrund der allgemeinen Ansicht „Der Arzt weiß es schon am besten“ beugen sich die meisten Patienten den Fähigkeiten und Kenntnissen ihres Arztes. Doch wie gefährlich wäre es, wenn der Arzt diese Ansicht als feststehende Tatsache betrachten und die Patienten dementsprechend behandeln würde! Unsere medizinische Ausbildung, die Approbation und unsere Erfahrung verschaffen uns auf medizinischem Gebiet zwar beachtenswerte Privilegien, aber unsere Patienten haben Rechte. Und wie uns sicherlich bewußt ist, mißt das Gesetz (ebenso wie die Verfassung) den Rechten größeren Wert bei.
In den meisten Krankenhäusern hängen die „Rechte der Patienten“ aus. Eines davon ist das Recht, nach hinreichender Aufklärung in eine Art der Behandlung einzuwilligen oder nicht; man könnte es auch korrekter als das Recht, sich nach hinreichender Aufklärung für eine Art der Behandlung zu entscheiden, bezeichnen. Nachdem der Patient über die möglichen Folgen der verschiedenen Behandlungen (oder der Nichtbehandlung) informiert worden ist, muß er selbst entscheiden. In einem Merkblatt des Albert-Einstein-Krankenhauses in der Bronx (New York) über Bluttransfusionen und Zeugen Jehovas heißt es: „Jeder geschäftsfähige volljährige Patient hat das Recht, eine Behandlung abzulehnen, ungeachtet wie abträglich das seiner Gesundheit sein könnte.“
Während Ärzte besorgt von Ethik und Haftung sprechen mögen, haben Gerichte die Entscheidung des Patienten als vorrangig hervorgehoben. Das Berufungsgericht von New York erklärte: „Das Recht des Patienten, die Art seiner Behandlung zu bestimmen, ist übergeordnet . . . [Ein] Arzt kann nicht beschuldigt werden, seine Gesetzes- oder Standespflichten verletzt zu haben, wenn er das Recht eines geschäftsfähigen volljährigen Patienten, eine Behandlung abzulehnen, respektiert.“ Das Gericht stellte außerdem fest, daß „die ethische Integrität des Arztberufes zwar wichtig ist, aber nicht über den hier zu verteidigenden fundamentalen Rechten des einzelnen steht. Ausschlaggebend sind die Bedürfnisse und Wünsche des einzelnen und nicht die Forderungen der Institution.“
Ärzten mag das Gewissen schlagen, wenn sie aufgrund der Weigerung eines Zeugen, Blut anzunehmen, anscheinend nicht das Bestmögliche tun können. Worum der Zeuge die gewissenhaften Ärzte jedoch bittet, ist die beste Alternativbehandlung unter den gegebenen Umständen. Wir müssen häufig unsere Therapie den Umständen anpassen, etwa bei Bluthochdruck, heftigen Antibiotikaallergien oder wenn eine bestimmte kostspielige Ausrüstung nicht verfügbar ist. Ärzte, die einen Zeugen behandeln, stehen vor der Aufgabe, die Probleme bei der Behandlung oder der Operation in Übereinstimmung mit dem Gewissen des Patienten und seiner moralisch/religiös geprägten Entscheidung, sich des Blutes zu enthalten, zu bewältigen.
Zahlreiche Berichte über größere Operationen an Zeugen zeigen, daß viele Ärzte mit gutem Gewissen auf die Bitte, kein Blut zu verwenden, eingehen können und dennoch erfolgreich sind. Beispielsweise hielt Cooley 1981 einen Rückblick auf 1 026 Herzkranzgefäßoperationen, davon 22 Prozent an Minderjährigen. Er kam zu dem Schluß, „daß das Risiko bei Operationen an Patienten aus der Gruppe der Zeugen Jehovas im Grunde nicht größer ist als bei anderen“. Kambouris berichtete von größeren Operationen an Zeugen, von denen einigen „dringend benötigte Operationen verwehrt worden waren, weil sie Blut ablehnten“. Er sagte: „Allen Patienten wurde vor der Behandlung zugesichert, daß ihr Glaube respektiert würde, ungeachtet dessen, was im Operationssaal geschähe. Diese Verfahrensweise hatte keine ungünstigen Auswirkungen.“
Ist der Patient ein Zeuge Jehovas, spielt außer der Frage der Entscheidung auch das Gewissen eine Rolle. Man darf nicht nur an das Gewissen des Arztes denken. Wie steht es um dasjenige des Patienten? Jehovas Zeugen betrachten das Leben als ein Geschenk Gottes, das durch das Blut dargestellt wird. Sie nehmen das biblische Gebot ernst, daß sich Christen des Blutes enthalten sollten (Apostelgeschichte 15:28, 29). Wenn somit ein Arzt den Patienten bevormundet und dessen tiefverwurzelten Glaubensansichten Gewalt antut, kann das verhängnisvolle Folgen haben. Jemanden zu zwingen, sein Gewissen zu vergewaltigen, beurteilte Papst Johannes Paul II. als „den schwersten Schlag gegen die Würde des Menschen. In einem gewissen Sinne ist es verwerflicher, als jemandes physischen Tod herbeizuführen, ja als Mord.“
Während Jehovas Zeugen Blut aus religiösen Gründen ablehnen, entscheiden sich immer mehr Patienten, die keine Zeugen sind, wegen Aids, Non-A-non-B-Hepatitis, Immunreaktionen oder anderer Risiken gegen Blut. Wir mögen ihnen unsere Ansicht darüber darlegen, inwiefern der Nutzen die Risiken aufwiegt. Doch der Patient muß gemäß der amerikanischen Ärztevereinigung „das letzte Wort darüber haben, ob er die Risiken einer Behandlung oder Operation, die ihm von einem Arzt empfohlen worden ist, auf sich nehmen will oder ob er es riskiert, sich nicht behandeln zu lassen. Das ist das natürliche Recht des einzelnen, das gesetzlich anerkannt ist.“
Diesbezüglich brachte Macklin die Risiko-Nutzen-Frage in Verbindung mit einem Zeugen zur Sprache, „der das Risiko einging, ohne Bluttransfusion zu verbluten“. Ein Medizinstudent sagte: „Sein Denkvermögen war intakt. Wie ist es einzuschätzen, wenn religiöse Ansichten gegen die einzig mögliche Behandlungsmethode sprechen?“ Macklin erklärte: „Wir mögen fest davon überzeugt sein, daß dieser Mann einen Fehler beging. Aber Jehovas Zeugen sind der Ansicht, daß eine Transfusion . . . [möglicherweise] zu ewiger Verdammung führt. In der Medizin fällt es uns nicht schwer, das Risiko gegen den Nutzen abzuwägen; stellt man jedoch ewige Verdammung dem Weiterleben auf der Erde gegenüber, hat die Beurteilung aus einem anderen Gesichtswinkel zu erfolgen.“
Vercillo und Duprey lenken in der vorliegenden Ausgabe des Journals die Aufmerksamkeit auf die Sorge um die Sicherheit der Familienangehörigen, wobei sie den Fall Osborne ansprechen. Doch wie wurde dieser entschieden? Es ging hierbei um den schwerverletzten Vater zweier minderjähriger Kinder. Das Gericht stellte fest, daß im Todesfall Angehörige für die materiellen und geistigen Bedürfnisse der Kinder sorgen würden. Daher sah das Gericht wie in anderen Fällen in letzter Zeit keine zwingende Notwendigkeit, sich im Interesse des Staates über die Entscheidung des Patienten hinwegzusetzen. Ein gerichtliches Vorgehen mit dem Zweck, eine Behandlung, die diesem zutiefst zuwider war, durchzusetzen, schien nicht gerechtfertigt. Der Patient wurde anders behandelt, erholte sich wieder und konnte weiter für seine Familie sorgen.
Konnten nicht die allermeisten Fälle, denen sich Ärzte gegenübersahen, ohne Blut behandelt werden, und wird das nicht auch zukünftig so sein? Das, was wir gelernt haben und worüber wir bestens Bescheid wissen, hat mit der medizinischen Seite zu tun, doch sind die Patienten Menschen, deren individuelle Wertvorstellungen und Ziele nicht ignoriert werden dürfen. Sie kennen am besten ihr Gewissen, ihre Prioritäten und ihre Moralvorstellungen, die ihrem Leben Sinn verleihen.
Das religiöse Gewissen von Patienten, die Zeugen Jehovas sind, zu respektieren mag eine Herausforderung an unsere Fähigkeiten sein. Wenn wir uns jedoch dieser Herausforderung stellen, unterstreichen wir den Wert der Freiheiten, die wir alle schätzen. John Stuart Mill schrieb treffend: „Keine Gesellschaft, die diese Freiheiten nicht vollständig respektiert, ist frei, ungeachtet welche Herrschaftsform sie hat . . . Jeder ist der geeignete Wächter seiner eigenen Gesundheit, ob körperlich, psychisch oder geistig. Die Menschheit gewinnt eher dadurch, daß jeder den anderen so leben läßt, wie es diesem gut erscheint, als dadurch, daß man jeden zwingt, so zu leben, wie es den anderen gut erscheint.“

ENDE

Heutezutage sind die Möglichkeit ohne Blut zu behandeln und zu operieren noch besser geworden, während die Risiken einer Bluttransfusion immer größer werden.
Etliche Ärzte die ich , bzw. mein Mann persönlich kennt, würden sich kein Blut geben lassen, obwohl sie keine ZJ sind. Die Risiken seien viel zu hoch , sagen sie.

Liebe Grüße an alle, die dies gelesen haben.
Maggie
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Einherjer
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Re: Fragen an eine Zeugin Jehovas

Beitrag von Einherjer »

Hallo maggie,
ich hatte vor kurzem ein Gespräch mit einem angehenden Zeugen Jehova über das selbe Thema. Er konnte es nicht verstehen, warum den ZJ die Bluttransfusion verboten ist. Besser gesagt, er findet diese Auffassung nicht richtig. Ich hatte mich bisher wenig mit den ZJ auseinander gesetzt und so war mir das Verbot völlig neu. Deswegen recherchierte ich darüber ein wenig im Internet und stieß, was wohl zu erwarten war, auf die watchtower.org Seite. Von dort stammt ja auch deine gesamte Erklärung zu diesem Thema, die du 1:1 kopiert hast.
Als ich diesen Text zum ersten mal laß, wunderte ich mich über die ausführliche Darstellung der gesundheitlichen Folgen. Denn in meinen Augen ist diese völlig überflüssig, wenn man schon aus religiösen Gründen die Bluttransfusion ablehnt. Und genau dieser religiöse Grund wird gleich am Anfang des ersten Berichtes (von insgesamt sieben) genannt, und zwar der Vers 3.Mose 17:10. Das sollte eigentlich als Erklärung reichen. Aber genau dieser Vers wird dort nicht aus der ZJ-Bibel, der Neuen Welt Übersetzung, die bei den ZJ als die einzig wahre und richtige Übersetzung gilt, zitiert, sondern aus der Jerusalemer Bibel. Und das gerade auf der „Offiziellen Webseite der Zeugen Jehovas“! Ist schon ein wenig komisch, daß ausgerechnet bei einem so wichtigem Thema aus einer andere Bibelversion zitiert wird.

Ich hab leider nicht die Jerusalemer Bibel zur Hand, aber die Textbibel tuts auch:
Textbibel:
Und jedermann vom Hause Israel und von den Fremden, die sich unter ihnen aufhalten, der irgend Blut genießt, - gegen einen solchen, der Blut genießt, will ich mein Antlitz richten und ihn hinwegtilgen mitten aus seinen Volksgenossen.

Neue Welt Übersetzung:
Was irgendeinen Mann vom Hause Israel betrifft oder einen ansässigen Fremdling, der als Fremdling in eurer Mitte weilt, welcher Blut von irgendeiner Art ißt, gegen die Seele, die das Blut ißt, werde ich bestimmt mein Angesicht richten, und ich werde sie tatsächlich von den Reihen ihres Volkes abschneiden.

Warum hat watchtower.org dies getan?

Denn bei dem Wort „ißt“ wird eindeutig die Bluttransfusion nicht verboten, während man bei „genießt“ es so auslegen könnte. Wohl nur so läßt sich die Lehre der ZJ besser bestätigen. Dann macht auch das ganze folgende Geschwafel über den gesundheitlichen Aspekt wieder Sinn, denn der ist überzeugender als die eigene Bibelversion.

Was sagst du dazu?

Gruß. Einherjer
eNTe
Co-Moderator

Re: Fragen an eine Zeugin Jehovas

Beitrag von eNTe »

Schmunzel Einherjer,

der Artikel war gut, ein logischer Schluss...
Ich habe mich ein bisschen mit der Auslegung der Schriften befasst und zeige mal eine andere Seite.

Welche Fundstücke liegen im hebräischen Text.

Lutherbibel von 1545
3.Mose 17
10 Und welcher Mensch, er sei vom Hause Israel, oder ein Fremdling unter euch, irgend Blut isset, wider den will ich mein Antlitz setzen und will ihn mitten aus seinem Volk rotten.
11 Denn des Leibes Leben ist im Blut, und ich hab’s euch zum Altar gegeben, daß eure Seelen damit versöhnet werden. Denn das Blut ist die Versöhnung für das Leben.
(Davor ist die Rede von Brandopfer)

Die Tücken des Textes liegen in Tropen. Das sind gleich lautende Worte, die vom Sinn her zweierlei ergeben. ala opfern ist gleichzeitig hochbringen, aufrollen, entwickeln.
Die Rede geht also um Entwicklung.
Altar heißt misbach, ist das Wort für Schlachten und es gibt noch eine andere Bedeutung, die in der Rechtschreibung verschieden ist, aber gleich gesprochen: lobenswert, verehren.
Vielleicht fällt die Spannweite zwischen gut und schlecht schon auf.

Wenn einer ehrlicherweise (israel leitet sich u.a. von jeschar, ehrlich ab) und da ein- oder auswandert, sich dann fürchtet, und das nicht hochbringt wie es sein sollte - dann weg damit. Dabei ist aber nicht der Mensch gemeint, der ausgeschlossen werden sollte, weil er etwas vom Brandopfer an der Tür vorbeischmuggelt. So etwas tut man nicht. Ist nur bildlich dargestellt, wie da einer statt etwas hochzubringen, heimlich was rumschleppt und abhaut.

Der Aspekt geht um das Anpassen, dama. Blut ist dam und dom ist still, dama ähnlich, angleichen, demut Vorstellungsbild, damim Geld, dimdum Unklarheit, um nur ein paar Worte im Umfeld zu zeigen, die alle etwas mit Ähnlichkeit und Umlauf zu tun haben.

Wenn einer das Bild aufnimmt. Blut isst, sagt ein einer, die Stille genießt ein anderer...
Und alle sind sich uneins ob sie mit hgr ha gar, den Fremdling, oder mit higer fürchten lesen sollen.
Wenn sich irgend einer fürchtet und Glück aufnimmt, dann ist es still. Da ist er aber erleichtert!
Nun, das ginge noch lange weiter, bis alle Bedingungen durchgegangen werden ...
Der Satz ist voll von Metaphern. Sie dienen zur Klärung der jeweiligen Situation.

Jedenfalls ist nicht die Rede von Ausrotten von Menschen, sondern von fällen, abschneiden, etc.
oder dem Ausgraben von Möglichkeiten.
maggie
Erzengel
Erzengel
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Registriert: Mi 1. Dez 2010, 11:28

Re: Fragen an eine Zeugin Jehovas

Beitrag von maggie »

Einherjer hat geschrieben:Hallo maggie,
ich hatte vor kurzem ein Gespräch mit einem angehenden Zeugen Jehova über das selbe Thema. Er konnte es nicht verstehen, warum den ZJ die Bluttransfusion verboten ist. Besser gesagt, er findet diese Auffassung nicht richtig. Ich hatte mich bisher wenig mit den ZJ auseinander gesetzt und so war mir das Verbot völlig neu. Deswegen recherchierte ich darüber ein wenig im Internet und stieß, was wohl zu erwarten war, auf die watchtower.org Seite. Von dort stammt ja auch deine gesamte Erklärung zu diesem Thema, die du 1:1 kopiert hast.
Als ich diesen Text zum ersten mal laß, wunderte ich mich über die ausführliche Darstellung der gesundheitlichen Folgen. Denn in meinen Augen ist diese völlig überflüssig, wenn man schon aus religiösen Gründen die Bluttransfusion ablehnt. Und genau dieser religiöse Grund wird gleich am Anfang des ersten Berichtes (von insgesamt sieben) genannt, und zwar der Vers 3.Mose 17:10. Das sollte eigentlich als Erklärung reichen. Aber genau dieser Vers wird dort nicht aus der ZJ-Bibel, der Neuen Welt Übersetzung, die bei den ZJ als die einzig wahre und richtige Übersetzung gilt, zitiert, sondern aus der Jerusalemer Bibel. Und das gerade auf der „Offiziellen Webseite der Zeugen Jehovas“! Ist schon ein wenig komisch, daß ausgerechnet bei einem so wichtigem Thema aus einer andere Bibelversion zitiert wird.

Ich hab leider nicht die Jerusalemer Bibel zur Hand, aber die Textbibel tuts auch:
Textbibel:
Und jedermann vom Hause Israel und von den Fremden, die sich unter ihnen aufhalten, der irgend Blut genießt, - gegen einen solchen, der Blut genießt, will ich mein Antlitz richten und ihn hinwegtilgen mitten aus seinen Volksgenossen.

Neue Welt Übersetzung:
Was irgendeinen Mann vom Hause Israel betrifft oder einen ansässigen Fremdling, der als Fremdling in eurer Mitte weilt, welcher Blut von irgendeiner Art ißt, gegen die Seele, die das Blut ißt, werde ich bestimmt mein Angesicht richten, und ich werde sie tatsächlich von den Reihen ihres Volkes abschneiden.

Warum hat watchtower.org dies getan?

Denn bei dem Wort „ißt“ wird eindeutig die Bluttransfusion nicht verboten, während man bei „genießt“ es so auslegen könnte. Wohl nur so läßt sich die Lehre der ZJ besser bestätigen. Dann macht auch das ganze folgende Geschwafel über den gesundheitlichen Aspekt wieder Sinn, denn der ist überzeugender als die eigene Bibelversion.

Was sagst du dazu?

Gruß. Einherjer
Hallo Einherjer,

Bitte entschuldige dass ich erst jetzt antworte. War vorher leider nicht möglich. :ups:

Ich finde gut dass du dich auf der watchtower.org informiert hast . :)

Grundsätzlich ist es so, dass öfter in unserer Literatur aus den verschiedensten Übersetzungen zitiert wird.
Manches mal ist es so, dass manches leichter zu verstehen ist als aus der NW. Die NW hält sich genau an den Urtext, daher ist es unsere bevorzugte Übersetzung.
Aber ich finde es auch unerheblich aus welcher Übersetzung zitiert wird. Die Grundaussage ist die gleiche.
Natürlich wurde damals das Essen des Blutes verboten. Eine andere Möglichkeit der Blutaufnahme war ja gar nicht bekannt. In der ganzen Bibel ist daher natürlich nie von einer Bluttransfusion die Rede.
Wichtig ist hier eigentlich nur, dass Gott von Anfang an den Blutgenuss, in dem Fall das Essen, verboten hatte. Da Christen ja nicht mehr unter dem mosaischen Gesetz stehen, ist die Aussage aus Apostelgeschichte 15:28.29 im Prinzip viel wichtiger : "Denn der heilige Geist und wir selbst haben es für gut befunden, euch keine weitere Bürde aufzuerlegen als folgende notwendigen Dinge: 29 euch von Dingen zu enthalten, die Götzen geopfert wurden, sowie von Blut und von Erwürgtem und von Hurerei. Wenn ihr euch vor diesen Dingen sorgfältig bewahrt, wird es euch gutgehen. Bleibt gesund!“
Dieses Zitat ist jetzt aus der NW und wird in den meisten anderen Übersetzungen auch so wiedergegeben.
Es geht also darum sich des Blutes zu enthalten, egal in welcher Form man es zu sich nehmen würde. Und wie gesagt, damals war es natürlich nur die orale Aufnahme.
Dieser Bibeltext wird übrigens auch in dieser Broschüre, bzw. auf der watchtower.org angeführt.

Die Ausführungen über die gesundheitliche Bedenklichkeit ist eigentlich nur Zusatz. Natürlich ist in erster Linie der religiöse Aspekt wichtig. Aber ich denke der gesundheitliche ist auch nicht zu verachten. Schade dass es für dich nur Geschwafel ist. Ich persönlich finde es höchst interessant zu erfahren, dass auch viele Bluttransfusionen ablehnen weil sie einfach zu gefährlich ist. Und welche Gründe dahinter stecken.

Ich hoffe, ich konnte dir deine Frage zufriedenstellend beantworten.

Liebe Grüße
Maggie
maggie
Erzengel
Erzengel
Beiträge: 829
Registriert: Mi 1. Dez 2010, 11:28

Re: Fragen an eine Zeugin Jehovas

Beitrag von maggie »

Liebe Doreen,

eigentlich stützen deine ganzen Argumente noch die Wichtigkeit des Verzichts auf Blut.
Denn nur die Einnahme von Blut wurde im NT wiederholt verboten und auch nicht abgeschwächt.
Aus gutem Grund.

Lieben Gruß
Maggie
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