Bilderberg-Treffen 2011 in der Schweiz
Die Macht-Elite unserer Welt wird sich auch dieses Jahr wieder zu ihrem üblichen Geheimtreffen versammeln. Neuesten Informationen zufolge findet die Bilderberg-Konferenz 2011 in einem Schweizer Luxushotel statt. Doch allmählich weht von draußen ein frischer Wind herein, denn die Öffentlichkeit wird zunehmend aufmerksamer.
»Wird der Kreis der einflussreichen Menschen bei gleichzeitiger Konzentration der Machtmittel und bei unendlich vergrößerter Tragweite der Entscheidungen immer enger, dann lässt sich der Ablauf großer Ereignisse häufig auf die Entschlüsse deutlich bestimmbarer Gruppen zurückführen« – so formulierte es im Jahr 1962 der Soziologe und Gesellschaftskritiker C. Wright Mills. Damit umriss er Bedeutung und Einflussnahme ganz bestimmter Kreise, die aufmerksamen Beobachtern schon lange Sorge bereiten. Diese Kreise sind in der Lage, weitreichende politische Prozesse ebenso zu steuern wie die öffentliche Berichterstattung präzise zu lenken. Und genau deshalb wird in gleichgeschalteten Medien und Institutionen immer noch einhellig von simplifizierenden, unrealistischen Ideen gesprochen, sobald Kritiker auf den Plan treten und die intimsten politischen Zirkel für eine sehr gezielte, effektive Beeinflussung des Weltgeschehens verantwortlich machen. Dass dies mit guten Argumenten geschieht, spielt dabei in Anbetracht der vorbestimmten Prämissen des Mainstreams nur eine – allerhöchstens – sekundäre Rolle. Hauptsache, solche unliebsamen Erkenntnisse lassen sich immer noch glaubhaft als »Verschwörungstheorie« verkaufen. Doch in den vergangenen Jahren hat sich diesbezüglich ein wenig geändert. Nicht revolutionär, aber spürbar. So ganz vor der Realität kann man sich eben nicht verschließen. Die Massenmedien haben zwar nur äußerst selten von den Treffen der mächtigen Bilderberger berichtet, da dies ja nicht gewünscht war oder ist. Doch um der Glaubwürdigkeit willen müssen auch die definitiv hörigen Publikationsorgane und Meinungsmultiplikatoren leicht veränderte Routen durch die alten Fahrwasser des Mainstreams nehmen. Sie müssen, ob sie wollen oder nicht, zumindest anklingen lassen, dass »hier etwas Bedeutsames geschieht«. So erfuhr bereits auch das Treffen von 2010 im spanischen Sitges eine höhere Aufmerksamkeit durch einige Vertreter der Massenmedien. Immerhin.
Das diesjährige Treffen der hochelitären Bilderberg-Gruppe findet mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Schweiz statt. So die Information, wie sie der amerikanische Journalist Jim Tucker kürzlich erhalten hat. Bisher haben sich die Hinweise Tuckers, der sich dem Thema »Bilderberg« seit Jahren geradezu exklusiv verschrieben hat und die Treffen schon über viele Jahre hinweg verfolgt, als sehr zuverlässig erwiesen.
Die außergewöhnlichen Konferenzen finden bekanntlich seit dem Jahr 1954 unter strikter Geheimhaltung und umfassenden Sicherheitsmaßnahmen statt. Namensgeber war das niederländische Hotel de Bilderberg. Zu den Teilnehmern zählen seitdem vor allem Großbankiers, Wirtschaftsführer, Staatschefs, Medienzaren und auch Angehörige der herrschenden Adelshäuser. Obwohl die machtvolle Gruppe betont, keine politischen Entscheidungen zu treffen, verweisen Kritiker seit Jahren auf zahlreiche Fakten, die eine sehr hohe Einflussnahme seitens Bilderberg auf das Weltgeschehen demonstrieren. Politische Ereignisse wie auch die Karrieren einzelner Persönlichkeiten werden dort bestimmt. Die Agenda deckt sich mit den dann zu beobachtenden Entwicklungen in der Welt.
Die jeweiligen Zeiten und Orte werden von den Organisatoren teils bis nach vollständigem Abschluss der geheimen Versammlungen strengstens verschwiegen. Bilderberg selbst hält sich naturgemäß äußerst bedeckt, wenn es darum geht, hierzu vorab zu informieren. Bislang findet sich auch auf der Seite
www.bilderbergmeetings.org, die als offizielle Internet-Präsenz der Gruppe gelten darf und Offenheit suggeriert, kein Hinweis auf das kommende Treffen. Was ehedem als Fax zu spät eintraf, wird jetzt auch online nicht rechtzeitig berichtet. Das heißt: Meist werden der Tagungstermin und -ort wie gesagt erst publiziert, wenn die Konferenz bereits im Gange oder aber schon beendet ist. Denn Zaungäste sind natürlich hoch unerwünscht. Zu den aktuelleren Bilderberg-Konferenzen wurden zunehmend verwirrende Informationen im Vorfeld verbreitet. Dies offenbar in voller Absicht, um vom tatsächlichen Tagungsort abzulenken. Da werden gleichzeitig dann verschiedene Tagungsorte ins Feld geführt oder lange bestehende Regeln gebrochen.
Die kommende Bilderberger-Zusammenkunft wird Tuckers Informationen zufolge zwischen dem 9. und 12. Juni 2011 im Schweizer »High-Society«-Ferienort St. Moritz stattfinden, unweit von Davos, wo wiederum stets das weit publizierte World Economic Forum tagt.
Den angemessenen Rahmen in St. Moritz soll das luxuriöse Kempinski Grand Hotel des Bains bilden. Schon jetzt ist zu vernehmen, die Nobelherberge sei in der fraglichen Zeit komplett ausgebucht. Mitarbeiter des Hotels dürfen natürlich keine Informationen weitergeben, Auskünfte enthalten die typischen, altbekannten Gemeinplätze – so auch, dass ein solches Treffen weder bestätigt noch abgestritten werden könne. Nun, das sagt eigentlich schon viel. Außer vielleicht, auch hierbei handelt es sich um ein Ablenkungsmanöver.
Ungewöhnlich wäre am Schweizer Treffen, dass auch diese Lokalität mit einer bisherigen Regel bricht. Wenn sich nämlich die mit Bilderberg ideologisch deutlich synchron tickende Trilaterale Kommission (TC) in den USA trifft, was dieses Jahr zwischen dem 8. und 10. April in Washington, D.C., geschehen wird, so versammelt sich für gewöhnlich auch die Bilderberger-Gruppe in den Vereinigten Staaten. Diesmal aber offenbar nicht. Man will keine Publicity, spürt allerdings doch den zunehmenden Druck und die allmähliche Verschiebung der Gleichgewichte. Und selbst innerhalb der Gruppe sind nicht alle glühende Verfechter einer allzu aggressiven Globalisierung. Da ist auch ein deutliches Gefälle zwischen Europa und den USA zu spüren. Das alles lässt hoffen.
Quelle:
http://info.kopp-verlag.de/hintergruend ... 5993FFB493